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	<title>Strandgut mittlerer Güte</title>
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		<title>Ausgekurbelt: Charlottenburger Traditionskino wird zum Biosupermarkt</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 09:31:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Leuchtbuchstaben, die bis vor kurzem den Meyerinckplatz allabendlich in rotes Licht tauchten, sind abgeflext, Popcornmaschinen, Kinositze, Lampen und alles andere ist verramscht. Die Kurbel gibt es nicht mehr. Noch existiert die Website des Kinos, aber sie gibt nicht mehr viel her: Im leeren Schaukasten spiegelt sich die Ankündigung, dass hier nach einem Entwurf des [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=431&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Leuchtbuchstaben, die bis vor kurzem den Meyerinckplatz allabendlich in rotes Licht tauchten, sind abgeflext, Popcornmaschinen, Kinositze, Lampen und alles andere ist verramscht. <a href="http://www.kinokompendium.de/kurbel.htm">Die Kurbel gibt es nicht mehr</a>. Noch existiert die <a href="http://www.die-kurbel.com/seite/index.php">Website des Kinos</a>, aber sie gibt nicht mehr viel her:</p>
<p><a href="http://stroheim.files.wordpress.com/2012/01/kurbel_website1.jpg"><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2012/01/kurbel_website1.jpg?w=655&#038;h=458" alt="" title="Kurbel_website" width="655" height="458" class="aligncenter size-full wp-image-434" /></a></p>
<p>Im leeren Schaukasten spiegelt sich die Ankündigung, dass hier nach einem Entwurf des Architekten Christopher von Bothmer der &#8222;Umbau von 3 Kinosälen in einem (sic!) Biomarkt und 6 Wohnungen&#8220; erfolgen soll. Jemand hat einen eindeutigen Kommentar hinterlassen.</p>
<p><a href="http://stroheim.files.wordpress.com/2012/01/unbenannt-2.jpg"><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2012/01/unbenannt-2.jpg?w=655&#038;h=473" alt="" title="Unbenannt-2" width="655" height="473" class="aligncenter size-full wp-image-436" /></a></p>
<p>Gegen die Schließung des Kinos hat sich die <a href="http://www.rettetdiekurbel.blogspot.com/">Bürgerinitiative „Rettet die Kurbel“</a> formiert. 7500 Unterschriften wurden gesammelt und fast 4000 Unterstützer wurden auf <a href="http://www.facebook.com/rettetdiekurbel">facebook</a> gewonnen. Die Initiative bestreitet, dass das Kino unrentabel sei. Der Betreiber – und Gebäudeeigentümer – habe notwendige Investitionen unterlassen. Bei der Umwidmung gehe es ihm um Profitmaximierung. Unter den teiweise prominenten Unterstützern finden sich unter anderem Berlinale-Chef Dieter Kosslick, der Kunstsammler Peter Raue, Wim Wenders, Rosa von Praunheim ebenso wie eine ganze Riege von Schauspielern wie Otto Sander, Angelika Domröse oder Oliver Kalkhofe. Das Medienboard Berlin-Brandenburg schaltet sich ein, das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf fordert den Eigentümer auf, die Schließung auszusetzen und ein „Moratorium“ bis zum Sommer 2012 zu akzeptieren um bis dahin eine tragfähige Lösung zu finden. Angeblich gäbe es mehrere Interessenten, die das Kino weiter betreiben wollten.</p>
<p><a href="http://stroheim.files.wordpress.com/2012/01/qype_aaaa.jpg"><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2012/01/qype_aaaa.jpg?w=655&#038;h=436" alt="" title="qype_aaaa" width="655" height="436" class="aligncenter size-full wp-image-437" /></a></p>
<p>Der Biosupermarkt Alnatura will in dem Gebäude ab dem Frühjahr 2013 Müsli und Dinkelstangen verkaufen. Aber man hat offenbar kalte Füße bekommen: „Sofern eine Möglichkeit besteht, den Kinobetrieb weiter zu führen, werden wir dem nicht im Wege stehen,&#8220; verkündet eine Unternehmenssprecherin.</p>
<p>Der Eigentümer Symcha Karolinski denkt allerdings nicht daran, den Vertrag mit Alnatura aufzulösen. Er fühlt sich zu Unrecht kritisiert. Er habe das Kino 2005 übernommen, weil es keiner wollte, in Eigenregie betrieben und zwei Mal vor der Pleite gerettet. Seine Kritiker hätten lieber öfter ins Kino gehen sollen. Neben 16 großen Multiplexkinos hätte die Kurbel keine Chance mehr gehabt. Die drei Interessenten könnten „ nicht die notwendige Bonität aufweisen“. Gegen das Moratorium stünden die Verträge mit den Baufirmen.</p>
<p>Karolinski plant, das marode Gebäude für mehrere Millionen umfassend zu sanieren. Er spricht von einem sechsstelligen Verlust, den er in den vergangenen fünf Jahren mit dem 600-Sitze-Kino gemacht hat und er fühlt sich von der Initiative genötigt und hat Anzeige erstattet.</p>
<p><a href="http://stroheim.files.wordpress.com/2012/01/qype_aaa.jpg"><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2012/01/qype_aaa.jpg?w=655" alt="" title="Qype_aaa"   class="aligncenter size-full wp-image-440" /></a></p>
<p>Die Räume beherbergen auch schon ein Ladengeschäft, bevor der Architekt Karl Schienemann sie zum Kino umbaut. Unter heftigen Anfeindungen des Inhabers der benachbarten Minerva-Lichtspiele Heinrich Hadekel, eröffnen die jüdischen Betreiber Heinz Grabley und Hanna Koenke 1934 die Kurbel. Bereits 1935 erfolgt der Umbau zum ersten „echten“ Tonfilmkino mit einer speziellen akustischen Dämmung. Im Rahmen dieser Modernisierung werden das markante umlaufende Vordach und viele Lichtakzente geschaffen. Die Betreiber wollen vorwiegend ausgewählte internationale Produktionen in der Originalfassung ohne Untertitel und Synchronisation zeigen. Zwei Jahre später übernimmt <a href="http://www.wdr5.de/sendungen/erlebte-geschichten/s/d/25.12.2009-03.05/b/film-ab.html">Walter Jonigkeit</a>, der später zur Berliner Kinolegende werden soll, die Kurbel. Über die Umstände der Übernahme und das weitere Schicksal der jüdischen Kinogründer konnte ich nichts in Erfahrung bringen.</p>
<p><a href="http://stroheim.files.wordpress.com/2012/01/qype_a.jpg"><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2012/01/qype_a.jpg?w=655&#038;h=470" alt="" title="qype_a" width="655" height="470" class="aligncenter size-full wp-image-438" /></a></p>
<p>Jonigkeit gelingt es, das Kino bis in den Krieg hinein weiter zu betreiben. Als es nach Bombenabwürfen Feuer fängt, drückt ihm die unterbesetzte Feuerwehr eine Spritze in die Hand, die er abwechselnd mit einem Freund bedient und so das Kino rettet. Erst gegen Ende des Krieges wird die Kurbel zum Munitionslager zweckentfremdet. Nach der Befreiung lässt Jonigkeit die dort vorgefundenen Panzerfäuste zerlegen. Die ausgebauten Feuersteine sind begehrte Tauschware, mit deren Hilfe das Kino instand gesetzt werden kann.</p>
<p>Schon am 27. Mai 1945 nimmt die Kurbel nach dem Marmorhaus als zweites Berliner Kino seinen Betrieb wieder auf. Jonigkeit hat von einem russischen Unteroffizier, der in einem Pankower Tabakladen ein Filmlager verwaltet, den russischen Film „Um sechs Uhr nach Kriegsende“ ergattert. Der Film ist unübersetzt, aber die Zuschauer kommen.</p>
<p><a href="http://stroheim.files.wordpress.com/2012/01/qype_b.jpg"><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2012/01/qype_b.jpg?w=655" alt="" title="qype_b"   class="aligncenter size-full wp-image-439" /></a></p>
<p>Von Dezember 1953 bis zum April 1956 läuft in der Kurbel &#8222;Vom Winde verweht&#8220;. In 2395 Vorstellungen sehen rund 6 000 000 Zuschauer den Film. Die Platzanweiserinnen müssen bei täglich drei Vorstellungen halbjährlich in ein anderes Kino versetzt werden. Sie können die Filmdialoge nicht mehr hören und sprechen fast nur noch in Filmzitaten. Der Straßenbahnschaffner &#8211; ja, bis 1967 gab es auch in Westberlin Straßenbahnen &#8211; ruft die Haltestelle angeblich so aus: „Ku`damm, Ecke Giesebrechtstraße, Vom Winde verweht – aussteigen“. Jonigkeit macht ein Nebengeschäft mit selbstgemachten Programmheften. Abends sammelt er die abgerissenen Kinokarten auf und verteilt sie in der S-Bahn. „Die Kamera – das Haus des guten Films“ steht drauf. Als bei ihm später die „Die Brücke am Kwai“ läuft, besticht er die Tanzkapellen der Stadt, dass sie recht häufig den River-Kwai-Marsch spielen, und ihm so das Publikum ins Haus zu bringen.</p>
<p>Kassenraum und Foyer erfahren in den 50ern durch Verglasung der Eingangskolonnaden eine großzügige Erweiterung. Im Oktober 1957 kommt es zum Skandal als Jonigkeit das Kino an die FDJ vermietet, die zum 40. Jahrestag der Oktoberrevolution den sowjetischen Film „Peter der Große“ zeigen will. Die Polizei befürchtet eine Störung der öffentlichen Ordnung und verbietet die Veranstaltung.</p>
<p>Die rapide sinkenden Besucherzahlen Anfang der 70er Jahre zwingen Jonigkeit zur Aufgabe der Kurbel. Nach einem kurzen Intermezzo als Pornokino eröffnet das Haus 1974 neu als Off-Kino. Wechselnde Betreiber versuchen sich an Programm- und Arthaus-Kino, ab 1995 werden nur noch Filme in der englischen Originalfassung gezeigt. Nachdem 2001 das Cinestar am Potsdamer Platz beginnt OV-Filme anzubieten, zeigt die Kurbel trotz Besucher-Protesten wieder synchronisierte Fassungen. 2003 geht der letzte Betreiber, die Ufa Theater AG, in die Insolvenz und schließt deutschlandweit 33 Kinos – darunter auch die Kurbel. Anfang 2004 versucht sich ein neuer Betreiber mit einem „One Dollar“-Konzept. Man zeigt für 2,99 Euro Filme, die gerade in den großen Häusern ausgelaufen sind und meldet noch im selben Jahr Konkurs an. Ab Februar 2005 nimmt der Hausbesitzer, der das Gebäude 1993 erwarb, den <a href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/474">Filmbetrieb in Eigenregie auf und engagiert Moishe Waks</a> als Geschäftsführer. Nach seinem Tod 2009 wird Tom Zielinski sein Nachfolger.</p>
<p><a href="http://stroheim.files.wordpress.com/2012/01/qype_xx.jpg"><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2012/01/qype_xx.jpg?w=655&#038;h=451" alt="" title="Qype_xx" width="655" height="451" class="aligncenter size-full wp-image-443" /></a></p>
<p><a href="http://stroheim.files.wordpress.com/2012/01/qype_yy.jpg"><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2012/01/qype_yy.jpg?w=655&#038;h=436" alt="" title="Qype_yy" width="655" height="436" class="aligncenter size-full wp-image-441" /></a></p>
<p><a href="http://stroheim.files.wordpress.com/2012/01/qype_yyy.jpg"><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2012/01/qype_yyy.jpg?w=655&#038;h=436" alt="" title="Qype_yyy" width="655" height="436" class="aligncenter size-full wp-image-442" /></a></p>
<p>Tom Zielinski war im Dezember mit dem Verkauf von Technik und Inventar der Kurbel beschäftigt. Auch ich bin an einem Verkaufstag vor Ort, bringe es aber nicht übers Herz, etwas mit nach Hause zu nehmen.</p>
<p><a href="http://stroheim.files.wordpress.com/2012/01/qype_x.jpg"><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2012/01/qype_x.jpg?w=655&#038;h=435" alt="" title="Qype_X" width="655" height="435" class="aligncenter size-full wp-image-444" /></a></p>
<p>„Vom Winde verweht“ ist der letzte Film, der am 21. Dezember in der Kurbel gezeigt wird. Am 2. Januar 2012 soll der Umbau beginnen.</p>
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		<title>Gasthof zum Grünen Baum in Boitzenburg</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 23:07:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Sand gebaut]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8222;Der Gasthof zum Grünen Baum&#8220; ist ein Ort der eher war und sein wird als einer, der ist. Es wird sicher noch einige Jahre dauern, bis man hier logieren kann. Es ist aber möglich, die Auferstehung dieses Ortes zu verfolgen und zu begleiten. Als es mich vor über sieben Jahren auf der Suche nach einem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=419&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Der Gasthof zum Grünen Baum&#8220; ist ein Ort der eher war und sein wird als einer, der ist. Es wird sicher noch einige Jahre dauern, bis man hier logieren kann. Es ist aber möglich, die Auferstehung dieses Ortes zu verfolgen und zu begleiten. </p>
<p><img src="http://assets3.qypecdn.net/uploads/photos/0302/0766/Qype_9_gallery2.jpg" width="50%"></p>
<p>Als es mich vor über sieben Jahren auf der Suche nach einem für meine Hochzeitsfeier geeigneten Ort in die Uckermark verschlug, fiel mir das Gebäude schon beim Vorbeifahren auf und ich entzifferte den an der verwitterten Fassade erhalten gebliebenen Namenszug  „Gasthof zum grünen Baum.“ (Der Punkt hinter Baum steht wirklich da). So heruntergekommen wie das Haus aussah, strahlte es dennoch einen eigentümlichen Charme aus. Wäre es ein Mensch gewesen, hätte ich wohl etwas gesagt wie: &#8222;Es scheint Dir nicht gut zu gehen, aber ich würde Dich unheimlich gerne kennen lernen. Jetzt lad ich Dich erstmal zu einem anständigen Essen und einem guten Glas Wein ein und dann werden wir schon sehen, wie es weiter gehen kann.&#8220;</p>
<p><img src="http://assets3.qypecdn.net/uploads/photos/0302/0764/Qype_7_gallery2.jpg" width="100%"></p>
<p>Ich weiß nicht, wann die Gastronomie eingestellt und das Gebäude dem Verfall anheim gegeben wurde. In den 50er Jahren wurde hier zumindest noch Bier ausgeschenkt. Wie wohl auch schon Jahrhunderte vorher. Die erste Nennung ist auf das Jahr 1772 datiert und im Landeshauptarchiv Potsdam zu finden. Im „Oberkrug“, wie der Gasthof damals noch hieß, legten die Postkutschen auf der Route Berlin-Stettin einen Zwischenstopp ein und wechselten die Pferde.</p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0302/0762/Qype_6_gallery2.jpg" width="100%"></p>
<p>Eine alte Postkarte lässt vermuten, dass das Haus irgendwann um 1900 den Namen &#8222;Gasthof zum Grünen Baum&#8220; bekam. Von 1900 bis 1920 führten Albert und Hermine Biss den Gasthof, danach übernahm ihr Sohn Walter mit seiner Ehefrau Gertrud den Betrieb.</p>
<p><img src="http://assets1.qypecdn.net/uploads/photos/0302/0761/Qype_4_gallery2.jpg" width="100%"></p>
<p>Das ältere Gebäude wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts abgerissen und durch die jetzigen Bauten ersetzt.  Während das Hauptgebäude auf einem Feldsteinfundament errichtet wurde, über das sich ein zweigeschossiger Putzbau mit einem Satteldach erhebt, wurde das hofseitige Stallgebäude anderthalbgeschossig aus unverputzten roten Ziegeln gebaut. Im kleinen, straßenseitig gelegenen Biergarten sind die alte Lindenbepflanzung sowie eine kleine Freitreppe und die niedrigen Befestigungsmauern der Terrasse erhalten geblieben. </p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0302/0763/Qype_5_gallery2.jpg" width="100%"></p>
<p>Am diesjährigen Tag des offenen Denkmals war es nicht nur möglich, sich das Gebäude von innen anzusehen, sondern auch zu erfahren, wie es wiederbelebt werden soll. Im Moment sieht es von innen genau so schlimm aus wie von außen: marodes Gebälk, feuchte Wände, und entfernte Decken und Böden korrespondieren mit glaslosen Fenstern und verwittertem Putz. </p>
<p><img src="http://assets3.qypecdn.net/uploads/photos/0302/0760/Qype_3_gallery2.jpg" width="50%"></p>
<p>Aber der Architekt und Tischler Carsten Frerich und die Grafikdesignerin Ulrike Hesse haben sich des Hauses angenommen. Sie haben den Zustand des Gasthofes von Fachleuten untersuchen lassen und sie wirken kompetent und realistisch genug, dass man davon ausgehen kann, dass sie ihre Pläne umsetzen werden und dem denkmalgeschützten Haus neues Leben einhauchen. Ein Hotel mit zehn Zimmern im Hauptgebäude und drei Appartements im Stallgebäude soll es werden, natürlich mit Gastronomie und Biergarten. Auf ihrer <a href="http://boitzenburger-landgasthof.de/">Website</a> &#8211; und auf einem gerade entstehenden <a href="http://blog.boitzenburger-landgasthof.de/">Blog</a> &#8211; kann man die aktuellen Planungen und Entwicklungen verfolgen und sich über die Geschichte des Gasthofes informieren. In einem Glossar lässt sich zudem Wissenswertes über das Boitzenburger Land nachlesen.</p>
<p><img src="http://assets3.qypecdn.net/uploads/photos/0302/0759/Qype_2_gallery2.jpg" width="50%"></p>
<p>Den beiden Instandsetzern kann man natürlich nur allen erdenklichen Erfolg wünschen und einigen anderen maroden Gebäuden in Boitzenburg wünscht man, dass sich Menschen finden, die sich ihrer in ähnlicher Weise annehmen.</p>
<p><img src="http://assets1.qypecdn.net/uploads/photos/0302/0765/Qype_8_gallery2.jpg" width="100%"></p>
<p>Gasthof zum grünen Baum<br />
Templiner Straße 4, 17268 Boitzenburger Land</p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/2104665-Gasthof-zum-Gruenen-Baum-Boitzenburger-Land">Gasthof zum Grünen Baum</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/419/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/419/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/419/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/419/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/stroheim.wordpress.com/419/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/stroheim.wordpress.com/419/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/stroheim.wordpress.com/419/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/stroheim.wordpress.com/419/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/419/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/419/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/419/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/419/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/419/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/419/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=419&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wer sucht, der findet&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 07:56:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Netz gefischt]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Herr Vilmoskörte, Moabit-Papst, hat in der Statistik von WordPress nachgesehen bei welchen Suchbegriffen auf sein Blog geführt wurde und die besten in seinem Blog-Beitrag „Vogel ohne Fleisch…“ aufgelistet. Das musste ich ihm natürlich gleich nachmachen und war dann doch etwas irritiert. Vermutlich waren die Verfasser der folgenden Suchanfragen eher unbefriedigt, als sie hier gelandet [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=411&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Herr <a href="http://vilmoskoerte.wordpress.com/">Vilmoskörte</a>, Moabit-Papst, hat in der Statistik von WordPress nachgesehen bei welchen Suchbegriffen auf sein Blog geführt wurde und die besten in seinem Blog-Beitrag „<a href="http://vilmoskoerte.wordpress.com/2011/08/30/vogel-ohne-fleisch/">Vogel ohne Fleisch…</a>“  aufgelistet. Das musste ich ihm natürlich gleich nachmachen und war dann doch etwas irritiert. Vermutlich waren die Verfasser der folgenden Suchanfragen eher unbefriedigt, als sie hier gelandet sind:</p>
<p><em>meerschweinchen schlachten</p>
<p>hundemetzgerei augsburg</p>
<p>friedrichstrasse bis königs wusterhausen mit zugverbindung</p>
<p>gegen sommersprossen selber weg</p>
<p>zeitliche leichen verwesung</p>
<p>urinierende ladies</p>
<p>betreuung wg in olten nur für männer</p>
<p>was machen die leute alles für schreckliche bilder mit einem kürbis</p>
<p>industrialisierung und kratzen</p>
<p>ablass bei nicht erfüllten bedingungen beim urbi et orbi segen</p>
<p>nackt privat oberhavel</p>
<p>wie schauen die klos von die ritter</p>
<p>wildschwein im wohnzimmer</p>
<p>ukrainische frau hat mich ausgebeutet</p>
<p>suesse mädchen sommersprossen nackt</p>
<p>wurden mumien an der strasse verkauft</p>
<p>fett erotisches outfit</p>
<p>hat dünnen stuhl abgesetzt</p>
<p>stein- und judenfreier badestrand</p>
<p>scheng schong schang ich kann nicht nicht nicht schlafen</p>
<p>eigenartig</p>
<p>melancholiker</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/411/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/411/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/stroheim.wordpress.com/411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/stroheim.wordpress.com/411/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/stroheim.wordpress.com/411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/stroheim.wordpress.com/411/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/411/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/411/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/411/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/411/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=411&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Finanzamt Charlottenburg: Hinter die Hausnummer geschaut</title>
		<link>http://stroheim.wordpress.com/2011/06/10/qype-finanzamt-charlottenburg-in-berlin/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 13:15:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Albert Speer]]></category>
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		<description><![CDATA[Zugegeben, dass Verhältnis zwischen meinem Finanzamt und mir ist nicht das Beste. Ich bin mit meinen Steuererklärungen seit Jahren im Rückstand. Aber darum geht es mir hier nicht. Es geht um das Gebäude, in dem das Finanzamt Charlottenburg residiert. Basierend auf dem Entwurf der Stadtbauräte Brucker und Kepler wurde es 1939 vollendet. Damals war es [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=401&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zugegeben, dass Verhältnis zwischen meinem Finanzamt und mir ist nicht das Beste. Ich bin mit meinen Steuererklärungen seit Jahren im Rückstand. </p>
<p><img src="http://assets3.qypecdn.net/uploads/photos/0268/4124/IMG_6029_gallery2.jpg" width="100%"></p>
<p>Aber darum geht es mir hier nicht. Es geht um das Gebäude, in dem das Finanzamt Charlottenburg residiert. Basierend auf dem Entwurf der Stadtbauräte Brucker und Kepler wurde es 1939 vollendet. Damals war es das größte Finanzamt Berlins. Es besteht aus einem repräsentativen Haupttrakt in der Bismarckstraße, einem Mittelflügel und einem rückwärtigen Gebäudeflügel in der Spielhagenstraße. Hier machen die Bürofenster heute mitunter geradezu einen schmuddeligen Eindruck.</p>
<p><img src="http://assets1.qypecdn.net/uploads/photos/0268/4130/IMG_6026_gallery2.jpg" width="100%"></p>
<p>Insgesamt wirkt das Gebäude eher langweilig und einfallslos. Ein monumentaler Akzent wurde mit der über drei Geschosse reichenden Portalnische am Haupteingang gesetzt. Vier kantige Muschelkalkpfeiler markieren diesen Bereich. </p>
<p><img src="http://assets1.qypecdn.net/uploads/photos/0268/4125/IMG_6031_gallery2.jpg" width="100%"></p>
<p>Besucher die hier eintreten, werden unter einem Adlerrelief mit Hoheitszeichen empfangen. Nur wenige Eingeweihte wissen, dass der Adler in seinen Krallen ein Hakenkreuz umklammert, heute lediglich verdeckt von einer Hausnummernleuchte. </p>
<p><img src="http://assets3.qypecdn.net/uploads/photos/0268/4123/09062011115_gallery2.jpg" width="100%"></p>
<p>Auf facebook gibt es eine <a href="http://www.facebook.com/pages/Gegen-den-Reichsadler-am-Finanzamt-Charlottenburg/127183670633822">Seite</a>, die zur Entfernung des Adlers und des Hakenkreuzes aufordert. </p>
<p>Das wäre der falsche Weg. Natürlich haben damals die Befreier alle Symbole des widerlichen Naziregimes im Boden zerstampfen mögen. Heute kann man solche Relikte nutzen, um Auseinandersetzungen mit Kontinuitäten und Erinnerungen an authentischen Orten zu provozieren. Also weg mit der verdeckenden Leuchte, das Hakenkreuz gezeigt und die Behörde in die Pflicht genommen, wie sie nicht nur ihre Naziarchitektur erklärt, sondern auch drüber informiert, welche Rolle die Finanzämter bei der bürokratisch organisierten Beschlagnahme jüdischen Eigentums gespielt haben.</p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0268/4128/IMG_6040_gallery2.jpg" width="100%"></p>
<p>Das Gebäude liegt an der Ost-West-Achse, die in den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Welthauptstadt_Germania">Germania-Plänen</a> der Nationalsozialisten für ihre Reichshauptstadt eine zentrale Rolle spielte. Gemeinsam mit der faschistischen Architektur des Finanzamtes bilden die davor platzierten Straßenlaternen ein stimmiges Ensemble.  Entworfen hat sie Albert Speer, Hitlers Lieblingsarchitekt und Handlanger, Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt, angeklagt im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof und wegen seiner Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen und zu 20 Jahren Haft verurteilt. </p>
<p><img src="http://assets3.qypecdn.net/uploads/photos/0268/5224/IMG_6041_gallery2.jpg" width="100%"></p>
<p>Finanzamt Charlottenburg, Bismarckstraße 48, 10627 Berlin</p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/1149485-Finanzamt-Charlottenburg-Berlin">Finanzamt Charlottenburg</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/401/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/401/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/stroheim.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/stroheim.wordpress.com/401/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/stroheim.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/stroheim.wordpress.com/401/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/401/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/401/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/401/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=401&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Friedhof des Zellengefängnisses Moabit</title>
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		<pubDate>Fri, 20 May 2011 22:03:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nur ein paar dutzend Schritte vom geschäftigen Berliner Hauptbahnhof entfernt versteckt sich der Friedhof des Zellengefängnisses Moabit. Präziser: der Teil dieses Friedhofes, in dem die Beamten des Gefängnisses bestattet wurden. Den anderen Teil, auf dem die gestorbenen Gefangenen ihre &#8222;letzte Ruhe&#8220; fanden, hielt wohl niemand für erhaltenswert und so entstand nach 1955, als der Friedhof [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=392&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur ein paar dutzend Schritte vom geschäftigen Berliner Hauptbahnhof entfernt versteckt sich der Friedhof des Zellengefängnisses Moabit. Präziser: der Teil dieses Friedhofes, in dem die Beamten des Gefängnisses bestattet wurden. Den anderen Teil, auf dem die gestorbenen Gefangenen ihre &#8222;letzte Ruhe&#8220; fanden, hielt wohl niemand für erhaltenswert und so entstand nach 1955, als der Friedhof geschlossen wurde, auf diesem Areal eine Kleingartenanlage. Hier wird auf Gräbern gegrillt.</p>
<p><img src="http://assets2.qypecdn.net/uploads/photos/0261/4944/IMG_9412_gallery2.jpg" width="100%"></p>
<p>Die meisten Grabsteine sind umgefallen, zerstört oder überwachsen. Vor ein paar Jahren hat man den schmiedeeisernen Zaun um die Gräber restauriert. Das Tor ist verschlossen. Einer der wenigen erhaltenen Grabsteine ist der von Ernst Vetter:  Hier/ ruhet in Gott/ mein lieber Mann/ und guter Vater,/ der Kgl.Strafanstalt-/ Aufseher/ Ernst Vetter/ * 28.2.1858, + 3.4.1918.</p>
<p><img src="http://assets1.qypecdn.net/uploads/photos/0261/4935/IMG_5739_gallery2.jpg" width="100%"></p>
<p>Neben dem Friedhof sind noch Teile der Gefängnismauer und drei Beamtenwohnhäuser übrig geblieben. An der Lehrter Straße erinnert eine Gedenktafel an die Opfer der Nazizeit.</p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0261/4930/IMG_5731_gallery2.jpg" width="100%"></p>
<p>Nach jahrzehntelangen Auseinadersetzungen gibt es seit 2006 nach Plänen von <a href="http://www.glada-berlin.de/inhaltDT/denkmale/prodenkzellen.html">Silvia Glaßer und Udo Dagenbach</a> einen gelungenen <a href="http://www.moabitonline.de/600">Geschichtspark</a> auf dem Gelände des eigentlichen <a href="http://vilmoskoerte.wordpress.com/2007/05/05/geschichtspark-ehemaliges-zellengefaengnis-moabit-in-berlin/">Zellengefängnisses</a>.</p>
<p><img src="http://assets3.qypecdn.net/uploads/photos/0261/4932/IMG_9408_gallery2.jpg" width="100%"></p>
<p>Das Gefängnis wurde von 1842 &#8211; 1849 von Carl Ferdinand Busse als Kopie des Londoner Gefängnisses Pentonville als preußisches Mustergefängnis errichtet. Die Gefangenen sollten durch strengste Isolation voneinander geläutert werden. In fünf sternförmig angeordneten Flügeln gab es Einzelzellen, die vom Zentralbau aus überwacht wurden. Schweigepflicht, scheuklappenähnliche Mützen, die außerhalb der Zelle getragen werden mussten, Einzelhofgang in 10 qm großen dreieckigen Teilstücken des Hofes (daher kommt die Redensart &#8222;im Dreieck springen&#8220;) und selbst in der Gefängniskirche Sitze in sargähnlichen Holzkisten, sorgten dafür, dass zahlreiche Gefangene die Flucht in den Wahnsinn oder den Suizid antraten. Folgerichtig wurde 1886 ein Nebengebäude zum Irrenhaus umgebaut.</p>
<p>Noch vor Abschluss der Bauarbeiten wurden die ersten Gefangenen, <a href="http://www.moabitonline.de/453">polnische Freiheitskämpfer</a>, einquartiert. Sie wurden 1848 von Berliner Märzrevolutionären befreit. Prominente Gefangene waren danach Friedrich Wilhelm Voigt, der später als &#8222;Hauptmann von Köpenick&#8220; ganz groß raus kam. 1878 wurde  Max Hödel hier hingerichtet. Er hatte sich an einem Attentat auf den Kaiser Wilhelm I. versucht. Während des ersten Weltkrieges wurden Kriegsgegner und später Teilnehmer der Novemberrevolution inhaftiert. 1933 wurde <a href="http://www.muehsam.de/">Erich Mühsam</a> hier eingesperrt. 1940 quartierte sich die Wehrmacht in einem Flügel ein. Der Schriftsteller Wolfgang Borchert  saß hier über neun Monate wegen Wehrkraftzersetzung in Einzelhaft. Unter dem Eindruck der Lautsprecheransage des nahen Lehrter Bahnhofs schrieb er das Lied <a href="http://nextroom.at/article.php?id=26546">&#8222;800 mal Lehrter Straße&#8220;</a>. 1941 zog die Gestapo ein.  Neben vielen heute vergessenen Antifaschisten war der Sänger und Schauspieler <a href="http://www.youtube.com/watch?v=uEPULdJaNAM&amp;feature=related">Ernst Busch</a> hier eingekerkert, später zahlreiche Widerstandskämpfer im Umfeld der Attentäter des 20. Juli. In den letzten Kriegstagen wurden 16 politische Gefangene aus ihren Zellen verschleppt und auf dem nahe gelegnen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/ULAP">ULAP-Gelände</a> per Genickschuss ermordet. Der junge Kommunist Herbert Kosney überlebte die Hinrichtung schwer verletzt. Ohne diesen Augenzeugen wäre vielleicht auch dieses Verbrechen vergessen. In den Taschen der Leiche des Dichters <a href="http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2003/01/07/a0214">Albrecht Haushofer</a> fand man die im Gefängnis erstandenen &#8222;Moabiter Sonette&#8220;. </p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0261/4910/IMG_5733_gallery2.jpg" width="100%"></p>
<p>Nach der Befreiung nutzten die Alliierten das durch Bomben kaum beschädigte Gebäude bis 1955. Zwischen 1946 und 1949 fanden hier mindestens zwölf Hinrichtungen (nach anderen Quellen 48) statt. Als Letzter wurde am 11. Mai 1949 der 24-Jährige <a href="http://www.tagesspiegel.de/zeitung/gnadenlos/1507642.html">Bertold Wehmeyer</a> guillotiniert.</p>
<p>Um Platz zu schaffen für die &#8211; zum Glück nie realisierte &#8211; <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/westtangente-die-nie-gebaute-autobahn/694278.html">Westtangente</a> wurde das Zellengefängnis 1958 abgerissen.</p>
<p><img src="http://assets1.qypecdn.net/uploads/photos/0261/4912/IMG_5736_gallery2.jpg" width="100%"></p>
<p>Zum ersten Mal war ich während einer Nachtwanderung im Rahmen einer Geburtstagsfeier einer Kindergartenfreundin meiner mittlerweile über 20-Jährigen Tochter auf dem Friedhof. Abgesehen davon bin ich hier bei meinen Besuchen fast immer wunderbar allein. Ich versuche mir nicht nur die Vergangenheit dieses Ortes vorzustellen, sondern denke auch über den Unterscheid zwischen allein und isoliert sein nach. Auf dem Nachhauseweg bin ich dann immer sehr zufrieden mit meinem bescheidenen Dasein.</p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/1925459-Friedhof-des-Zellengefaengnisses-Moabit-Berlin">Friedhof des Zellengefängnisses Moabit</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/392/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/392/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/392/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/392/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/stroheim.wordpress.com/392/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/stroheim.wordpress.com/392/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/stroheim.wordpress.com/392/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/stroheim.wordpress.com/392/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/392/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/392/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/392/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/392/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/392/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/392/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=392&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Deutschlandhalle: Das war´s.</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 08:18:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berliner Sommersprossen]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutschlandhalle]]></category>
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		<category><![CDATA[Konzert für Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt mal ernsthaft: niemand findet sie schön. Da gibt es höchstens Personen, die einen schon ganz und gar verbrannten Sonntags-Volks-Eintopf noch einmal aufköcheln lassen wollen und behaupten, die Entscheidung, den Kasten zu beseitigen, sei zum einen durch den Gebäudenamen, zum anderen durch den Umstand, dass der (Ver)führer ihrer Großeltern die Halle eingeweiht hat, motiviert. Mit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=388&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt mal ernsthaft: niemand findet sie schön. Da gibt es höchstens Personen, die einen schon ganz und gar verbrannten Sonntags-Volks-Eintopf noch einmal aufköcheln lassen wollen und behaupten, die Entscheidung, den Kasten zu beseitigen, sei zum einen durch den Gebäudenamen, zum anderen durch den Umstand, dass der (Ver)führer ihrer Großeltern die Halle eingeweiht hat, motiviert. Mit Leuten aus dieser Ecke spiele ich sowieso nicht. Ihnen fehlt jeder ernstzunehmende Sinn für Ästhetik.</p>
<p><img src="http://assets2.qypecdn.net/uploads/photos/0248/4246/Gesamt_gallery2.jpg" width="100%"></p>
<p>Aber an dem Ding klebt die kollektive Berliner Erinnerung.</p>
<p>Im Vorfeld der olympischen Spiele 1936 wird die Halle in der bemerkenswerten Zeit von nur neun Monaten errichtet. Von den Architekten Franz Orthmann und Fritz Wiemer für 10.000 Besucher entworfen, gilt sie als größte Mehrzweckhalle der Welt. Zunächst finden hier Sportveranstaltungen und Massenveranstaltungen der NSDAP statt. </p>
<p><img src="http://assets1.qypecdn.net/uploads/photos/0248/4244/Deutschland_gallery2.jpg"></p>
<p>Im Rahmen der Kolonialshow &#8222;Ki sua he li&#8220; führt Hanna Reitsch 1938 den weltweit ersten Hubschrauber-Hallenflug vor. Sechs Jahre später versucht die Flugenthusiastin Hitler persönlich von ihrer Idee der &#8222;Selbstopfer-Flugzeuge&#8220; zu überzeugen. Es geht um bemannte Bomben, die in Kamikaze-Art als Selbstmordkommandos operieren sollten, geflogen &#8222;von Menschen, die bereit sind, sich selbst zu opfern, in der klaren Überzeugung, dass kein anderes Mittel mehr Rettung bringen konnte,&#8220; wie Reitsch in ihrer zuletzt 2001 aufgelegten Autobiografie &#8222;Fliegen, mein Leben&#8220; schreibt.</p>
<p><img src="http://assets3.qypecdn.net/uploads/photos/0248/4247/Halle_gallery2.jpg"></p>
<p>1937 findet hier die Weltpremiere von &#8222;Menschen &#8211; Tiere &#8211; Sensationen&#8220; statt. Im Januar 1943 machen, während einer ausgebuchten Aufführung dieser Show, britische Bomben das Gebäude zum ersten Mal platt. Bemerkenswerterweise sterben dabei weder Menschen noch Tiere. Von der Halle selbst bleiben allerdings nur Rudimente übrig. Bereits 1949 beschließt der Magistrat von Gesamt-Berlin den Wiederaufbau, allerdings finanziert mit privatem Kapital. Die Wiedereröffnung findet erst 1957 statt. </p>
<p>Es folgen Auftritte der Rolling Stones und von Queen mit Freddie Mercury und dem &#8222;British Tattoo&#8220; mit der Queen als Besucherin, die der Legende nach ihr eigenes mobiles Klosett mit brachte. Dire Straits, Police, Prince, Tina Turner, Udo Jürgens, die Berliner Philharmoniker, Bob Dylan, New Kids on the Block, Boxkämpfe und Kirchentage, Willy Brandt führt durch Knopfdruck das Farbfernsehen ein, Peter Gabriel,  die Fantastischen Vier, die Gründung von &#8222;Brot für die Welt&#8220; und Jimi Hendrix, Holiday on Ice und Johnny Cash, Herbert Grönemeyer und  Sechstagerennen, Muhammad Ali, Santana, Harry Belafonte&#8230;. </p>
<p>Klaus Kinski. 1971. &#8222;Jesus Christus Erlöser&#8220;. Das Genie verspricht die &#8222;erregendste Geschichte der Menschheit&#8220; zu erzählen, von einem der &#8222;furchtlosesten, freiesten, modernsten aller Menschen, der sich lieber massakrieren lässt, als lebendig zu verfaulen.&#8220; Premiere in der Deutschlandhalle. Es kommt zum Eklat, als ein Zwischenrufer seine Vorstellung eines duldsamen Jesus darstellt. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=NJ4feWhLGuE&amp;feature=related">Kinski explodiert.</a></p>
<p>Obwohl ich von je her eher kleine Hallen bevorzuge, bin ich mir doch sicher, Anfang der 80er mindestens ein Konzert in der Deutschlandhalle besucht zu haben. Aber im Gegensatz zu den überschaubaren Konzerten, will sich eine konkrete Erinnerung an die Bands in der Deutschlandhalle nicht einstellen. Aber Trost kam ja schon aus berufenem Munde: Wer sich an die 80er Jahre erinnern könne, habe sie nicht wirklich erlebt&#8230;</p>
<p>Ohne es zu wissen, kennen viele die Deutschlandhalle aus der Verfilmung von &#8222;Christiane F. &#8211; Wir Kinder vom Bahnhof Zoo&#8220;. Hier spielt David Bowie life seinen Song &#8222;Heroes&#8220;. Ein Lied inspiriert von einem Paar, das sich Tag für Tag ausgerechnet bei einer Bank unter einem Wachturm an der Berliner Mauer traf und Bowie während seinen Aufnahmen in den Hansa-Tonstudios auffiel. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=nb6Gbi1MpoE&amp;feature=related">&#8222;Die Mauer im Hochen(?) wird kalt.&#8220;</a></p>
<p>Drei Tage, nachdem die Mauer dann tatsächlich fällt, gibt es noch einmal ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konzert_f%C3%BCr_Berlin">legendäres Konzert</a> in der Halle. Das elfstündige Rockkonzert soll Jugendliche aus der DDR willkommen heißen. BAP, Pankow, Ulla Meinecke, Konstantin Wecker, Silly, Udo Lindenberg, Joe Cocker, Melissa Etheridge und etliche andere sind dabei. Die wunderbaren <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Jex58gPhXFY&amp;feature=related">3 Tornados</a> haben ihren letzten Auftritt. &#8222;Set me free. Konzert für Berlin 12. November 1989&#8243; heißt die filmische Dokumentation von Holger Senft.</p>
<p>Der letzte Zustand der Deutschlandhalle, die braugetünchten Außengänge, die abgestoßenen Ecken allerorten, die altersschwachen Sitze, erinnern an einen überdimensionierten Partykeller, übrig geblieben aus der Zeit, als man eben Partykeller hatte. Die Akustik galt immer als grauenhaft.</p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0248/4248/Schalter_gallery2.JPG"></p>
<p>1998 beschließt der Senat, es solle Schluss sein mit Musikveranstaltungen. 2001 wird die Halle für den Eissport umgebaut und beherbergt, nach dem Abriss der Eissporthalle Jafféstraße, diverse Clubs aus dieser Sparte. </p>
<p>Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf versucht den Abriss zu verhindern. Der Senat zieht das Verfahren an sich. Die Halle sei weder &#8222;technisch noch wirtschaftlich zu betreiben&#8220; meint unsere Stadtentwicklungssenatorin. Die Entscheidung des Abrisses ist gekoppelt an die Entscheidung, das ICC zu sanieren. Der Abriss soll im Laufe des Jahres 2011 erfolgen.  Die landeseigene Messegesellschaft errichtet auf dem Areal eine neue Messehalle. </p>
<p>Das war es dann.</p>
<p>Adresse: Messedamm 26, 14055 Berlin</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/388/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/388/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/388/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/388/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/stroheim.wordpress.com/388/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/stroheim.wordpress.com/388/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/stroheim.wordpress.com/388/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/stroheim.wordpress.com/388/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/388/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/388/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/388/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/388/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/388/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/388/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=388&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ein Zug will erinnern. Die Bahn will es nicht.</title>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 10:38:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der „Zug der Erinnerung“ ist wieder in Berlin. Nach den Stationen in Berlin-Grunewald und Spandau steht er nun in Berlin-Schöneweide. Dort hat die Bürgermeisterin von Treptow-Köpenick eine Einladung ausgesprochen. Das Bezirksarchiv beteiligt sich an der Spurensuche nach den Deportierten, das Schulamt wirbt um den Besuch von Jugendlichen. Schöneweide ist die vorletzte Berliner Station. Zum Fahrtabschluss [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=379&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der „Zug der Erinnerung“ ist wieder in Berlin. Nach den Stationen in Berlin-Grunewald und Spandau steht er nun in Berlin-Schöneweide. Dort hat die Bürgermeisterin von Treptow-Köpenick eine Einladung ausgesprochen. Das Bezirksarchiv beteiligt sich an der Spurensuche nach den Deportierten, das Schulamt wirbt um den Besuch von Jugendlichen. Schöneweide ist die vorletzte Berliner Station. Zum Fahrtabschluss in der Bundeshauptstadt wird der Zug im zentralen Bahnhof Friedrichstraße (Mitte) stehen.<br />
<a href="http://stroheim.files.wordpress.com/2010/05/zug_der_erinnerung.jpg"><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2010/05/zug_der_erinnerung.jpg?w=655" alt="" title="zug_der_erinnerung"   class="aligncenter size-full wp-image-380" /></a><br />
Der „Zug der Erinnerung“ gedenkt der Kinder und Jugendlichen, die während der Nazizeit mit der Deutschen Reichsbahn in Konzentrationslager transportiert wurden. Das staatliche Bahnunternehmen verschleppte etwa 3 Millionen Menschen, darunter eine Million Kinder und Jugendliche. &#8222;Wir wollten nicht das Grauen der Deportationen zeigen, die Leichen. Sondern die Hoffnung der Kinder auf Leben&#8220;, sagt Hans-Rüdiger Minow, Vorsitzender des Vereins &#8222;Zug der Erinnerung&#8220;.  In knappen Biografien bekommen die Gesichter einen Namen und eine Geschichte. Sie endet beinahe immer tödlich: in Auschwitz, Treblinka, Theresienstadt und anderen Konzentrations- und Vernichtungslagern. Nur Wenige haben das Grauen überlebt. Die Rechtsnachfolgerin der Reichsbahn, die Bundesbahn und nach 1993 Deutsche Bahn sperrt sich gegen Gespräche mit den Überlebenden Auch ein Schreiben ehemaliger Deportierter an Verkehrsminister Ramsauer (CDU) ist seit November letzten Jahres unbeantwortet. Umgerechnet 445 Millionen Euro soll die Reichsbahn bis 1945 mit dem Transport in die Konzentrationslager verdient haben. Geld, das die SS den Deportierten abgenommen und pauschal pro Person und Kilometer an die Bahn weitergereicht habe. Die Deutsche Bahn berechnet dem „Zug der Erinnerung“ rund 1000 Euro für jeden Tag, an dem die Initiative die Gleise nutzt. Er wird behandelt wie irgendein Gütertransport. Schon 2008 hatte die Deutsche Bahn mit Hinweis auf die betrieblichen Abläufe immer wieder die Einfahrt des Zuges an großen Bahnhöfen Berlins verwehrt oder verzögert.</p>
<p>Möglicherweise hängt es damit zusammen, dass in einem Waggon auch die Geschichte der Täter erzählt wird, die häufig ihre Karrieren nach der Befreiung nahtlos fortsetzen konnten.</p>
<p><strong>Schöneweide: Montag, 17. Mai bis Mittwoch, 19. Mai<br />
jeweils 8:30 Uhr bis 19:00 Uhr<br />
Friedrichstraße, Gleis 2: Donnerstag, 20. Mai bis Freitag, 21. Mai<br />
jeweils 8:30 Uhr bis 19:00 Uhr<br />
<a href="http://www.zug-der-Erinnerung.eu">http://www.zug-der-erinnerung.eu/</a></strong></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/379/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/379/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/379/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/379/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/stroheim.wordpress.com/379/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/stroheim.wordpress.com/379/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/stroheim.wordpress.com/379/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/stroheim.wordpress.com/379/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/379/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/379/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/379/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/379/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/379/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/379/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=379&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wie ich einmal meinen selbst erteilten Bildungsauftrag am Bahnhof Westhafen erfüllte</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 21:08:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Berliner U-Bahnhof Westhafen wurde im Jahr 2000 nach Entwürfen der Künstlerinnen Francoise Schein und Barbara Reiter sehr ansprechend umgestaltet. Während die Wände des U-Bahnsteigs die Erklärung der Menschenrechte wiedergeben, geht es im Übergang zur S-Bahn zweisprachig um die Erfahrung, die der Dichter Heinrich Heine während seines Exils in Frankreich machen musste. Genauer um die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=370&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Berliner U-Bahnhof Westhafen wurde im Jahr 2000 nach Entwürfen der Künstlerinnen Francoise Schein und Barbara Reiter sehr ansprechend umgestaltet. Während die Wände des U-Bahnsteigs die Erklärung der Menschenrechte wiedergeben, geht es im Übergang zur S-Bahn zweisprachig um die Erfahrung, die der Dichter Heinrich Heine während seines Exils in Frankreich machen musste. Genauer um die Schwierigkeiten, die die Franzosen mit der Aussprache seines Namens hatten. Von Monsieur Heinrich Heine über Monsieur Henri Heine, Monsieur Enri Enn, Monsieur Enrienne zu Monsieur Un Rien (= ein Nichts). Die Berliner Verkehrsbetriebe haben wohl eher ein pragmatisches Verhältnis zur Kunst. Einzelne Zeilen sind nicht mehr lesbar, weil man ein Telefon und einen Geldautomaten davor montiert hat. Das ist kundenfreundlich, denkt sich der Herr BVG-Entscheidungsträger. Das ist serviceorientiert, denkt sich der Herr BVG-Entscheidungsträger und dass es einerlei sei, ob damit der ganze Text nicht mehr funktioniere. Wenn ein modernes Unternehmen hobelt, fallen eben Späne, denkt er und dass die Fahrgäste mit diesem Heine eh nichts anzufangen wissen.</p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0147/7013/Westhafen_2_gallery.jpg?35588" width="100%"></p>
<p>Gestern trat das vom Herrn BVG-Entscheidungsträger imaginierte Zielpublikum in meine Realität. Drei männliche Jugendliche, leicht alkoholisiert, kurzhaarig, teils mit so komischen Deppencaps verunstaltet, die wohl cool wirken sollen, wenn man sie so klein wählt, dass sie gar nicht auf die Hohlköpfe passen können. „Ey wir sin hier in Doitschland, wieso steht hier kein Doitscher?“ gröhlte es aus einem der Hohlköpfe. Ich befand mich in einer Laune, die mich dazu bemüßigte auf den Schreihals zu reagieren: „Heinrich Heine war Deutscher. Es gibt eben auch Deutsche, die Fremdsprachen beherrschen, wenn auch sicher nicht in Eurem Bekanntenkreis.“ Ja, ich weiß, dass das arrogant, überheblich und vielleicht auch ein bisschen gefährlich war, aber auf die Schnelle fiel mir nichts Besseres ein. Die drei schauten sich verwundert an, schauten mich verwundert an. Man sah, wie ihre kleinen Hirne arbeiteten und eine passende Reaktion auf diese Situation zu finden versuchten. Zuschlagen? Irgendetwas erwidern? Nur was? Schließlich zogen sie wort- und reaktionslos weiter. Bildungsauftrag für heute erfüllt, dachte ich. </p>
<p><img src="http://assets2.qypecdn.net/uploads/photos/0147/7016/Westhafen_1_gallery.jpg?35588" width="100%"></p>
<p>Jetzt muss ich nur noch irgendwie auf den Herrn BVG-Entscheidungsträger treffen. Dann erfülle ich meinen selbst erteilten Bildungsauftrag auch an ihm.</p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/32548-U-Bahnhof-Westhafen-Berlin">U-Bahnhof Westhafen</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/370/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/370/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/370/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/370/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/stroheim.wordpress.com/370/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/stroheim.wordpress.com/370/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/stroheim.wordpress.com/370/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/stroheim.wordpress.com/370/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/370/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/370/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/370/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/370/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/370/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/370/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=370&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ja, der Frühling, der Frühling, der Frühling ist hier!</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 11:11:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unerträgliches Gejubel und Gezwitscher allerorten: „Juchee, Juhei, der Frühling kommt, endlich!“ Dabei ist nichts weiter passiert als dass die alljährlichen Temperaturschwankungszyklen den letzten Schnee haben weg schmelzen lassen und der angesammelte Dreck darunter zum Vorschein kam. Ja, oh Wunder, Blumen fangen an zu sprießen und Zugvögel kommen wieder. Hätte Irgendjemand erwartet, dass es dieses Jahr [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=364&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unerträgliches Gejubel und Gezwitscher allerorten: „Juchee, Juhei, der Frühling kommt, endlich!“ Dabei ist nichts weiter passiert als dass die alljährlichen Temperaturschwankungszyklen den letzten Schnee haben weg schmelzen lassen und der angesammelte Dreck darunter zum Vorschein kam. Ja, oh Wunder, Blumen fangen an zu sprießen und Zugvögel kommen wieder. Hätte Irgendjemand erwartet, dass es dieses Jahr ausbleibt?</p>
<p><a href="http://stroheim.files.wordpress.com/2010/03/krokus.jpg"><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2010/03/krokus.jpg?w=655&#038;h=277" alt="" title="Krokus" width="655" height="277" class="aligncenter size-full wp-image-365" /></a></p>
<p>Und mal ehrlich, es gibt wohl kaum ein armseligeres Bild, als einsame Stiefmütterchen oder Krokusse, die durch eine steril begradigte Oberfläche brechen um ihr kurzes und unnützes Erdendasein zu durchlaufen. Trost spendet mir immerhin ein wunderschönes Lied des Altmeisters Georg Kreisler, das mir seit Tagen nicht aus dem Kopf will.</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://stroheim.wordpress.com/2010/03/31/ja-der-fruhling-der-fruhling-der-fruhling-ist-hier/"><img src="http://img.youtube.com/vi/OOqsfPrsFRU/2.jpg" alt="" /></a></span>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/364/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/364/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/stroheim.wordpress.com/364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/stroheim.wordpress.com/364/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/stroheim.wordpress.com/364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/stroheim.wordpress.com/364/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/364/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/364/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/364/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=364&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Krokus</media:title>
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		<title>Die Vorläufer von DiCaprio und Cameron. In der Berliner Chausseestraße wurde der erste Titanic-Film gedreht</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 00:30:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Nachbarschaft ist historisch prominent. Gegenüber steht das Borsighaus, in dem bis 1945 die Verwaltung des Unternehmens seinen Sitz hatte. Zur Linken liegt das Brechthaus, und zur Rechten befindet sich eine ewige Baugrube. Hier hatte einst Karl Liebknecht seine Rechtsanwaltspraxis. In diesen Räumen wurde am 1. Januar 1916 der Spartakusbund gegründet. Kaum jemand weiß, dass [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=336&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nachbarschaft ist historisch prominent. Gegenüber steht das Borsighaus, in dem bis 1945 die Verwaltung des Unternehmens seinen Sitz hatte. Zur Linken liegt das <a href="http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/bertolt-brecht-haus/">Brechthaus</a>, und zur Rechten befindet sich eine ewige Baugrube. Hier hatte einst Karl Liebknecht seine Rechtsanwaltspraxis. In diesen Räumen wurde am 1. Januar 1916 der Spartakusbund gegründet. Kaum jemand weiß, dass auch das Haus in der Chausseestraße 123 eine bemerkenswerte Geschichte erzählen kann. Hier lassen sich Anfänge der Berliner Filmproduktion verorten. Bereits zwei Monate nach dem Untergang der Titanic wurde hier im Juni 1912 die erste Verfilmung der Katastrophe realisiert. </p>
<p><a href="http://stroheim.files.wordpress.com/2010/02/chaussestrase-1.jpg"><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2010/02/chaussestrase-1.jpg?w=462&#038;h=600" alt="" title="Chaussestraße 1" width="462" height="600" class="aligncenter size-medium wp-image-337" /></a></p>
<p>Das langgestreckte Wohn- und Geschäftshaus wurde 1896 von dem Architekten und Zimmermeister Carl Galuschki errichtet. In der Vorderhausfassade aus rotem Sandstein vereinigen sich Elemente verschiedener Epochen. Der Jugendstil dominiert. Die Vorderhausdurchfahrt mit farbig glasierten Fliesen nimmt die Gestaltung der beiden Innenhöfe vorweg. In einem ehemaligen Fotoatelier unter einem Glasdach im Dachgeschoss arbeitet hier der Filmpionier, Technikfreak und Kameramann <a href="http://www.buchhandel.de/WebApi1/GetMmo.asp?MmoId=4583902&amp;mmoType=PDF">Guido Seeber</a> mit der Deutschen Bioscop GmbH seit 1909. Unter anderen entstehen hier die ersten acht großen Filme des Stummfilmstars <a href="http://www.asta-nielsen.de/">Asta Nielsen</a>, ehe das Unternehmen neue Produktionsstätten in Potsdam-Babelsberg errichtet. Von 1912 bis 1918 hatte die Continental-Filmkunst in der Chausseestraße 123 ihren Sitz. </p>
<p><a href="http://stroheim.files.wordpress.com/2010/02/chausseestrase-5.jpg"><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2010/02/chausseestrase-5.jpg?w=600&#038;h=400" alt="" title="Chausseestraße 5" width="600" height="400" class="aligncenter size-medium wp-image-338" /></a></p>
<p>Die erste Verfilmung des Titanic-Untergangs trägt den Titel: „In Nacht und Eis“. Buch und Regie stammen von <a href="http://www.hff-potsdam.de/_deutsch/hochschulbibliothek/veroeffentlichungen/mime-misu.html">Mime Misu</a>, der rumänischer Abstammung war, sich aber auch gerne mal als Amerikaner ausgab. Er agiert auch noch als Darsteller des heroischen Kapitän Smith. Die Kamera führte u.a. Emil Schünemann, der später oft mit Fritz Lang arbeitete. Gedreht wurde an der Ostseeküste, am Grüpelsee in Königs Wusterhausen, wo ein von leeren Bierfässern getragenes Modell Dampf speiend untergehen musste, und eben im Hinterhof der Chausseestraße 123. Ein Reporter des Berliner Tagblattes berichtete über die Dreharbeiten: „Aus den Fenstern der Hinterzimmer sehen, halb neugierig, halb ängstlich, die Mitbewohner auf das seltsame Treiben da unten. Also ein „Aufbau“ wie auf jeder Bühne, nur plein air. Auf die Leinwand ist die Dekoration des Kesselraums gemalt, wirkliche Manometer und wirkliche Luken, durch die dann Dampf und Feuer kommen wird (…) Wirkliche Kohlen werden zugeschaufelt und starke Männer stehen rechts und links von der mit Segeltuch überdeckten Szene, an Riesenfässer gelehnt, aus denen Sturzwellen fließen werden. Ein paar halbnackte Gesellen, berußt, naß, mit wirrem Haar, warten auf das Zeichen des Regisseurs, um die Verzweiflungs-Botschaften des Kapitäns zu vernehmen, der, mit angeklebtem weißem Spitzbart natürlich, im marineblauen Rock inzwischen noch mit den Kurbelmännern an den kinematographischen Apparaten berät. Dann geht´s an. Durch eine nicht allzu komplizierte mechanische Vorrichtung wird die ganze Bühne ins Schaukeln gebracht. (…) Die Komödianten waten über die nasse Leinwand, wälzen sich in den Kohlen, taumeln und fallen in den Maschinenraum, der Kapitän schreit und reißt mit verzweifelten Gebärden an einem Heizer herum, der im Wasser schwimmt. (…) Ein paar Augenblicke war´s wirklich sehr aufregend. Jetzt wird abgebaut. Der Briefträger geht durch den Chausseestraßenhof, über den die Wellen der „Titanic“ eben in den Abflußkanal strömen.“</p>
<p><a href="http://stroheim.files.wordpress.com/2010/02/chaussestrase-2.jpg"><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2010/02/chaussestrase-2.jpg?w=512&#038;h=382" alt="" title="Chaussestraße 2" width="512" height="382" class="aligncenter size-large wp-image-357" /></a></p>
<p>Neben dieser Schilderung der Dreharbeiten, bleiben noch drei Zensurkarten von „In Nacht und Eis“ erhalten. Auf diesen Karten wurden die einzelnen Szenen eines Films festgehalten und vermerkt, ob es behördlicherseits Einwände gegen die Vorführung gab. Der Film selbst galt als verschollen, bis 1998 eine 16-Milimeter-Kopie im Archiv eines privaten Sammlers auftauchte. Weltweit 80 Prozent aller Stumm- und frühen Tonfilme aus der Zeit zwischen 1895 und 1930 <a href="https://www.lost-films.eu/">gelten als verschollen</a>. Der bis in die 50er Jahre übliche Nitrofilm war extrem leicht entflammbar. Feuer zerstörte viele Kinos, Lagerräume und Filmarchive. Beispielsweise brannte 1937 ein Lagerraum von Fox Pictures nieder und mit ihm alle vor 1935 gedrehten Negative. Bei falscher Lagerung zersetzen sich Nitrofilme, genau wie die von Kodak 1940 auf den Markt gebrachten Acetatfilme. </p>
<p><a href="http://stroheim.files.wordpress.com/2010/02/zensurkarte.jpg"><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2010/02/zensurkarte.jpg?w=512&#038;h=382" alt="" title="Zensurkarte" width="512" height="382" class="aligncenter size-large wp-image-339" /></a></p>
<p>Die meisten verschwundenen Filme wurden jedoch absichtlich zerstört. Abgenutzte Kopien und Filme wurden von den Studios eingeschmolzen, um den enthaltenen Silberanteil zu gewinnen. Mindestens dreimal gab es Vernichtung im großen Stil: Um 1915, als Langfilme zur Norm wurden, zerstörte man zahlreiche, nicht mehr auswertbare Kurzfilme. Ende der 20er, als der Tonfilm sich durchsetzte, wurden Massen von Stummfilmen vernichtet. Vieles, was diese Säuberungen überstand, wurde dann ab den 40ern vernichtet, als man ausgesuchte Nitrofilme auf nichtbrennbares Material kopierte und den Rest aus Sicherheitsgründen vernichtete.</p>
<p><a href="http://stroheim.files.wordpress.com/2010/02/chausseestrase-31.jpg"><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2010/02/chausseestrase-31.jpg?w=512&#038;h=466" alt="" title="chausseestraße 3" width="512" height="466" class="aligncenter size-large wp-image-346" /></a></p>
<p>Aber zurück zur Chausseestraße. Die Continental-Studios drehten dort noch zahlreiche Filme, u.a. mit <a href="http://www.steffi-line.de/archiv_text/nost_film20b40/38_piel.htm">Harry Piel</a>, dem legendären Detektivdarsteller, und mit dem populären Regisseur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joe_May">Jo May</a>. Nach dem Ende des 1. Weltkriegs übernimmt die Argus-Film GmbH die Räume. Der junge Ernst Lubitsch dreht in der Chausseestraße wiederum mit Asta Nielsen. Später hatten hier kleinere Filmfirmen ihren Sitz. 1922 residierte in dem Gebäude beispielsweise eine Nobody Film GmbH. 1938 zieht die Werkzeug-Handels-Abteilung und die Betriebskrankenkasse der AEG ein. Zu DDR-Zeiten war hier die Konzert- und Gastspieldirektion Berlin untergebracht und nach der Wende für ein paar Jahre der Museumspädagogische Dienst. In den 90ern erledigte ich für letzteren auch einige Jobs. Von meinem Bürofenster aus konnte ich über den Hinterhof auf die Friedhöfe der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinden sehen. Gerüchteweise hörte ich von dem ehemaligen Filmatelier, aber es war unmöglich einen Blick in die Räume zu werfen, da sie baupolizeilich gesperrt waren. Das Gebäude wurde 2008 von einem privaten Investor saniert. Heute befinden haben sich hier überwiegend Werbeagenturen eingemietet. Die renommierte Akademische Buchhandlung Paul Schober, die einige Jahrzehnte im Vorderhaus ansässig war, musste 2002 schließen. Einen Nachfolger gibt es bisher nicht.</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://stroheim.wordpress.com/2010/02/20/die-vorlaufer-von-dicaprio-und-cameron-in-der-berliner-chausseestrase-wurde-der-erste-titanic-film-gedreht/"><img src="http://img.youtube.com/vi/ZAGoPTzf4PQ/2.jpg" alt="" /></a></span>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://stroheim.wordpress.com/2010/02/20/die-vorlaufer-von-dicaprio-und-cameron-in-der-berliner-chausseestrase-wurde-der-erste-titanic-film-gedreht/"><img src="http://img.youtube.com/vi/D8t1XqsfhLQ/2.jpg" alt="" /></a></span>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://stroheim.wordpress.com/2010/02/20/die-vorlaufer-von-dicaprio-und-cameron-in-der-berliner-chausseestrase-wurde-der-erste-titanic-film-gedreht/"><img src="http://img.youtube.com/vi/Ozw8ksvka_U/2.jpg" alt="" /></a></span>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://stroheim.wordpress.com/2010/02/20/die-vorlaufer-von-dicaprio-und-cameron-in-der-berliner-chausseestrase-wurde-der-erste-titanic-film-gedreht/"><img src="http://img.youtube.com/vi/XXbysaoJO74/2.jpg" alt="" /></a></span>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/336/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/336/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/336/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/336/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/stroheim.wordpress.com/336/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/stroheim.wordpress.com/336/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/stroheim.wordpress.com/336/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/stroheim.wordpress.com/336/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/336/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/336/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/336/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/336/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/336/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/336/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=336&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Chaussestraße 1</media:title>
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			<media:title type="html">Chausseestraße 5</media:title>
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			<media:title type="html">Chaussestraße 2</media:title>
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			<media:title type="html">Zensurkarte</media:title>
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			<media:title type="html">chausseestraße 3</media:title>
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		<title>Die goldenen 20er in Blau &#8211; Heinrich am Rosa-Luxemburg-Platz</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 23:38:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Meine Idee war, mit einem guten Freund eine Reihe von unhippen Berliner Kneipen zu entdecken. Ich schlug ihm vor, am ersten Abend mit dem ”Kaputten Heinrich” zu beginnen. Aber mein Plan ging nicht auf. Nö, kaputte Kneipen hätte er in seinem Leben genug gehabt. Folgerichtig landeten wir im Heinrich. Dieses Restaurant ist alles Andere als [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=331&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Idee war, mit einem guten Freund eine Reihe von unhippen Berliner Kneipen zu entdecken. Ich schlug ihm vor, am ersten Abend mit dem <a href="http://www.qype.com/place/23154-Kaputter-Heinrich-Berlin">”Kaputten Heinrich”</a> zu beginnen. Aber mein  Plan ging nicht auf. Nö, kaputte Kneipen hätte er in seinem Leben genug gehabt. Folgerichtig landeten wir im Heinrich. Dieses Restaurant ist alles Andere als unhipp. Dafür sorgen schon die Inhaber Florentine Joop, jüngste Tochter des Mode-Joops und ihr Ehemann der Koch Heinrich Beckmann. Sie betrieben zuvor das Restaurant Barokoko am Nauener Platz in Potsdam. Man möchte an die „Goldenen Zwanziger Jahre“ anknüpfen. Irgendwo habe ich gelesen, dass es sogar Berliner Gerichte der 20er Jahre geben soll. Das ist natürlich Quatsch, denn die Berliner Küche der 20er Jahre unterschied sich wohl kaum von der, der 10er oder 30er Jahre, abgesehen natürlich von der Mangelversorgung im 1. Weltkrieg und dem was, man später zugestanden bekam, wenn man nicht zur Volksgemeinschaft gerechnet wurde. Hunger und Hungerrevolten gab es übrigens auch im Berlin der 20er Jahre. Aber ich schweife ab.</p>
<p>Hinter der denkmalgeschützten Fassade findet man sich in einer Innenausstattung im Stil des „Art Deco“ wieder, zwar nicht immer konsequent und mit einigen Brüchen umgesetzt. Dennoch empfinde ich das Ambiente des hohen, saalartigen Hauptraums als besonders wohltuend. Über eine Treppe erreicht man eine Galerie, ausgestattet mit Club- und Plüschsesseln. Von den Fensterplätzen aus blickt man auf die nahe Volksbühne. Die Farbe Blau dominiert. </p>
<p>Der Service ist aufmerksam. Die Karte angenehm überschaubar. Man verspricht mit saisonal frischen Zutaten zu kochen. Dass nur zwei offene Rotweine auf der Karte stehen ist etwas schwach. Dafür gibt es Staropramen vom Fass.</p>
<p>Der Freund und ich konnten uns Beide nicht zwischen zwei Gerichten entscheiden. Nach einem Sching-Schang-Schong-Urteil, bekam er den „Stolzen Heinrich“, eine Bratwurst in Biersauce mit Kartoffelpüree und Rotkohl. Mir servierte man eine Kalbsleber mit Kartoffelpüree, Zwiebeln und Äpfeln. Abgesehen davon, dass von den zwei (unterschiedlich dicken) Leberstücken das eine etwas zu lange und das andere etwas zu wenig lange gebraten hatte, war Alles sehr ordentlich, aber auch nicht mehr. Es gibt sicherlich Orte wo man ähnliche Qualität preiswerter bekommt. Dafür dann aber auch nicht in so einem Ambiente.</p>
<p>Am Nebentisch saß ein älteres Paar, das mit wichtiger Mine und einem eigenartigen Automatismus jeden Teller fotografierte, der ihnen serviert wurde. Nicht sehr charmant wanderten die entsprechenden Anweisungen dazu vom männlichen zum weiblichen Part. Bestimmt schreiben die für irgend so ein ominöses Online-Bewertungs-Portal…  </p>
<p>In meinen Ohren der größte Pluspunkt ist die Musik, die hier gespielt wird. Sie stammte während meiner Anwesenheit tatsächlich aus den 20er Jahren. Es war, als hörte ich meine eigene Schellackplattensammlung – nur die Arbeiterlieder fehlten. Allein dafür werde ich wieder kommen. Aber zunächst stehen zwei total unhippe Lokalitäten im Wedding an. Dazu konnte in den Freund im Laufe des Abends überreden.</p>
<p>Rosa-Luxemburg-Str. 39-41<br />
10178 Berlin<br />
Tel: 030 1389 9906</p>
<p>http://www.heinrich-restaurant.de/</p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/1200202-HEINRICH-Berlin">HEINRICH</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://stroheim.wordpress.com/2010/01/19/qype-heinrich-in-berlin/"><img src="http://img.youtube.com/vi/4iu-v1FJN98/2.jpg" alt="" /></a></span>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/331/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/331/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/stroheim.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/stroheim.wordpress.com/331/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/stroheim.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/stroheim.wordpress.com/331/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/331/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/331/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/331/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/331/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=331&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Von Ratten und Schmeißfliegen</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 21:58:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wer eine Ausstellung über „Ratten und Schmeißfliegen“ sehen möchte, hat dazu noch bis Ende Januar in Berlin Gelegenheit. Dabei geht es nicht, wie in den Zitaten von Franz Josef Strauß von 1978 und Edmund Stoiber von 1980, um CSU-kritische Journalisten und Schriftsteller. Es geht auch nicht um Juden, wie in dem NS-Propagandafilm ”Der ewige Jude”, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=323&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer eine Ausstellung über „Ratten und Schmeißfliegen“ sehen möchte, hat dazu noch bis Ende Januar in Berlin Gelegenheit. Dabei geht es nicht, wie in den Zitaten von <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14327657.html">Franz Josef Strauß</a> von 1978 und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=uF6u0S61soI">Edmund Stoiber</a> von 1980, um CSU-kritische Journalisten und Schriftsteller. Es geht auch nicht um Juden, wie in dem NS-Propagandafilm <a href="http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/kunst/ewigejude/index.html">”Der ewige Jude”</a>, dessen Autor, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eberhard_Taubert">Eberhard Taubert</a>, Richter am Volksgerichtshof, Referent beim Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda und später dann Berater eben dieses Franz Josef Strauß war.</p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0126/1870/Der_ewige_Jude_gallery.jpg?32445" width="100%"></p>
<p>In der Ausstellung <a href="http://www.stadtmuseum.de/index3.php?museum=ns&amp;id=380">„Berliner – nie allein zu Haus! – (Un)heimliche Tiere in Haus und Garten“</a> geht es um reales, größeres und kleineres Geziefer. Flöhe, Läuse oder Wanzen, Buchskorpione, Schmeißfliegen, Automarder, Stadtfüchse und Wildschweine, alles was der Berliner sich gerne nach Hause einlädt und was gerne mal beim Berliner zu Hause vorbeischaut, wird hier recht anschaulich dargestellt. Über Ratten erfährt man nicht nur, wie man sie bekämpft, sondern kann sich auch ein Faltblatt über die artgerechte Haltung der Tiere mitnehmen. Wer weiß schon, dass die Hausratte in Berlin seit ca.1930 ausgestorben ist und es die anpassungsfähigeren Wanderratten sind, die uns gelegentlich via Kloschüssel einen Besuch abstatten? Oder dass es in Berlin noch in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Malariaepidemien gab? </p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0126/1668/Bild4_gallery.jpg?32445" width="70%"></p>
<p>In einem Hotelparkhaus am Alexanderplatz hat sich ein <a href="http://www.morgenpost.de/jahresrueckblick2008/juni/article997152/Hotel_bittet_um_Diskretion_fuer_Waschbaer_Alex.html"> Waschbär </a> eingerichtet, im Kita-Garten der Tochter tauchte ein junger Fuchs auf, auf den Köpfen der Kinder immer wieder Läuse. Selbst <a href="http://www.welt.de/print-welt/article237274/Schweine_am_Alexanderplatz.html">Wildschweine</a> unternehmen ja gelegentlich Ausflüge zum Alexanderplatz. Da ist es nur gut, wenn man sich etwas vertraut gemacht hat mit dem Viehzeug und nicht so dämlich da steht wie ich neulich, als ich im <a href="http://www.qype.com/place/153022-Waldhaus-an-der-Havelchaussee-Berlin">Restaurant Waldhaus</a> an der Havelchaussee ein Stück Wildschweinbraten verspeist hatte. Die Dunkelheit überraschte mich an der Bushaltestelle. Ein beängstigendes Rascheln kam immer näher und als Verursacher war bald eine Wildschweinrotte ausgemacht. „Jetzt rächen sie sich! Jetzt rächen Sie sich!“ waren meine letzten Gedanken bevor endlich der Linienbus eintraf und mich aus meiner misslichen Lage befreite. In der Ausstellung lernt man, <a href="http://www.welt.de/welt_print/article1879700/Foerster_warnen_vor_den_Wildschwein_Familien.html"> dass auch anders miteinander umgegangen werden kann</a>, wie dieses Foto (Quelle: Stadtmuseum Berlin | Berliner – nie allein zu Haus ! | c) Michael Setzpfandt) zeigt:</p>
<p><img src="http://assets3.qypecdn.net/uploads/photos/0126/0767/Wildschwein_gallery.jpg?32445" width="100%"></p>
<p>Mein Lieblingsexponat ist ein Stück Milbenkäse aus Thüringen. Es war mir aber unmöglich davon abzubeißen, da man ihn wohlweislich hinter einer Glasscheibe platziert hat:</p>
<p><img src="http://assets3.qypecdn.net/uploads/photos/0126/1663/Bild_2_gallery.jpg?32445" width="70%"></p>
<p>Auch berufliche Perspektiven werden aufgezeigt. Wenn gar nichts mehr geht, kann man immer noch ein Insektenhotel aufmachen:</p>
<p><img src="http://assets3.qypecdn.net/uploads/photos/0126/1662/Bild1_gallery.jpg?32445" width="150%"></p>
<p>Wenn man in Berlin doppelt sieht, muss das nicht am übertriebenen Alkoholkonsum liegen. Hervorgerufen durch die Teilung der Stadt gab es zahlreiche Institutionen im Osten und im Westen. Ob Flughäfen, Opernhäuser, Staatsbibliotheken, Planetarien, Funk- bzw. Fernsehtürme: „Was ihr habt, wollen wir auch haben und zwar schöner, höher und pompöser“, lautete die Maxime in beiden Teilen der Stadt. So wurde auch die naturwissenschaftliche Sammlung von einem Förderkreis angelegt, dessen Ziel es war, ein Naturkundemuseum in Westen zu etablieren, als Gegenpart des traditionellen Hauses, das im Ostteil der Stadt lag. Der Vater einer Kollegin, Professor der Paläontologie, war dort Mitglied. Von daher hatte es sich in der Familie etabliert, allerhand totes Getier, das sich so ansammelt, im Kühlschrank aufzubewahren bis man es zum Präparieren einem Museum übereignen konnte. Gab öfter mal Ärger in der WG&#8230;</p>
<p><img src="http://assets2.qypecdn.net/uploads/photos/0126/1908/Bild5_gallery.jpg?32445" width="100%"></p>
<p>Seit 1987/88 ist die Sammlung in einem von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Sch%C3%BCler">Ralf Schüler</a> und Ursulina Schüler-Witte entworfenen Gebäudekomplex in unmittelbarer Nähe des Schloßes Charlottenburg untergebracht. Nach der Wende wurde sie in die Stiftung Stadtmuseum Berlin eingegliedert, und musste sich einen deutlichen Berlinbezug zulegen. So ist beispielsweise ein Forschungs- und Sammlungsschwerpunkt „Bären als Wappentier Berlins“. Von Zeit zu Zeit zeigt man Sonderausstellungen.</p>
<p>Naturwissenschaftliche Sammlung<br />
Schloßstr. 69<br />
14059 Berlin<br />
Tel.: 030 3425030</p>
<p>http://www.stadtmuseum.de/index3.php?museum=ns&#038;id=380</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://stroheim.wordpress.com/2010/01/11/qype-naturwissenschaftliche-sammlung-in-berlin/"><img src="http://img.youtube.com/vi/oAaPDLnh3Kw/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/357571-Naturwissenschaftliche-Sammlung-Berlin">Naturwissenschaftliche Sammlung</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/323/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/323/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/stroheim.wordpress.com/323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/stroheim.wordpress.com/323/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/stroheim.wordpress.com/323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/stroheim.wordpress.com/323/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/323/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/323/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/323/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=323&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Der Weihnachtsmann ist käuflich</title>
		<link>http://stroheim.wordpress.com/2009/12/23/der-weihnachtsmann-ist-kauflich/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 20:11:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe eine starke Affinität zu Weihnachten. Schon immer und ungebrochen. Selbst als ich vor langer Zeit als Nachwuchsautonomer auf der traditionellen Heiligabenddemo „Frohes Fest – Cholera und Pest!“ skandierte, richtete sich das keineswegs gegen Weihnachten als Institution. Ein paar Jahre später trug ich mit einigen anderen studentischen Weihnachtsmännern ein Transparent an der Spitze einer [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=319&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe eine starke Affinität zu Weihnachten. Schon immer und ungebrochen. Selbst als ich vor langer Zeit als Nachwuchsautonomer auf der traditionellen Heiligabenddemo „Frohes Fest – Cholera und Pest!“ skandierte, richtete sich das keineswegs gegen Weihnachten als Institution. Ein paar Jahre später trug ich mit einigen anderen studentischen Weihnachtsmännern ein Transparent an der Spitze einer winterlichen Streikdemo. „Mit Heckelmann, Landowsky und Co wird keines Eurer Kinder froh“ warnten wir mit rauschebartbasierter Autorität die Eltern des zukünftigen Akademikernachwuchses vor der damaligen reaktionären Berliner Politikerkaste. Das Vermummungsverbot traute sich die Polizei natürlich nicht durchzusetzen. Die anwesenden Pressefotografen hätten zu gerne Bilder von Polizisten, die auf Weihnachtsmänner einschlagen, geschossen. </p>
<p>Am nächsten Tag stand ich dann im selben Outfit vor einem Herrenbekleidungsgeschäft und verteilte Süßigkeiten. Man konnte mich mieten. Seit etlichen Jahrzehnten vermittelt die studentische Arbeitsvermittlung „Heinzelmännchen“ Weihnachtsmänner (und mittlerweile auch Engel). Im Jahr erfüllten 500 Weihnachtsmänner 5.000 Bestellungen. Der Standardpreis (Heiligabend, Berliner Stadtgebiet, Familie mit bis zu drei Kindern) liegt mittlerweile bei 31 Euro.</p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0122/7743/Weihnachtsmann_gallery.jpg?32175" width="100%"></p>
<p>Viele Jahre schmiss ich mich in den roten Fummel, betröpfelte meine Brille mit Antibeschlagmittel, und kurvte mit meinem kleinen Suzuki-Bus durch mein Einsatzgebiet. Dabei hörte ich lautstark Weihnachtslieder vorwiegend angloamerikanischer Provenienz, je sentimentaler desto besser. Mein Areal umfasste Teile des eigenheimdominierten Britz und der Gropiusstadt. Genau der Trabantenstadt, die man von Christiane F. kennt. In 20-Minuten-Takten trieb es mich in immer neue Wohnzimmer, wo ich Berliner Gören lobte und ihnen behutsame Verhaltensverbesserungsvorschläge unterbreitete, riesige Geschenkehaufen niedermachte, auf Dutzende Videos gebannt wurde und – nachdem ich oft darauf bestehen musste, dass sowohl der Fernseher als auch der Plattenspieler abgeschalten wurde &#8211; mit Inbrunst Weihnachtslieder schmetterte. Bei manchen Familien wäre ich gerne geblieben, bei anderen dankte ich dem Himmel, dass ich da so schnell wieder raus kam…</p>
<p>Übrigens waren auch Jürgen von der Lippe und Karl Dall in jungen Jahren als Weihnachtsmänner bei den Heinzelmännchen tätig!</p>
<p><img src="http://assets1.qypecdn.net/uploads/photos/0122/7744/Weihnachtsmann2_gallery.jpg?32175" width="100%"></p>
<p>Ein Abend hat sich mir besonders eingeprägt. Die Erzieherinnen einer jugendlichen Wohnheimgruppe hatten es lustig gefunden mich zu bestellen. Die Jugendlichen fanden das nicht lustig. Sie reagierten auf keine meiner Bemühungen. Irgendwann gab ich auf und tat etwas, was Weihnachtsmännern strengstens verboten ist: Ich nahm meinen Bart ab und bat um ein Bier und eine Zigarette. Das taute die Atmosphäre etwas auf. Ich hatte dennoch beschlossen für diesen missglückten Auftritt auf mein Honorar zu verzichten. „Wieso das denn?“ fragte die Betreuerin “so viel wie mit Ihnen haben die Jungs mit uns noch nie gesprochen…“ Fünf Minuten später fand ich mich vor einer riesigen Festtagstafel, um die sich, dominiert von einem Patriarchen, der mich verdächtig an Mario Adorf erinnerte, eine vielköpfige Großfamilie versammelt hatte. Etwas beschwingt von dem gerade konsumierten Bier behauptete ich, dass irgendjemand bei `Oh Tannenbaum´ gebrummt hätte. „Ich glaube, Du bist das!“ wies der Weihnachtsmann auf den Alten. Plötzlich herrschte Totenstille, manches Gesicht wirkte recht erschrocken. Mario glubschte mich ungläubig an: „Du singst jetzt mal alleine `Oh Tannenbaum´“ befahl ich ihm. Er zögerte etwas, dann brummte er los. Erst unsicher, dann mit zunehmender Begeisterung. Als er fertig war, grinste er übers ganze Gesicht, alles klatschte und jubelte und mir bleib nur ein leises „Geht doch“. Als man mir dann im Flur den vorbereiteten Umschlag mit dem Honorar gab, kam Mario noch schnell raus und drückte mir verschmitzt grinsend zusätzliche 50 Mark in die Hand.</p>
<p>Gleich anschließend ging es mit dem stinkenden Fahrstuhl in eine Sozialwohnung im siebten Stock. Die Wohnung war nur rudimentär möbliert. In einem Sessel hatte sich der männliche Part der Familie platziert. Aggressiv und fischäugig glotzte er mich an und versuchte irgendetwas zu artikulieren. Vergeblich, es war schon zu viel Alkohol in ihm. Die Mutter blickte mich mit einem verheulten Gesicht wie einen Eindringling an und wirkte auf seltsame Art entrückt. Dann noch zwei Mädchen, die Ältere gerade zehn Jahre alt, ihre kleine Schwester vielleicht vier. Sie versuchten den Schein einer fröhlichen Weihnacht aufrecht zu erhalten. Die Zehnjährige hatte mit der Kleinen ein ellenlanges Gedicht einstudiert. Das diese jetzt vortrug, während die große Schwester aufmunternd weiterhalf, wenn es mal stockte. Wenig später konnte man einen heulenden Weihnachtsmann aus dem Haus kommen sehen.</p>
<p>Weihnachtsmannvermittlung des Studentenwerks Berlin<br />
Hardenbergstr. 34<br />
10623 Berlin</p>
<p>http://www.berliner-weihnachtsmann.de</p>
<p>030 84312212<br />
weihnachtsmann@studentenwerk-berlin.de</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://stroheim.wordpress.com/2009/12/23/der-weihnachtsmann-ist-kauflich/"><img src="http://img.youtube.com/vi/C19_Yv-LyGc/2.jpg" alt="" /></a></span>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/319/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/319/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/stroheim.wordpress.com/319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/stroheim.wordpress.com/319/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/stroheim.wordpress.com/319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/stroheim.wordpress.com/319/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/319/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/319/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/319/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=319&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Orion ohne Erinnerung</title>
		<link>http://stroheim.wordpress.com/2009/11/25/qype-orion-in-kremmen/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 09:46:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Sand gebaut]]></category>
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		<category><![CDATA[Ingenieursunterkünfte]]></category>
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		<description><![CDATA[Kurz hinter Staffelde fiel die Tochter in den Schlaf, was allerdings nicht viel änderte, denn als Kartenleserin war sie auch schon vorher ein Totalausfall. Na ja, von einer Zweijährigen darf man in diesem Metier wohl auch nicht zu viel erwarten. „Umwege erhöhen die Ortskenntnis“ ist ein Motto, dem ich schon immer viel abgewinnen konnte. Ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=315&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz hinter Staffelde fiel die Tochter in den Schlaf, was allerdings nicht viel änderte, denn als Kartenleserin war sie auch schon vorher ein Totalausfall. Na ja, von einer Zweijährigen darf man in diesem Metier wohl auch nicht zu viel erwarten. „Umwege erhöhen die Ortskenntnis“ ist ein Motto, dem ich schon immer viel abgewinnen konnte. Ich hasse Navigationsgeräte, nicht nur weil ich mir nicht gerne sagen lasse, wo es für mich langzugehen hat. Mir genügen flüchtige Blicke in die Karte und ansonsten orientiere ich mich am Stand der Sonne. Jedenfalls hatten wir wohl eine entscheidende Abfahrt verpasst, als wir mit dem Auto auf dem Weg nach Linum waren, um uns dort Kraniche anzuschauen. </p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0117/8129/Orion_gallery.jpg?31338" width="100%"></p>
<p>Orion. Ein witziger Name für einen Brandenburger Ort. Ich bog spontan von der Hauptstraße ab und hielt nach Spannendem Ausschau. Keine Raumstation, nichts Erotisches, nur Einfamilienhäuser. Der Ort Orion wirkte sehr langweilig. Es war auch später nicht leicht, etwas über ihn zu erfahren. Die Geschichte ist nicht witzig. Der Ursprung des Ortes liegt in der Nazizeit. In einer Rüstungsfabrik auf einer Waldlichtung ließen die Faschisten Leuchtspurmunition fertigen. Daher der Name des Ortes. Geblieben von damals sind nur drei verklinkerte Ingenieursunterkünfte und ein ebenfalls mit Klinkern versehenes Abwassernetz. Irgendwo soll es auch noch die Abschussrampen geben, von denen aus bei Tests die Leuchtmunition ins Kremmener Luch geschossen wurde. An die Zwangsarbeiter, die hier leiden mussten, erinnert vor Ort nichts. Absolut nichts.  Anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus im Mai 2005 wurden von der Lokalen-Agenda-21-Gruppe gemeinsam mit der Stadt Kremmen – zu der Orion mittlerweile gehört – und mit Unterstützung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ drei ehemalige ukrainische Zwangsarbeiterinnen, die in ihrer Jugend in der Munitionsfabrik Orion ausgebeutet wurden, eingeladen und betreut. Immerhin.</p>
<p><img src="http://assets3.qypecdn.net/uploads/photos/0117/8128/Orion2_gallery.jpg?31338" width="100%"></p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/1100924-Orion-Kremmen">Orion</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/315/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/315/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/stroheim.wordpress.com/315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/stroheim.wordpress.com/315/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/stroheim.wordpress.com/315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/stroheim.wordpress.com/315/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/315/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/315/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/315/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=315&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Staatspropaganda am Deutschen Historischen Museum</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 20:44:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Netz gefischt]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Sommersprossen]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Zeughaus]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutsches Historisches Museum]]></category>
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		<category><![CDATA[Fremde]]></category>
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		<category><![CDATA[Kulturstaatsminister]]></category>
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		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Mitte Oktober kann man sich im Deutschen Historischen Museum (DHM) die Ausstellung „Fremde? Bilder von den `Anderen´ in Deutschland und Frankreich seit 1871“ ansehen. Ein deutsch-französisches Kuratorenteam hat die Schau gestaltet, die vorher bereits im Pariser Migrationsmuseum zu sehen war. Im letzten Teil geht es um den Umgang der EU mit Flüchtlingen. Nach Informationen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=306&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Mitte Oktober kann man sich im Deutschen Historischen Museum (DHM) die Ausstellung <a href="http://www.dhm.de/ausstellungen/fremde/index.html">„Fremde? Bilder von den `Anderen´ in Deutschland und Frankreich seit 1871“</a> ansehen. Ein deutsch-französisches Kuratorenteam hat die Schau gestaltet, die vorher bereits im Pariser Migrationsmuseum zu sehen war. Im letzten Teil geht es um den Umgang der EU mit Flüchtlingen. Nach Informationen der <a href="http://www.zeit.de/2009/47/Zensur-Fremde">Zeit</a> sollte ursprünglich auf der Texttafel 158 stehen: „Während innerhalb Europas die Grenzen verschwinden, schottet sich die EU zunehmend nach außen ab. Die `Festung Europa´ soll Flüchtlingen verschlossen bleiben.“ Angeblich auf Drängen des Kulturstaatsministers Bernd Neumann wurde der Text wie folgt geändert: „Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördert staatlicherseits die Integration von Zuwanderern in Deutschland.“</p>
<p>Jochen Oltmer, Historiker am Institut für Migrationsforschung der Universität Osnabrück und einer der drei wissenschaftlichen Beiräte der Ausstellung spricht von Zensur. Der DHM-Direktor Hans Obermeyer erklärt in einer Pressemitteilung, dass er wie üblich dem zuständigen BKM-Referat die Ausstellungstexte zur Verfügung gestellt habe. Es habe „berechtigte Rückfragen“ dieses Referates bezüglich des oben zitierten Textes gegeben. Das habe Obermeyer zum Anlass genommen, „in eigener Verantwortung Modifizierungen vorzunehmen.“ Eine politische Einflussnahme oder gar Zensur hätte es nicht gegeben. Der <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/Migration-DHM;art772,2947641">Tagesspiegel</a> berichtet, dass ihm gegenüber Mitarbeiter des Museums bestätigt hätten, dass Neumanns Apparat Druck ausgeübt habe, auch wenn die offizielle Version anders laute. </p>
<p>Wie dem auch sei, ausgerechnet zum 20. Jahrestag den Mauerfalls, wo überall an die Überwindung eines dirigistischen Systems erinnert wird, sind peinliche Parallelen nicht von der Hand zu weisen. In der DDR residierte das Museum für Deutsche Geschichte im Berliner Zeughaus. Es wurde direkt vom Zentralkomitee der SED kontrolliert. Nach der Wiedervereinigung zog an diesen Ort das DHM. Es sollte sich jeglicher Einmischung des Staates entziehen. Freiheit der Wissenschaft, Meinungspluralität und Zivilcourage sind wohl eher für Jubiläumsreden geeignet und nicht so sehr als Maxime des Umganges eines Ministeriums mit einer autonomen Bildungseinrichtung. Schade, eigentlich.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/306/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/306/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/306/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/306/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/stroheim.wordpress.com/306/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/stroheim.wordpress.com/306/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/stroheim.wordpress.com/306/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/stroheim.wordpress.com/306/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/306/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/306/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/306/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/306/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/306/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/306/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=306&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Häuptling Eigener Herd &#8211; Die Vierzigste</title>
		<link>http://stroheim.wordpress.com/2009/11/10/qype-hauptling-eigener-herd-in-stuttgart/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 00:44:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nicht Brot allein]]></category>
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		<category><![CDATA[Analogkäse]]></category>
		<category><![CDATA[Frankenstein]]></category>
		<category><![CDATA[Häuptling Eigener Herd]]></category>
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		<category><![CDATA[Kulinarische Kampfschrift]]></category>
		<category><![CDATA[Rattelschneck]]></category>
		<category><![CDATA[Vincent Klink]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsgeschenk]]></category>
		<category><![CDATA[Wiglaf Droste]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt ist die 40. Ausgabe erschienen. Sie trägt den Titel „Frankenstein“. Kulinarisch fällt einem dazu spontan Einiges ein. Aber der „Häuptling Eigener Herd“ wäre nicht er selbst, wenn den Autoren nicht noch ein wenig mehr einfiele. Rolf Cantzen und Bodo Dringenberg werfen einen bestens recherchierten Blick in die Kochtöpfe der Kannibalen, Thomas Vilgris setzt sich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=301&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt ist die 40. Ausgabe erschienen. Sie trägt den Titel „Frankenstein“. Kulinarisch fällt einem dazu spontan Einiges ein. Aber der <a href="http://www.haeuptling-eigener-herd.de">„Häuptling Eigener Herd“</a> wäre nicht er selbst, wenn den Autoren nicht noch ein wenig mehr einfiele. Rolf Cantzen und Bodo Dringenberg werfen einen bestens recherchierten Blick in die Kochtöpfe der Kannibalen, Thomas Vilgris setzt sich mit dem medialen Hype um den Analogkäse auseinander, der Restaurantkritiker Jörg Zipprick erinnert wehmütig an den Film <a href="http://www.youtube.com/watch?v=HoK8LSDR6G4">„Brust oder Keule“</a> von Louis den Funès und lässt die Molekularküche alt aussehen. Aber auch Schaumschläger wie der „FAZ-Großkritiker“ <a href="http://www.juergen-dollase.de/">Jürgen Dollase</a>, der seine Leser mit Begriffen wie „Texturerwartung“,  „Ressentiment-Küche“ oder „Subtilitätsgewinn“ malträtiert, bekommen ihr Fett weg. Vincent Klink steuert „eines der wichtigsten Rezepte des Abendlandes“ bei, um nur einige Beiträge zu erwähnen. Das Ganze ist diesmal mit Zeichnungen von Rattelschneck illustriert. </p>
<p><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/11/hauptling.jpg?w=163&#038;h=300" alt="Häuptling" title="Häuptling" width="163" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-303" /></p>
<p>Vergaß ich zu erwähnen, dass der „Häuptling Eigener Herd“ die von Sterne- und Fernsehkoch Vincent Klink (<a href="http://www.wielandshoehe.de/">Restaurant Wielandshöhe</a>) und Satiriker <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiglaf_Droste">Wiglaf Droste</a> gemeinsam herausgegebene, etwas andere literaturkulinarische Zeitschrift ist? Sie erscheint „so vierteljährlich wie möglich“. Wesentlicher Auslöser für ihr Auftauchen in der Welt vor zehn Jahren war, dass man Klink, als einem Herausgeber des Kulinarischen Almanachs bei Klett-Cotta, still und heimlich, ohne Rücksprache ein Gedicht entfernt hatte. Seitdem tanzt der Häuptling unter dem Motto „Wir schnallen den Gürtel weiter“ auf dem dünnen Seil zwischen Geschmack und Geschmacklosigkeit. Jedes Heft ist einem speziellen Thema gewidmet und wird jeweils durchgehend von wechselnden Zeichnern bebildert. Die „kulinarische Kampfschrift“ kostet im Abo für 4 Ausgaben 54.- Euro, das Einzelheft 14,90. Ich lasse mir jedes Jahr ein Abo zu Weihnachten schenken. Wenn die Post dann eine Ausgabe bringt, lese ich sie mehr oder weniger am Stück durch. Das „Lebensmittel für Hirn und Wanst“ ist das Geschenk für Jeden, der sich für Genuss und Literatur begeistern kann. Mehr Geschenktipps sind von mir bis Weihnachten nicht zu erwarten!</p>
<p>Alte Weinsteige 71, c/o Edition Vincent Klink GmbH, 70597 Stuttgart<br />
www.haeuptling-eigener-herd.de</p>
<p>Einzel- und Abo-Bestellungen:<br />
BuchGourmet, Herrn Dieter K. Eckel, Hohenzollernring 16 – 18, 50672 Köln</p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/89868-Haeuptling-Eigener-Herd-Stuttgart">Häuptling Eigener Herd</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype&lt;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/stroheim.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/stroheim.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/stroheim.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/stroheim.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/301/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=301&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Max und Moritz ohne Tücke</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 15:00:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Geschäftspartner aus diversen asiatischen und europäischen Ländern wollten zum Abendessen ausgeführt werden. Etwas traditionell Berlinerisches sollte es sein. Gar nicht so leicht zu finden, denn wenn irgendwo Alt-Berliner Kneipe dran steht, fühle ich mich zunächstmal abgestoßen. Dann wird meist der alte Zille missbraucht, es mieft nach Berliner Luft, Luft, Luft und die olle Hungerkralle will [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=294&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geschäftspartner aus diversen asiatischen und europäischen Ländern wollten zum Abendessen ausgeführt werden. Etwas traditionell Berlinerisches sollte es sein. Gar nicht so leicht zu finden, denn wenn irgendwo Alt-Berliner Kneipe dran steht, fühle ich mich zunächstmal abgestoßen. Dann wird meist der alte Zille missbraucht, es mieft nach Berliner Luft, Luft, Luft und die olle Hungerkralle will sich Touristen grapschen, die nicht schnell genug Reißaus nehmen können, die morgen eh wieder weg sind, die nicht wieder kommen brauchen. Täglich schleusen Flieger, Busse und Bahnen neue Opfer in die Hauptstadt.</p>
<p>Das Max &amp; Moritz hebt sich positiv ab. Zwanzig Plätze waren unkompliziert per Telefon reserviert. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass weder EC- noch Kreditkarten akzeptiert werden. Auf meinen Einwand, dass ich ungern mit dicken Geldbündeln in der Tasche durch die Gegend liefe, hieß es, ich solle einfach eine professionell gestaltete Visitenkarte mitbringen, das würde auch reichen, um das Konsumierte per Rechnung zu begleichen. Dass sich jetzt aber niemand auf mich beruft und versucht Ähnliches einzufordern.</p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0106/2349/IMG_8811_gallery.JPG?30688" width="100%"></p>
<p>Das Kreuzberger Wirtshaus macht nicht bemüht auf traditionell, zahlreiche Details der Innenarchitektur und des Mobiliars lassen die über 100-jährige Geschichte einfach nicht leugnen. Im Jahre 1902 eröffnete Felix Fournier das Wirtshaus am 70. Geburtstag Wilhelm Buschs. Der war mit der Namenswahl einverstanden, stellte aber als Bedingung, dass einmal in der Woche Erbsensuppe an die arme Bevölkerung ausgegeben würde. In den 20er Jahren entwickelte sich das Max &amp; Moritz zum Vergnügungslokal mit 400 Sitzplätzen in zwei Speisesälen, mit Stehbierhalle und Likörtresen. Tatsächlich verkehrten sowohl Heinrich Zille, als auch Paul Lincke – der Komponist der „Berliner Luft“ – hier. Damals wurde das gesamte Haus genutzt. In der zweiten Etage befand sich der Küchentrakt, die dritte Etage war Schlachterei, in der vierten Etage war die Räucherei untergebracht und im Hinterhaus wohnte das Personal. Zum Mittagessen fuhren betuchte Gäste aus dem nahen Zeitungsviertel vor, abends traf sich der Gesangsverein „Typografie“ der Reichsdruckerei, die Arbeiterparteien hielten Versammlungen ab, aber auch die Deutsche Sozialwissenschaftliche Gesellschaft kam hier zusammen.</p>
<p>Michael Kuhlmann, der zusammen mit Chefkoch David Ryan den Laden seit 2006 leitet, erzählt, dass Felix Fournier als Jude zu Beginn der Nazizeit das Wirtshaus einer älteren Stammkundin überschrieb. Die versteckte ihn bis zur Befreiung in einer Gartenlaube, anschließend habe er das Lokal weiter betrieben. Es folgten mehrere Besitzerwechsel. In den 70ern sollten die Räume als Möbellager genutzt werden. Das Mobiliar war schon in den Keller ausgelagert als ein badischer Theologe das Potential der Räume erkannte und das Max &amp; Moritz mit viel Liebe zum Detail wieder her richtete. Der Laden wurde zum Kreuzberger Szenelokal, zeitweise kollektiv geführt. Am 5. Oktober 1978 wurde im großen Saal die Alternative Liste gegründet. Gründungsmitglieder waren u.a. Wolfgang Wieland und Hans-Christian Ströbele. In den 90ern begann die Wohnungsbaugesellschaft Bewoge mit der Totalsanierung des Hauses. Das Lokal musste für mehrere Jahre schließen und wurde erst 2001 von neuen Betreibern wiedereröffnet.</p>
<p>Das Gasthaus ist heute dreigeteilt. Die ehemalige “Stehbierhalle” und das “Likörbuffet mit Brötchenschrank für kalte Speisen” bieten Platz für das eigentliche Restaurant. Im Obergeschoß gibt es einen kleinen Saal mit beeindruckenden Glasmalereien. Es gibt hier eine niedliche Bühne mit Schminkraum, eine Bibliothek und eine kleine Bar. Im hinteren Teil des Erdgeschosses findet man den gerade renovierten Ballsaal. Seine Jugendstil-Oberlichter schaffen ein ganz eigenes Ambiente.</p>
<p><img src="http://assets1.qypecdn.net/uploads/photos/0106/2391/Max_3_gallery.jpg?30688" width="100%"></p>
<p>Man bietet traditionelle Berliner Küche, schränkt aber auf der Karte auch gleich ein: „Der Ausdruck `Berliner Küche´ ist eigentlich falsch. Der Ursprungsort der wenigsten`Berliner´ Gerichte ist Berlin. Berlinisch ist die spezielle Art die Dinge zu nehmen, der `Pfiff´, so wie die landlosen Bauern und Handwerker, die aus der Niederlausitz, aus Schlesien und dem Oderbruch am Görlitzer- oder am Schlesischen Bahnhof ankamen, mit der in rasender Eile entstehenden Großstadt fertig werden mußten. Aus ihrer Heimat brachten Sie auch ihre Eßgewohnheiten mit und im Schmelztiegel der Arbeitervorstädte entstand dieses speziell `Berlinische´, dort ist es auch heute noch zu Hause.“ Dass die Berliner Kultur eine der Zugezogenen ist, ist sicherlich wahr, macht die ganze Chose aber etwas beliebig, so dass auch Westfälische Mettenden mit süß-sauren Brechbohnen, Rheinischer Sauerbraten und sogar süßer Flammkuchen mit Äpfeln, Rosinen, Zimt und Calvados, am Tisch flambiert, im Angebot sind. Insgesamt bietet die Karte aber eine überschaubare Anzahl von klassischen, Hausmannkost-Gerichten, ergänzt durch eine den Jahreszeiten angepasste Tageskarte. Man schmeckt, dass frische und hochwertige Zutaten verwendet werden.</p>
<p><img src="http://assets2.qypecdn.net/uploads/photos/0106/2359/Unbenannt-1_gallery.jpg?30688" width="100%"></p>
<p>Das war allerdings meinen Gästen zunächst reichlich egal. Japaner und Chinesen bestellten sich Schlachteplatten oder Eisbein und zückten beim Servieren ihre Handykameras, denn von solchen barbarischen Fleischbergen waren sie fasziniert. Mein Rindersteak war zwar ein klein wenig länger gebraten als ich geordert hatte, aber immerhin machte mich die Kellnerin darauf aufmerksam und bot mir an, ein neues zu bringen, falls ich es wünschte.</p>
<p>Überhaupt die Kellnerin. Sie beeindruckte nicht nur durch ihr fließendes Englisch, sondern auch dadurch, dass sie sich Getränke- und Speisebestellungen (mit einigen Extras) &#8211; scheinbar problemlos &#8211; im Kopf merken konnte. Für meinen indischen Tischnachbarn kam das einem Zaubertrick gleich. Auf Nachfrage erfuhr er, dass sie als bildende Künstlerin eben ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen hätte, sich Gesichter merken und außerdem rechnen könne.</p>
<p>Obwohl alle reichlich den fünf Biersorten vom Fass oder der kleinen, aber ordentlichen Weinauswahl zusprachen und ein Teil der Gäste den Abend mit mehreren Runden Jägermeister abschließen zu müssen glaubte, kam eine erstaunlich niedrige Rechnung zusammen, die alles in allem bei nicht mehr als 25 Euro pro Person lag.</p>
<p>Da erlaubte ich mir, als alle auf den Heimweg gebracht waren, noch ein Glas badischen Dornfelder an der Theke zu genießen und beschoss, hier öfter einzukehren.</p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/22053-Max-und-Moritz-Berlin">Max und Moritz</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/294/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/294/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/294/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/294/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/stroheim.wordpress.com/294/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/stroheim.wordpress.com/294/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/stroheim.wordpress.com/294/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/stroheim.wordpress.com/294/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/294/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/294/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/294/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/294/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/294/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/294/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=294&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Eine feine Bäckerei</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 22:09:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Feinbäckerei hat etwas Märchenhaftes an sich. An der eher unwirtlichen Suermondtstraße gelegen, leuchtet sie besonders an grauen Herbst- und Wintertagen und verspricht Wärme und Süße und Wohlgeschmack und ein kleines Stück vom Glück dieser Welt. Hier gibt es noch eine Backstube und nicht nur Aufbacköfen. Hier stellt der Bäckermeister seine Zutaten noch selbst zusammen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=280&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Feinbäckerei hat etwas Märchenhaftes an sich. An der eher unwirtlichen Suermondtstraße gelegen, leuchtet sie besonders an grauen Herbst- und Wintertagen und verspricht Wärme und Süße und Wohlgeschmack und ein kleines Stück vom Glück dieser Welt. Hier gibt es noch eine Backstube und nicht nur Aufbacköfen. Hier stellt der Bäckermeister seine Zutaten noch selbst zusammen und verzichtet auf Fertigbackmischungen. Das Angebot ist überschaubar. Geht es auf den Abend zu, ist es manchmal auf wenige Restexemplare reduziert. Der Meister hat wohl zu viel Respekt vor seinen Produkten um für die Tonne zu backen. Dafür experimentiert er gerne und bietet auch Mal Löwenzahn- und Hagebuttenblüten-Brötchen an. Seine herzhaften Bötchen, bei denen er ansonsten beispielsweise Zwiebeln oder Speck oder Sauerkraut in den Teig knetet, sind einer der Höhepunkte. Aber auch seine Blechkuchen oder süßen Backteilchen sind eine Offenbarung. </p>
<p><img src="http://assets3.qypecdn.net/uploads/photos/0112/2829/IMG_8932_gallery.JPG?30360" width="100%"></p>
<p>Der kleine Verkaufsraum könnte auch vor etlichen Jahrzehnten bereits genauso ausgesehen haben. Die Ehefrau des Bäckers steht hinter dem Tresen und kommt mit ihrer nicht antrainierten sondern wesenseigenen Freundlichkeit mit Jedem ins Gespräch. Da muss man dann auch manchmal ein wenig warten bis man dran ist. Die erste Begegnung mit der Feinbäckerei hatte ich als ich &#8211; anlässlich der Geburt meiner jüngsten Tochter &#8211; Kuchen für meine Kollegen kaufen wollte. Es war gegen zehn Uhr vormittags. „Ja, soviel haben wir ja gar nicht mehr da“ seufzte die Bäckersfrau, „ach sagen Sie einfach was Sie wollen!“ Danach rief sie nach hinten in die Backstube: „Emil, Du musst noch Mal neuen Kuchen backen!“ Natürlich entließ sie mich nicht ohne nach dem Grund des Großeinkaufs zu fragen: „Haben Sie Geburtstag?“ „Nein, ich bin Vater geworden.“ „Herzlichen Glückwunsch, ich hatte auch so einen Nachzügler!“ „So alt sehe ich dann doch auch wieder nicht aus“, dachte ich. „Ja, bei meinem jüngsten Sohn war ich auch schon über dreißig. Genießen sie es!“ Damit war der Mittvierziger wieder versöhnt. Ich konnte den Kuchen dann samt Blechen zwei Stunden später abholen und damit die Kollegen begeistern.</p>
<p>Feinbäckerei<br />
Suermondtstr. 64<br />
13053 Berlin</p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/1040188-Feinbaeckerei-Berlin">Feinbäckerei</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/280/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/280/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/280/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/280/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/stroheim.wordpress.com/280/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/stroheim.wordpress.com/280/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/stroheim.wordpress.com/280/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/stroheim.wordpress.com/280/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/280/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/280/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/280/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/280/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/280/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/280/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=280&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Kulinarische Reflexionen zum Herbst</title>
		<link>http://stroheim.wordpress.com/2009/10/16/kulinarische-reflexionen-zum-herbst/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 10:50:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Angst macht mir vor allem die Zeit um Halloween, da bin ich richtig empfindsam. Halloween ist übrigens weder eine Erfindung der Amerikaner noch der Kostümhersteller, sondern ursprünglich eine keltische Angelegenheit, die mit den großen irischen Auswanderungswellen in die USA gelangte. Nach Deutschland kam es über die Amerikaner und die Kostümhersteller. Angst machen mir übrigens (in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=242&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angst macht mir vor allem die Zeit um Halloween, da bin ich richtig empfindsam. Halloween ist übrigens weder eine Erfindung der Amerikaner noch der Kostümhersteller, sondern ursprünglich eine keltische Angelegenheit, die mit den großen irischen Auswanderungswellen in die USA gelangte. Nach Deutschland kam es über die Amerikaner und die Kostümhersteller. Angst machen mir übrigens (in erster Linie) nicht die hysterischen Übereltern, die sich in ihren kleinen, weltabgewandten Grüppchen, auf Kitastühle gequetscht, in von Kinderpups geschwängerter Luft darauf verständigen, dass selbstverständlich keines ihrer Kinder eine irgendwie angsteinflößende Verkleidung anlegen dürfe. So müssen sich die lieben Kleinen als pastellfarbene <a href="http://halloweencostumes4kids.com/pages/costumes/fairytalemaden.html">Feen</a>, <a href="http://www.amazon.com/gp/product/images/B000J3YJ9Q/ref=dp_image_text_0?ie=UTF8&amp;n=1036592&amp;s=apparel">Blumen</a> oder <a href="http://www.partypaket.de/index.php?sid=ac6ae8279fc04afbdbbcbe57a695fc68&amp;cl=moredetails&amp;cnid=66c48e22b2b459566.40428408&amp;anid=e9548e22d1b3a21e9.28748286&amp;zanpid=1296028158658618369">Kürbisse</a> lächerlich machen.</p>
<p><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/10/img_81533.jpg?w=250&#038;h=300" alt="IMG_8153" title="IMG_8153" width="250" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-262" /><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/10/img_81514.jpg?w=257&#038;h=300" alt="IMG_8151" title="IMG_8151" width="257" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-263" /><br />
<img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/10/img_81521.jpg?w=255&#038;h=300" alt="IMG_8152" title="IMG_8152" width="255" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-265" /><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/10/img_81321.jpg?w=256&#038;h=300" alt="IMG_8132" title="IMG_8132" width="256" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-266" /></p>
<p>Und damit bin ich bei der Ursache meiner Angst angelangt: dem Kürbis. Ausgehöhlt und mit einer dreckigen Fratze versehen, ist er ganz nett anzuschauen. Blöd nur, dass es weit verbreitete Hemmungen gibt, den Inhalt, das Kürbisfleisch in den von Gott dafür vorgesehenen Ort zu befördern: die Mülltonne. Alle Welt meint, man müsse dieses Zeug irgendwie verwerten und so bekommt man allüberall Kürbissuppe, Kürbiskuchen und Kürbismarmelade angeboten. Allein, noch nie habe ich erlebt, dass ein Gericht mit Kürbis drin einigermaßen essbar war. Bei uns zuhause läuft das immer so ab, dass eine Unmenge edler Zutaten (Ingwerwurzel, Steirisches Kürbiskernöl, frisch gepresster Orangensaft, frischer Koriander, Vanilleschoten usw.) in der Hoffnung besorgt werden, ihr Zusatz könne in Verbindung mit aufwendigsten Zubereitungsprozeduren das – im günstigsten Fall vollkommen geschmacklose – Kürbismark in eine essbare Speise verwandeln. Hat leider noch nie geklappt. Regelmäßig bleiben gigantische Mengen übrig. Die darf man dann aber natürlich – eingedenk der teuren Zutaten und der zeitraubenden Kocherei &#8211; nicht wegschmeißen. Auf die Schnelle fallen mir auch nicht genügend Mitmenschen ein, die ich nicht so richtig gern mag und mit dem Zeug beglücken könnte. So verstopft der Kürbisfraß dann bis zum nächsten Stromausfall ungefähr zwei Drittel unseres Gefrierschrankes.</p>
<p><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/10/img_81361.jpg?w=300&#038;h=199" alt="IMG_8136" title="IMG_8136" width="300" height="199" class="alignnone size-medium wp-image-268" /><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/10/img_81411.jpg?w=300&#038;h=206" alt="IMG_8141" title="IMG_8141" width="300" height="206" class="alignnone size-medium wp-image-269" /></p>
<p>Mein Tipp: In diesem Herbst statt des vermaledeiten Kürbisses mal etwas ganz Neues ausprobieren! Wer mag Meerschweinchen? Wer hat sich schon einmal an der Zubereitung von Meerschweinchen versucht? In den Anden, vor allem in Peru wandern <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,323860,00.html">jährlich etwa 22 Millionen von ihnen in den Kochtopf</a>. In der Kathedrale von Cuzco soll es eine ganz <a href="http://www.brueckenbach.net/blog/index.php?/archives/132-Jesus-isst-Meerschweinchen.html">hinreißende Darstellung des Abendmahls </a>geben. Sie zeigt einen Jesus, der offenbar kurz davor ist, ein gebratenes Meerschweinchen zu verspeisen. Wer das abstoßend findet, sollte sich Gedanken über kulturellen Relativismus und den Sinn und Unsinn von Nahrungsmitteltabus machen. Auch kleine Schweinchen, Kälbchen oder Zicklein sind kuschelig, darüber hinaus aber in unserer Kultur als außerordentlich schmackhaft geschätzt. Mann kann ja eine Ausnahme machen und die Kinder im Vorfeld mit dem Essen spielen lassen. Zu diesem Thema existiert ein wunderbarer Text des BBC-Fernsehkochs <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Stefan_Gates">Stefan Gates</a>, aus seinem Buch <a href="http://www.amazon.de/B%C3%BCcher/s?ie=UTF8&amp;rh=n%3A186606%2Cp_27%3AStefan%20Gates&amp;field-author=Stefan%20Gates&amp;page=1">„Der Gastronaut. Kulinarische Abenteuer für Romantiker, Tollkühne und Unverzagte“</a>. Meine Frau ist der Ansicht, er sei so geschmacklos und so (holzhammer-)mäßig komisch, dass sie schon erwartet habe, dass es meinen Geschmack trifft. Ich habe das in der Kategorie Komplimente abgelegt.</p>
<p><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/10/cuy_in_the_kitchen_edit12.jpg?w=271&#038;h=360" alt="Cuy_in_the_kitchen_edit1" title="Cuy_in_the_kitchen_edit1" width="271" height="360" class="alignnone size-medium wp-image-274" /><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/10/009_the_kitchen_of_cuy2.jpg?w=269&#038;h=360" alt="009_the_kitchen_of_cuy" title="009_the_kitchen_of_cuy" width="269" height="360" class="alignnone size-medium wp-image-275" /></p>
<p>Ich zitiere: „Das Schlachten heiß geliebter Haustiere ist eine heikle Angelegenheit, ich weiß. Daher möchte ich gleich zu Anfang klarstellen: Irgendetwas müssen wir immer opfern. (&#8230;) Dennoch muss man gerechterweise zur Vorsicht mahnen: Bevor wir in den Garten laufen und aufs Geratewohl mit dem Speer herumfuchteln, sollten wir uns vor Augen führen, dass auch Kinder Gefühle haben. Das Ganze wäre eine gute Gelegenheit, sie Blut lecken zu lassen. Man frage sich: Sollte man ihnen diese Chance wirklich vorenthalten?</p>
<p>Andererseits könnten Kinder mit schwachen Nerven über den Verlust eines geliebten Tieres außer Fassung geraten, weshalb ich dringend um etwas Zartgefühl bitten möchte: Zwischen dem Schlachten des Haustieres und dem Servieren im Familienkreis sollte mindestens eine Stunde vergehen. Lautes Jammern bei Tisch ist schlichtweg unerträglich. Mit leisem Dauerschluchzen kann ich mich eher abfinden. Nach dem Essen ist vielleicht der Moment für eine weitere Erziehungsmaßnahme gekommen: Man könnte seinem Nachwuchs beibringen, welches Vergnügen es bereitet, Kummer in Schnaps zu ertränken. Man muss ja nicht gerade den edelsten Tropfen kredenzen – vor Erreichen der Pubertät schmeckt ohnehin alles gleich.“</p>
<p>Wer jetzt auf den Geschmack gekommen und neugierig geworden ist, dem lasse ich gerne ein Meerschwein-Rezept zukommen. Vorsicht: In einigen Tierhandlungen könne man auf Ressentiments stoßen. Besser man lässt den Verwendungszweck der zu erstehenden Lebensmittel im Dunkeln.</p>
<p>Ich wünsche einen spannenden Herbst und allseits Guten Appetit!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/242/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/242/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/242/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/242/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/stroheim.wordpress.com/242/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/stroheim.wordpress.com/242/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/stroheim.wordpress.com/242/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/stroheim.wordpress.com/242/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/242/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/242/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/242/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/242/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/242/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/242/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=242&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Pimp my toilet &#8211; Qype und null null 00 auf Hygiene-Mission</title>
		<link>http://stroheim.wordpress.com/2009/10/14/pimp-my-toilet-qype-und-null-null-00-auf-hygiene-mission/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 10:18:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Netz gefischt]]></category>
		<category><![CDATA[Qype]]></category>
		<category><![CDATA[exclosiv]]></category>
		<category><![CDATA[Griff ins Klo]]></category>
		<category><![CDATA[Hygiene-Mission]]></category>
		<category><![CDATA[null null 00]]></category>
		<category><![CDATA[Pissbänkchen]]></category>
		<category><![CDATA[schwarzes Toilettenpapier]]></category>
		<category><![CDATA[Spülksten mit Aquarium]]></category>
		<category><![CDATA[Toilettenkostüm]]></category>
		<category><![CDATA[Toilettenzeichen]]></category>
		<category><![CDATA[Urinale in Blütenform]]></category>
		<category><![CDATA[user generated content]]></category>
		<category><![CDATA[verspiegelte Toilette]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwie ist es still geworden um die Hygiene-Mission für saubere Toiletten in Deutschland von null-null-00 und von Qype. Die saubersten Restauranttoiletten werden mit einem WC Frische-Siegel ausgezeichnet. „Aus den als besonders schmutzig bewerteten Toiletten werden Toiletten ausgewählt, denen 00 null null ein komplettes Makeover gönnt“, heißt es auf der website. Ganz im Zeichen des „User [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=238&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie ist es still geworden um die <a href="http://www.qype.com/forums/1/topics/14516-Toiletten-Bewertung-das-Wichtigste-eines-Platzes-?page=8">Hygiene-Mission für saubere Toiletten in Deutschland von null-null-00 und von Qype</a>. Die saubersten Restauranttoiletten werden mit einem WC Frische-Siegel ausgezeichnet. „Aus den als besonders schmutzig bewerteten Toiletten werden Toiletten ausgewählt, denen 00 null null ein komplettes Makeover gönnt“, heißt es auf der <a href="http://www.wc-frische-siegel.de/">website</a>. Ganz im Zeichen des „User generated contents“ möchte ich meinen Teil dazu beitragen, dass diese ganze Geschichte nicht das Kanalisation runter geht und steuere meine Vorschläge bei, wie man siffige, unappetitliche Toiletten aufwerten könnte.</p>
<p>Natürlich kann ein Restaurant, dass von der Mission zur Klo-Erneuerung ins Visier genommen wurde jetzt nicht einfach schließen, während das Klo auf Vordermann gebracht wird. Aber die üblichen Dixi-Klos sind nun wirklich vollkommen unakzeptabel. Allenfalls könnte die jüngste Qype-Zielgruppe Spaß daran finden, wenn sich Qype-Mitarbeiter in Jack-Ass-Manier darin einsperren lassen, während die gefüllte Toilette auf den Kopf gestellt wird. Aber werden sich dafür Freiwillige finden? Nein, für den Übergang braucht man ein exklusives Provisorium. Zum Glück hat sich unter dem einfallsreichen Namen <a href="http://www.exclosiv.de/">“exklosiv“</a> ein entsprechender Anbieter formiert. </p>
<p><a href="http://www.schwarzes-klopapier.de/assets/s2dmain.html?http://www.schwarzes-klopapier.de/index1.html">Schwarzes Toilettenpapier</a> motzt jedes Klo auf. Für Biker-Kneipen empfiehlt sich eine <a href="http://www.cyclefaucets.com/">Waschbeckenarmatur in der Form eines Motorradtanks </a>. Gibt es im Moment sogar reduziert. Ich persönlich würde ja auch noch diese <a href="http://www.house-doctor.jp/kaiteki/">Bänkchen</a> aus Japan empfehlen, das es Männern erleichtert zu knien, wenn sie sich erleichtern. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es möglicherweise Rückspritzer gibt, die im Gesicht des Urinierenden landen. Müsst ihr noch ausprobieren. Praktischer und trotzdem ästhetisch überaus ansprechend sind sicher <a href="http://www.clarkmade.com/urinals.html">Urinale in Blütenform</a>.</p>
<p><img src="http://assets1.qypecdn.net/uploads/photos/0109/6932/b_nkchen_gallery.gif?30037" width="60%"></p>
<p>Wenn man sich traut einen etwaigen Konflikt mit Tierschutzfanatikern durch zu stehen, kann man auch mit einer <a href="http://www.fishnflush.com/iq_fnf/">Kombination aus Spülkasten und Aquarium</a> protzen. Leider habe ich keine Vorstellung von der Höhe des Budgets. Wenn nicht so aufs Geld geschaut werden muss, empfehle ich eine <a href="http://www.techeblog.com/index.php/tech-gadget/strange-toilet-is-transparent-on-the-inside-but-opaque-to-others">Toilette, die einseitig verspiegelt ist</a>, so dass man von Drinnen nach Draußen sehen kann, aber eben nicht umgekehrt. </p>
<p>Falls sich nur Imbisswagen mit begrenztem Raumangebot bereit finden, sich missionieren zu lassen, solltet Ihr unbedingt diese platzsparende Variante ins Auge fassen:</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://stroheim.wordpress.com/2009/10/14/pimp-my-toilet-qype-und-null-null-00-auf-hygiene-mission/"><img src="http://img.youtube.com/vi/nMSv7e0iDvA/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Wichtig ist auf alle Fälle, das richtige Label an die Tür zu kleben. Eine große Auswahl gibt es <a href="http://toiletsigns.blogspot.com/">hier</a>.</p>
<p>Lieder nicht mehr lieferbar ist dieses <a href="http://www.anytimecostumes.com/ecommerce/control/product/~product_id=02187163"> Toilettenkostüm </a>. Vielleicht kann es aber Irgendwer nachbasteln. Dann könntet Ihr die Wirkung der Kampagne dadurch potenzieren, dass alle Qype-Mitarbeiter für die Laufzeit verbindlich verpflichtet werden während ihrer Arbeitszeit ein entsprechendes Kostüm zu tragen. Möglicherweise könnte man sogar eine Live-Webcam installieren, damit wir Euch jederzeit im Netz sehen können und so motiviert werden unseren Teil zum Gelingen der Klo-Kampagne beizutragen. </p>
<p>Was ich ja wohl hiermit getan habe. Ich verlange keine große Belohnung. Mit einer Tüte Gummibärchen wäre ich zufrieden. Aber Finger waschen vor dem Einpacken nicht vergessen!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/238/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/238/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/stroheim.wordpress.com/238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/stroheim.wordpress.com/238/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/stroheim.wordpress.com/238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/stroheim.wordpress.com/238/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/238/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/238/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/238/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&amp;blog=6897310&amp;post=238&amp;subd=stroheim&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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