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	<title>Strandgut mittlerer Güte</title>
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		<title>Der Weihnachtsmann ist käuflich</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 20:11:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe eine starke Affinität zu Weihnachten. Schon immer und ungebrochen. Selbst als ich vor langer Zeit als Nachwuchsautonomer auf der traditionellen Heiligabenddemo „Frohes Fest – Cholera und Pest!“ skandierte, richtete sich das keineswegs gegen Weihnachten als Institution. Ein paar Jahre später trug ich mit einigen anderen studentischen Weihnachtsmännern ein Transparent an der Spitze einer [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=319&subd=stroheim&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ich habe eine starke Affinität zu Weihnachten. Schon immer und ungebrochen. Selbst als ich vor langer Zeit als Nachwuchsautonomer auf der traditionellen Heiligabenddemo „Frohes Fest – Cholera und Pest!“ skandierte, richtete sich das keineswegs gegen Weihnachten als Institution. Ein paar Jahre später trug ich mit einigen anderen studentischen Weihnachtsmännern ein Transparent an der Spitze einer winterlichen Streikdemo. „Mit Heckelmann, Landowsky und Co wird keines Eurer Kinder froh“ warnten wir mit rauschebartbasierter Autorität die Eltern des zukünftigen Akademikernachwuchses vor der damaligen reaktionären Berliner Politikerkaste. Das Vermummungsverbot traute sich die Polizei natürlich nicht durchzusetzen. Die anwesenden Pressefotografen hätten zu gerne Bilder von Polizisten, die auf Weihnachtsmänner einschlagen, geschossen. </p>
<p>Am nächsten Tag stand ich dann im selben Outfit vor einem Herrenbekleidungsgeschäft und verteilte Süßigkeiten. Man konnte mich mieten. Seit etlichen Jahrzehnten vermittelt die studentische Arbeitsvermittlung „Heinzelmännchen“ Weihnachtsmänner (und mittlerweile auch Engel). Im Jahr erfüllten 500 Weihnachtsmänner 5.000 Bestellungen. Der Standardpreis (Heiligabend, Berliner Stadtgebiet, Familie mit bis zu drei Kindern) liegt mittlerweile bei 31 Euro.</p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0122/7743/Weihnachtsmann_gallery.jpg?32175" width="100%"></p>
<p>Viele Jahre schmiss ich mich in den roten Fummel, betröpfelte meine Brille mit Antibeschlagmittel, und kurvte mit meinem kleinen Suzuki-Bus durch mein Einsatzgebiet. Dabei hörte ich lautstark Weihnachtslieder vorwiegend angloamerikanischer Provenienz, je sentimentaler desto besser. Mein Areal umfasste Teile des eigenheimdominierten Britz und der Gropiusstadt. Genau der Trabantenstadt, die man von Christiane F. kennt. In 20-Minuten-Takten trieb es mich in immer neue Wohnzimmer, wo ich Berliner Gören lobte und ihnen behutsame Verhaltensverbesserungsvorschläge unterbreitete, riesige Geschenkehaufen niedermachte, auf Dutzende Videos gebannt wurde und – nachdem ich oft darauf bestehen musste, dass sowohl der Fernseher als auch der Plattenspieler abgeschalten wurde &#8211; mit Inbrunst Weihnachtslieder schmetterte. Bei manchen Familien wäre ich gerne geblieben, bei anderen dankte ich dem Himmel, dass ich da so schnell wieder raus kam…</p>
<p>Übrigens waren auch Jürgen von der Lippe und Karl Dall in jungen Jahren als Weihnachtsmänner bei den Heinzelmännchen tätig!</p>
<p><img src="http://assets1.qypecdn.net/uploads/photos/0122/7744/Weihnachtsmann2_gallery.jpg?32175" width="100%"></p>
<p>Ein Abend hat sich mir besonders eingeprägt. Die Erzieherinnen einer jugendlichen Wohnheimgruppe hatten es lustig gefunden mich zu bestellen. Die Jugendlichen fanden das nicht lustig. Sie reagierten auf keine meiner Bemühungen. Irgendwann gab ich auf und tat etwas, was Weihnachtsmännern strengstens verboten ist: Ich nahm meinen Bart ab und bat um ein Bier und eine Zigarette. Das taute die Atmosphäre etwas auf. Ich hatte dennoch beschlossen für diesen missglückten Auftritt auf mein Honorar zu verzichten. „Wieso das denn?“ fragte die Betreuerin “so viel wie mit Ihnen haben die Jungs mit uns noch nie gesprochen…“ Fünf Minuten später fand ich mich vor einer riesigen Festtagstafel, um die sich, dominiert von einem Patriarchen, der mich verdächtig an Mario Adorf erinnerte, eine vielköpfige Großfamilie versammelt hatte. Etwas beschwingt von dem gerade konsumierten Bier behauptete ich, dass irgendjemand bei `Oh Tannenbaum´ gebrummt hätte. „Ich glaube, Du bist das!“ wies der Weihnachtsmann auf den Alten. Plötzlich herrschte Totenstille, manches Gesicht wirkte recht erschrocken. Mario glubschte mich ungläubig an: „Du singst jetzt mal alleine `Oh Tannenbaum´“ befahl ich ihm. Er zögerte etwas, dann brummte er los. Erst unsicher, dann mit zunehmender Begeisterung. Als er fertig war, grinste er übers ganze Gesicht, alles klatschte und jubelte und mir bleib nur ein leises „Geht doch“. Als man mir dann im Flur den vorbereiteten Umschlag mit dem Honorar gab, kam Mario noch schnell raus und drückte mir verschmitzt grinsend zusätzliche 50 Mark in die Hand.</p>
<p>Gleich anschließend ging es mit dem stinkenden Fahrstuhl in eine Sozialwohnung im siebten Stock. Die Wohnung war nur rudimentär möbliert. In einem Sessel hatte sich der männliche Part der Familie platziert. Aggressiv und fischäugig glotzte er mich an und versuchte irgendetwas zu artikulieren. Vergeblich, es war schon zu viel Alkohol in ihm. Die Mutter blickte mich mit einem verheulten Gesicht wie einen Eindringling an und wirkte auf seltsame Art entrückt. Dann noch zwei Mädchen, die Ältere gerade zehn Jahre alt, ihre kleine Schwester vielleicht vier. Sie versuchten den Schein einer fröhlichen Weihnacht aufrecht zu erhalten. Die Zehnjährige hatte mit der Kleinen ein ellenlanges Gedicht einstudiert. Das diese jetzt vortrug, während die große Schwester aufmunternd weiterhalf, wenn es mal stockte. Wenig später konnte man einen heulenden Weihnachtsmann aus dem Haus kommen sehen.</p>
<p>Weihnachtsmannvermittlung des Studentenwerks Berlin<br />
Hardenbergstr. 34<br />
10623 Berlin</p>
<p>http://www.berliner-weihnachtsmann.de</p>
<p>030 84312212<br />
weihnachtsmann@studentenwerk-berlin.de</p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://stroheim.wordpress.com/2009/12/23/der-weihnachtsmann-ist-kauflich/"><img src="http://img.youtube.com/vi/C19_Yv-LyGc/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
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		<title>Orion ohne Erinnerung</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 09:46:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kurz hinter Staffelde fiel die Tochter in den Schlaf, was allerdings nicht viel änderte, denn als Kartenleserin war sie auch schon vorher ein Totalausfall. Na ja, von einer Zweijährigen darf man in diesem Metier wohl auch nicht zu viel erwarten. „Umwege erhöhen die Ortskenntnis“ ist ein Motto, dem ich schon immer viel abgewinnen konnte. Ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=315&subd=stroheim&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Kurz hinter Staffelde fiel die Tochter in den Schlaf, was allerdings nicht viel änderte, denn als Kartenleserin war sie auch schon vorher ein Totalausfall. Na ja, von einer Zweijährigen darf man in diesem Metier wohl auch nicht zu viel erwarten. „Umwege erhöhen die Ortskenntnis“ ist ein Motto, dem ich schon immer viel abgewinnen konnte. Ich hasse Navigationsgeräte, nicht nur weil ich mir nicht gerne sagen lasse, wo es für mich langzugehen hat. Mir genügen flüchtige Blicke in die Karte und ansonsten orientiere ich mich am Stand der Sonne. Jedenfalls hatten wir wohl eine entscheidende Abfahrt verpasst, als wir mit dem Auto auf dem Weg nach Linum waren, um uns dort Kraniche anzuschauen. </p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0117/8129/Orion_gallery.jpg?31338" width="100%"></p>
<p>Orion. Ein witziger Name für einen Brandenburger Ort. Ich bog spontan von der Hauptstraße ab und hielt nach Spannendem Ausschau. Keine Raumstation, nichts Erotisches, nur Einfamilienhäuser. Der Ort Orion wirkte sehr langweilig. Es war auch später nicht leicht, etwas über ihn zu erfahren. Die Geschichte ist nicht witzig. Der Ursprung des Ortes liegt in der Nazizeit. In einer Rüstungsfabrik auf einer Waldlichtung ließen die Faschisten Leuchtspurmunition fertigen. Daher der Name des Ortes. Geblieben von damals sind nur drei verklinkerte Ingenieursunterkünfte und ein ebenfalls mit Klinkern versehenes Abwassernetz. Irgendwo soll es auch noch die Abschussrampen geben, von denen aus bei Tests die Leuchtmunition ins Kremmener Luch geschossen wurde. An die Zwangsarbeiter, die hier leiden mussten, erinnert vor Ort nichts. Absolut nichts.  Anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus im Mai 2005 wurden von der Lokalen-Agenda-21-Gruppe gemeinsam mit der Stadt Kremmen – zu der Orion mittlerweile gehört – und mit Unterstützung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ drei ehemalige ukrainische Zwangsarbeiterinnen, die in ihrer Jugend in der Munitionsfabrik Orion ausgebeutet wurden, eingeladen und betreut. Immerhin.</p>
<p><img src="http://assets3.qypecdn.net/uploads/photos/0117/8128/Orion2_gallery.jpg?31338" width="100%"></p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/1100924-Orion-Kremmen">Orion</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/315/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/315/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/315/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/315/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/315/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=315&subd=stroheim&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Staatspropaganda am Deutschen Historischen Museum</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 20:44:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Mitte Oktober kann man sich im Deutschen Historischen Museum (DHM) die Ausstellung „Fremde? Bilder von den `Anderen´ in Deutschland und Frankreich seit 1871“ ansehen. Ein deutsch-französisches Kuratorenteam hat die Schau gestaltet, die vorher bereits im Pariser Migrationsmuseum zu sehen war. Im letzten Teil geht es um den Umgang der EU mit Flüchtlingen. Nach Informationen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=306&subd=stroheim&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Seit Mitte Oktober kann man sich im Deutschen Historischen Museum (DHM) die Ausstellung <a href="http://www.dhm.de/ausstellungen/fremde/index.html">„Fremde? Bilder von den `Anderen´ in Deutschland und Frankreich seit 1871“</a> ansehen. Ein deutsch-französisches Kuratorenteam hat die Schau gestaltet, die vorher bereits im Pariser Migrationsmuseum zu sehen war. Im letzten Teil geht es um den Umgang der EU mit Flüchtlingen. Nach Informationen der <a href="http://www.zeit.de/2009/47/Zensur-Fremde">Zeit</a> sollte ursprünglich auf der Texttafel 158 stehen: „Während innerhalb Europas die Grenzen verschwinden, schottet sich die EU zunehmend nach außen ab. Die `Festung Europa´ soll Flüchtlingen verschlossen bleiben.“ Angeblich auf Drängen des Kulturstaatsministers Bernd Neumann wurde der Text wie folgt geändert: „Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördert staatlicherseits die Integration von Zuwanderern in Deutschland.“</p>
<p>Jochen Oltmer, Historiker am Institut für Migrationsforschung der Universität Osnabrück und einer der drei wissenschaftlichen Beiräte der Ausstellung spricht von Zensur. Der DHM-Direktor Hans Obermeyer erklärt in einer Pressemitteilung, dass er wie üblich dem zuständigen BKM-Referat die Ausstellungstexte zur Verfügung gestellt habe. Es habe „berechtigte Rückfragen“ dieses Referates bezüglich des oben zitierten Textes gegeben. Das habe Obermeyer zum Anlass genommen, „in eigener Verantwortung Modifizierungen vorzunehmen.“ Eine politische Einflussnahme oder gar Zensur hätte es nicht gegeben. Der <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/Migration-DHM;art772,2947641">Tagesspiegel</a> berichtet, dass ihm gegenüber Mitarbeiter des Museums bestätigt hätten, dass Neumanns Apparat Druck ausgeübt habe, auch wenn die offizielle Version anders laute. </p>
<p>Wie dem auch sei, ausgerechnet zum 20. Jahrestag den Mauerfalls, wo überall an die Überwindung eines dirigistischen Systems erinnert wird, sind peinliche Parallelen nicht von der Hand zu weisen. In der DDR residierte das Museum für Deutsche Geschichte im Berliner Zeughaus. Es wurde direkt vom Zentralkomitee der SED kontrolliert. Nach der Wiedervereinigung zog an diesen Ort das DHM. Es sollte sich jeglicher Einmischung des Staates entziehen. Freiheit der Wissenschaft, Meinungspluralität und Zivilcourage sind wohl eher für Jubiläumsreden geeignet und nicht so sehr als Maxime des Umganges eines Ministeriums mit einer autonomen Bildungseinrichtung. Schade, eigentlich.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/306/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/306/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/306/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/306/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/306/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/306/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/306/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/306/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/306/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/306/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=306&subd=stroheim&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Häuptling Eigener Herd &#8211; Die Vierzigste</title>
		<link>http://stroheim.wordpress.com/2009/11/10/qype-hauptling-eigener-herd-in-stuttgart/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 00:44:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kulinarische Kampfschrift]]></category>
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		<description><![CDATA[Jetzt ist die 40. Ausgabe erschienen. Sie trägt den Titel „Frankenstein“. Kulinarisch fällt einem dazu spontan Einiges ein. Aber der „Häuptling Eigener Herd“ wäre nicht er selbst, wenn den Autoren nicht noch ein wenig mehr einfiele. Rolf Cantzen und Bodo Dringenberg werfen einen bestens recherchierten Blick in die Kochtöpfe der Kannibalen, Thomas Vilgris setzt sich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=301&subd=stroheim&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Jetzt ist die 40. Ausgabe erschienen. Sie trägt den Titel „Frankenstein“. Kulinarisch fällt einem dazu spontan Einiges ein. Aber der <a href="http://www.haeuptling-eigener-herd.de">„Häuptling Eigener Herd“</a> wäre nicht er selbst, wenn den Autoren nicht noch ein wenig mehr einfiele. Rolf Cantzen und Bodo Dringenberg werfen einen bestens recherchierten Blick in die Kochtöpfe der Kannibalen, Thomas Vilgris setzt sich mit dem medialen Hype um den Analogkäse auseinander, der Restaurantkritiker Jörg Zipprick erinnert wehmütig an den Film <a href="http://www.youtube.com/watch?v=HoK8LSDR6G4">„Brust oder Keule“</a> von Louis den Funès und lässt die Molekularküche alt aussehen. Aber auch Schaumschläger wie der „FAZ-Großkritiker“ <a href="http://www.juergen-dollase.de/">Jürgen Dollase</a>, der seine Leser mit Begriffen wie „Texturerwartung“,  „Ressentiment-Küche“ oder „Subtilitätsgewinn“ malträtiert, bekommen ihr Fett weg. Vincent Klink steuert „eines der wichtigsten Rezepte des Abendlandes“ bei, um nur einige Beiträge zu erwähnen. Das Ganze ist diesmal mit Zeichnungen von Rattelschneck illustriert. </p>
<p><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/11/hauptling.jpg?w=163&#038;h=300" alt="Häuptling" title="Häuptling" width="163" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-303" /></p>
<p>Vergaß ich zu erwähnen, dass der „Häuptling Eigener Herd“ die von Sterne- und Fernsehkoch Vincent Klink (<a href="http://www.wielandshoehe.de/">Restaurant Wielandshöhe</a>) und Satiriker <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiglaf_Droste">Wiglaf Droste</a> gemeinsam herausgegebene, etwas andere literaturkulinarische Zeitschrift ist? Sie erscheint „so vierteljährlich wie möglich“. Wesentlicher Auslöser für ihr Auftauchen in der Welt vor zehn Jahren war, dass man Klink, als einem Herausgeber des Kulinarischen Almanachs bei Klett-Cotta, still und heimlich, ohne Rücksprache ein Gedicht entfernt hatte. Seitdem tanzt der Häuptling unter dem Motto „Wir schnallen den Gürtel weiter“ auf dem dünnen Seil zwischen Geschmack und Geschmacklosigkeit. Jedes Heft ist einem speziellen Thema gewidmet und wird jeweils durchgehend von wechselnden Zeichnern bebildert. Die „kulinarische Kampfschrift“ kostet im Abo für 4 Ausgaben 54.- Euro, das Einzelheft 14,90. Ich lasse mir jedes Jahr ein Abo zu Weihnachten schenken. Wenn die Post dann eine Ausgabe bringt, lese ich sie mehr oder weniger am Stück durch. Das „Lebensmittel für Hirn und Wanst“ ist das Geschenk für Jeden, der sich für Genuss und Literatur begeistern kann. Mehr Geschenktipps sind von mir bis Weihnachten nicht zu erwarten!</p>
<p>Alte Weinsteige 71, c/o Edition Vincent Klink GmbH, 70597 Stuttgart<br />
www.haeuptling-eigener-herd.de</p>
<p>Einzel- und Abo-Bestellungen:<br />
BuchGourmet, Herrn Dieter K. Eckel, Hohenzollernring 16 – 18, 50672 Köln</p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/89868-Haeuptling-Eigener-Herd-Stuttgart">Häuptling Eigener Herd</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype&lt;</p>
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		<title>Max und Moritz ohne Tücke</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 15:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschäftspartner aus diversen asiatischen und europäischen Ländern wollten zum Abendessen ausgeführt werden. Etwas traditionell Berlinerisches sollte es sein. Gar nicht so leicht zu finden, denn wenn irgendwo Alt-Berliner Kneipe dran steht, fühle ich mich zunächstmal abgestoßen. Dann wird meist der alte Zille missbraucht, es mieft nach Berliner Luft, Luft, Luft und die olle Hungerkralle will [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=294&subd=stroheim&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Geschäftspartner aus diversen asiatischen und europäischen Ländern wollten zum Abendessen ausgeführt werden. Etwas traditionell Berlinerisches sollte es sein. Gar nicht so leicht zu finden, denn wenn irgendwo Alt-Berliner Kneipe dran steht, fühle ich mich zunächstmal abgestoßen. Dann wird meist der alte Zille missbraucht, es mieft nach Berliner Luft, Luft, Luft und die olle Hungerkralle will sich Touristen grapschen, die nicht schnell genug Reißaus nehmen können, die morgen eh wieder weg sind, die nicht wieder kommen brauchen. Täglich schleusen Flieger, Busse und Bahnen neue Opfer in die Hauptstadt.</p>
<p>Das Max &amp; Moritz hebt sich positiv ab. Zwanzig Plätze waren unkompliziert per Telefon reserviert. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass weder EC- noch Kreditkarten akzeptiert werden. Auf meinen Einwand, dass ich ungern mit dicken Geldbündeln in der Tasche durch die Gegend liefe, hieß es, ich solle einfach eine professionell gestaltete Visitenkarte mitbringen, das würde auch reichen, um das Konsumierte per Rechnung zu begleichen. Dass sich jetzt aber niemand auf mich beruft und versucht Ähnliches einzufordern.</p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0106/2349/IMG_8811_gallery.JPG?30688" width="100%"></p>
<p>Das Kreuzberger Wirtshaus macht nicht bemüht auf traditionell, zahlreiche Details der Innenarchitektur und des Mobiliars lassen die über 100-jährige Geschichte einfach nicht leugnen. Im Jahre 1902 eröffnete Felix Fournier das Wirtshaus am 70. Geburtstag Wilhelm Buschs. Der war mit der Namenswahl einverstanden, stellte aber als Bedingung, dass einmal in der Woche Erbsensuppe an die arme Bevölkerung ausgegeben würde. In den 20er Jahren entwickelte sich das Max &amp; Moritz zum Vergnügungslokal mit 400 Sitzplätzen in zwei Speisesälen, mit Stehbierhalle und Likörtresen. Tatsächlich verkehrten sowohl Heinrich Zille, als auch Paul Lincke – der Komponist der „Berliner Luft“ – hier. Damals wurde das gesamte Haus genutzt. In der zweiten Etage befand sich der Küchentrakt, die dritte Etage war Schlachterei, in der vierten Etage war die Räucherei untergebracht und im Hinterhaus wohnte das Personal. Zum Mittagessen fuhren betuchte Gäste aus dem nahen Zeitungsviertel vor, abends traf sich der Gesangsverein „Typografie“ der Reichsdruckerei, die Arbeiterparteien hielten Versammlungen ab, aber auch die Deutsche Sozialwissenschaftliche Gesellschaft kam hier zusammen.</p>
<p>Michael Kuhlmann, der zusammen mit Chefkoch David Ryan den Laden seit 2006 leitet, erzählt, dass Felix Fournier als Jude zu Beginn der Nazizeit das Wirtshaus einer älteren Stammkundin überschrieb. Die versteckte ihn bis zur Befreiung in einer Gartenlaube, anschließend habe er das Lokal weiter betrieben. Es folgten mehrere Besitzerwechsel. In den 70ern sollten die Räume als Möbellager genutzt werden. Das Mobiliar war schon in den Keller ausgelagert als ein badischer Theologe das Potential der Räume erkannte und das Max &amp; Moritz mit viel Liebe zum Detail wieder her richtete. Der Laden wurde zum Kreuzberger Szenelokal, zeitweise kollektiv geführt. Am 5. Oktober 1978 wurde im großen Saal die Alternative Liste gegründet. Gründungsmitglieder waren u.a. Wolfgang Wieland und Hans-Christian Ströbele. In den 90ern begann die Wohnungsbaugesellschaft Bewoge mit der Totalsanierung des Hauses. Das Lokal musste für mehrere Jahre schließen und wurde erst 2001 von neuen Betreibern wiedereröffnet.</p>
<p>Das Gasthaus ist heute dreigeteilt. Die ehemalige “Stehbierhalle” und das “Likörbuffet mit Brötchenschrank für kalte Speisen” bieten Platz für das eigentliche Restaurant. Im Obergeschoß gibt es einen kleinen Saal mit beeindruckenden Glasmalereien. Es gibt hier eine niedliche Bühne mit Schminkraum, eine Bibliothek und eine kleine Bar. Im hinteren Teil des Erdgeschosses findet man den gerade renovierten Ballsaal. Seine Jugendstil-Oberlichter schaffen ein ganz eigenes Ambiente.</p>
<p><img src="http://assets1.qypecdn.net/uploads/photos/0106/2391/Max_3_gallery.jpg?30688" width="100%"></p>
<p>Man bietet traditionelle Berliner Küche, schränkt aber auf der Karte auch gleich ein: „Der Ausdruck `Berliner Küche´ ist eigentlich falsch. Der Ursprungsort der wenigsten`Berliner´ Gerichte ist Berlin. Berlinisch ist die spezielle Art die Dinge zu nehmen, der `Pfiff´, so wie die landlosen Bauern und Handwerker, die aus der Niederlausitz, aus Schlesien und dem Oderbruch am Görlitzer- oder am Schlesischen Bahnhof ankamen, mit der in rasender Eile entstehenden Großstadt fertig werden mußten. Aus ihrer Heimat brachten Sie auch ihre Eßgewohnheiten mit und im Schmelztiegel der Arbeitervorstädte entstand dieses speziell `Berlinische´, dort ist es auch heute noch zu Hause.“ Dass die Berliner Kultur eine der Zugezogenen ist, ist sicherlich wahr, macht die ganze Chose aber etwas beliebig, so dass auch Westfälische Mettenden mit süß-sauren Brechbohnen, Rheinischer Sauerbraten und sogar süßer Flammkuchen mit Äpfeln, Rosinen, Zimt und Calvados, am Tisch flambiert, im Angebot sind. Insgesamt bietet die Karte aber eine überschaubare Anzahl von klassischen, Hausmannkost-Gerichten, ergänzt durch eine den Jahreszeiten angepasste Tageskarte. Man schmeckt, dass frische und hochwertige Zutaten verwendet werden.</p>
<p><img src="http://assets2.qypecdn.net/uploads/photos/0106/2359/Unbenannt-1_gallery.jpg?30688" width="100%"></p>
<p>Das war allerdings meinen Gästen zunächst reichlich egal. Japaner und Chinesen bestellten sich Schlachteplatten oder Eisbein und zückten beim Servieren ihre Handykameras, denn von solchen barbarischen Fleischbergen waren sie fasziniert. Mein Rindersteak war zwar ein klein wenig länger gebraten als ich geordert hatte, aber immerhin machte mich die Kellnerin darauf aufmerksam und bot mir an, ein neues zu bringen, falls ich es wünschte.</p>
<p>Überhaupt die Kellnerin. Sie beeindruckte nicht nur durch ihr fließendes Englisch, sondern auch dadurch, dass sie sich Getränke- und Speisebestellungen (mit einigen Extras) &#8211; scheinbar problemlos &#8211; im Kopf merken konnte. Für meinen indischen Tischnachbarn kam das einem Zaubertrick gleich. Auf Nachfrage erfuhr er, dass sie als bildende Künstlerin eben ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen hätte, sich Gesichter merken und außerdem rechnen könne.</p>
<p>Obwohl alle reichlich den fünf Biersorten vom Fass oder der kleinen, aber ordentlichen Weinauswahl zusprachen und ein Teil der Gäste den Abend mit mehreren Runden Jägermeister abschließen zu müssen glaubte, kam eine erstaunlich niedrige Rechnung zusammen, die alles in allem bei nicht mehr als 25 Euro pro Person lag.</p>
<p>Da erlaubte ich mir, als alle auf den Heimweg gebracht waren, noch ein Glas badischen Dornfelder an der Theke zu genießen und beschoss, hier öfter einzukehren.</p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/22053-Max-und-Moritz-Berlin">Max und Moritz</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
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		<title>Eine feine Bäckerei</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 22:09:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Feinbäckerei hat etwas Märchenhaftes an sich. An der eher unwirtlichen Suermondtstraße gelegen, leuchtet sie besonders an grauen Herbst- und Wintertagen und verspricht Wärme und Süße und Wohlgeschmack und ein kleines Stück vom Glück dieser Welt. Hier gibt es noch eine Backstube und nicht nur Aufbacköfen. Hier stellt der Bäckermeister seine Zutaten noch selbst zusammen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=280&subd=stroheim&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die Feinbäckerei hat etwas Märchenhaftes an sich. An der eher unwirtlichen Suermondtstraße gelegen, leuchtet sie besonders an grauen Herbst- und Wintertagen und verspricht Wärme und Süße und Wohlgeschmack und ein kleines Stück vom Glück dieser Welt. Hier gibt es noch eine Backstube und nicht nur Aufbacköfen. Hier stellt der Bäckermeister seine Zutaten noch selbst zusammen und verzichtet auf Fertigbackmischungen. Das Angebot ist überschaubar. Geht es auf den Abend zu, ist es manchmal auf wenige Restexemplare reduziert. Der Meister hat wohl zu viel Respekt vor seinen Produkten um für die Tonne zu backen. Dafür experimentiert er gerne und bietet auch Mal Löwenzahn- und Hagebuttenblüten-Brötchen an. Seine herzhaften Bötchen, bei denen er ansonsten beispielsweise Zwiebeln oder Speck oder Sauerkraut in den Teig knetet, sind einer der Höhepunkte. Aber auch seine Blechkuchen oder süßen Backteilchen sind eine Offenbarung. </p>
<p><img src="http://assets3.qypecdn.net/uploads/photos/0112/2829/IMG_8932_gallery.JPG?30360" width="100%"></p>
<p>Der kleine Verkaufsraum könnte auch vor etlichen Jahrzehnten bereits genauso ausgesehen haben. Die Ehefrau des Bäckers steht hinter dem Tresen und kommt mit ihrer nicht antrainierten sondern wesenseigenen Freundlichkeit mit Jedem ins Gespräch. Da muss man dann auch manchmal ein wenig warten bis man dran ist. Die erste Begegnung mit der Feinbäckerei hatte ich als ich &#8211; anlässlich der Geburt meiner jüngsten Tochter &#8211; Kuchen für meine Kollegen kaufen wollte. Es war gegen zehn Uhr vormittags. „Ja, soviel haben wir ja gar nicht mehr da“ seufzte die Bäckersfrau, „ach sagen Sie einfach was Sie wollen!“ Danach rief sie nach hinten in die Backstube: „Emil, Du musst noch Mal neuen Kuchen backen!“ Natürlich entließ sie mich nicht ohne nach dem Grund des Großeinkaufs zu fragen: „Haben Sie Geburtstag?“ „Nein, ich bin Vater geworden.“ „Herzlichen Glückwunsch, ich hatte auch so einen Nachzügler!“ „So alt sehe ich dann doch auch wieder nicht aus“, dachte ich. „Ja, bei meinem jüngsten Sohn war ich auch schon über dreißig. Genießen sie es!“ Damit war der Mittvierziger wieder versöhnt. Ich konnte den Kuchen dann samt Blechen zwei Stunden später abholen und damit die Kollegen begeistern.</p>
<p>Feinbäckerei<br />
Suermondtstr. 64<br />
13053 Berlin</p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/1040188-Feinbaeckerei-Berlin">Feinbäckerei</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/280/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/280/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/280/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/280/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/280/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/280/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/280/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/280/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/280/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/280/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=280&subd=stroheim&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">stroheim</media:title>
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		<title>Kulinarische Reflexionen zum Herbst</title>
		<link>http://stroheim.wordpress.com/2009/10/16/kulinarische-reflexionen-zum-herbst/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 10:50:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Angst macht mir vor allem die Zeit um Halloween, da bin ich richtig empfindsam. Halloween ist übrigens weder eine Erfindung der Amerikaner noch der Kostümhersteller, sondern ursprünglich eine keltische Angelegenheit, die mit den großen irischen Auswanderungswellen in die USA gelangte. Nach Deutschland kam es über die Amerikaner und die Kostümhersteller. Angst machen mir übrigens (in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=242&subd=stroheim&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Angst macht mir vor allem die Zeit um Halloween, da bin ich richtig empfindsam. Halloween ist übrigens weder eine Erfindung der Amerikaner noch der Kostümhersteller, sondern ursprünglich eine keltische Angelegenheit, die mit den großen irischen Auswanderungswellen in die USA gelangte. Nach Deutschland kam es über die Amerikaner und die Kostümhersteller. Angst machen mir übrigens (in erster Linie) nicht die hysterischen Übereltern, die sich in ihren kleinen, weltabgewandten Grüppchen, auf Kitastühle gequetscht, in von Kinderpups geschwängerter Luft darauf verständigen, dass selbstverständlich keines ihrer Kinder eine irgendwie angsteinflößende Verkleidung anlegen dürfe. So müssen sich die lieben Kleinen als pastellfarbene <a href="http://halloweencostumes4kids.com/pages/costumes/fairytalemaden.html">Feen</a>, <a href="http://www.amazon.com/gp/product/images/B000J3YJ9Q/ref=dp_image_text_0?ie=UTF8&amp;n=1036592&amp;s=apparel">Blumen</a> oder <a href="http://www.partypaket.de/index.php?sid=ac6ae8279fc04afbdbbcbe57a695fc68&amp;cl=moredetails&amp;cnid=66c48e22b2b459566.40428408&amp;anid=e9548e22d1b3a21e9.28748286&amp;zanpid=1296028158658618369">Kürbisse</a> lächerlich machen.</p>
<p><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/10/img_81533.jpg?w=250&#038;h=300" alt="IMG_8153" title="IMG_8153" width="250" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-262" /><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/10/img_81514.jpg?w=257&#038;h=300" alt="IMG_8151" title="IMG_8151" width="257" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-263" /><br />
<img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/10/img_81521.jpg?w=255&#038;h=300" alt="IMG_8152" title="IMG_8152" width="255" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-265" /><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/10/img_81321.jpg?w=256&#038;h=300" alt="IMG_8132" title="IMG_8132" width="256" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-266" /></p>
<p>Und damit bin ich bei der Ursache meiner Angst angelangt: dem Kürbis. Ausgehöhlt und mit einer dreckigen Fratze versehen, ist er ganz nett anzuschauen. Blöd nur, dass es weit verbreitete Hemmungen gibt, den Inhalt, das Kürbisfleisch in den von Gott dafür vorgesehenen Ort zu befördern: die Mülltonne. Alle Welt meint, man müsse dieses Zeug irgendwie verwerten und so bekommt man allüberall Kürbissuppe, Kürbiskuchen und Kürbismarmelade angeboten. Allein, noch nie habe ich erlebt, dass ein Gericht mit Kürbis drin einigermaßen essbar war. Bei uns zuhause läuft das immer so ab, dass eine Unmenge edler Zutaten (Ingwerwurzel, Steirisches Kürbiskernöl, frisch gepresster Orangensaft, frischer Koriander, Vanilleschoten usw.) in der Hoffnung besorgt werden, ihr Zusatz könne in Verbindung mit aufwendigsten Zubereitungsprozeduren das – im günstigsten Fall vollkommen geschmacklose – Kürbismark in eine essbare Speise verwandeln. Hat leider noch nie geklappt. Regelmäßig bleiben gigantische Mengen übrig. Die darf man dann aber natürlich – eingedenk der teuren Zutaten und der zeitraubenden Kocherei &#8211; nicht wegschmeißen. Auf die Schnelle fallen mir auch nicht genügend Mitmenschen ein, die ich nicht so richtig gern mag und mit dem Zeug beglücken könnte. So verstopft der Kürbisfraß dann bis zum nächsten Stromausfall ungefähr zwei Drittel unseres Gefrierschrankes.</p>
<p><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/10/img_81361.jpg?w=300&#038;h=199" alt="IMG_8136" title="IMG_8136" width="300" height="199" class="alignnone size-medium wp-image-268" /><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/10/img_81411.jpg?w=300&#038;h=206" alt="IMG_8141" title="IMG_8141" width="300" height="206" class="alignnone size-medium wp-image-269" /></p>
<p>Mein Tipp: In diesem Herbst statt des vermaledeiten Kürbisses mal etwas ganz Neues ausprobieren! Wer mag Meerschweinchen? Wer hat sich schon einmal an der Zubereitung von Meerschweinchen versucht? In den Anden, vor allem in Peru wandern <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,323860,00.html">jährlich etwa 22 Millionen von ihnen in den Kochtopf</a>. In der Kathedrale von Cuzco soll es eine ganz <a href="http://www.brueckenbach.net/blog/index.php?/archives/132-Jesus-isst-Meerschweinchen.html">hinreißende Darstellung des Abendmahls </a>geben. Sie zeigt einen Jesus, der offenbar kurz davor ist, ein gebratenes Meerschweinchen zu verspeisen. Wer das abstoßend findet, sollte sich Gedanken über kulturellen Relativismus und den Sinn und Unsinn von Nahrungsmitteltabus machen. Auch kleine Schweinchen, Kälbchen oder Zicklein sind kuschelig, darüber hinaus aber in unserer Kultur als außerordentlich schmackhaft geschätzt. Mann kann ja eine Ausnahme machen und die Kinder im Vorfeld mit dem Essen spielen lassen. Zu diesem Thema existiert ein wunderbarer Text des BBC-Fernsehkochs <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Stefan_Gates">Stefan Gates</a>, aus seinem Buch <a href="http://www.amazon.de/B%C3%BCcher/s?ie=UTF8&amp;rh=n%3A186606%2Cp_27%3AStefan%20Gates&amp;field-author=Stefan%20Gates&amp;page=1">„Der Gastronaut. Kulinarische Abenteuer für Romantiker, Tollkühne und Unverzagte“</a>. Meine Frau ist der Ansicht, er sei so geschmacklos und so (holzhammer-)mäßig komisch, dass sie schon erwartet habe, dass es meinen Geschmack trifft. Ich habe das in der Kategorie Komplimente abgelegt.</p>
<p><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/10/cuy_in_the_kitchen_edit12.jpg?w=271&#038;h=360" alt="Cuy_in_the_kitchen_edit1" title="Cuy_in_the_kitchen_edit1" width="271" height="360" class="alignnone size-medium wp-image-274" /><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/10/009_the_kitchen_of_cuy2.jpg?w=269&#038;h=360" alt="009_the_kitchen_of_cuy" title="009_the_kitchen_of_cuy" width="269" height="360" class="alignnone size-medium wp-image-275" /></p>
<p>Ich zitiere: „Das Schlachten heiß geliebter Haustiere ist eine heikle Angelegenheit, ich weiß. Daher möchte ich gleich zu Anfang klarstellen: Irgendetwas müssen wir immer opfern. (&#8230;) Dennoch muss man gerechterweise zur Vorsicht mahnen: Bevor wir in den Garten laufen und aufs Geratewohl mit dem Speer herumfuchteln, sollten wir uns vor Augen führen, dass auch Kinder Gefühle haben. Das Ganze wäre eine gute Gelegenheit, sie Blut lecken zu lassen. Man frage sich: Sollte man ihnen diese Chance wirklich vorenthalten?</p>
<p>Andererseits könnten Kinder mit schwachen Nerven über den Verlust eines geliebten Tieres außer Fassung geraten, weshalb ich dringend um etwas Zartgefühl bitten möchte: Zwischen dem Schlachten des Haustieres und dem Servieren im Familienkreis sollte mindestens eine Stunde vergehen. Lautes Jammern bei Tisch ist schlichtweg unerträglich. Mit leisem Dauerschluchzen kann ich mich eher abfinden. Nach dem Essen ist vielleicht der Moment für eine weitere Erziehungsmaßnahme gekommen: Man könnte seinem Nachwuchs beibringen, welches Vergnügen es bereitet, Kummer in Schnaps zu ertränken. Man muss ja nicht gerade den edelsten Tropfen kredenzen – vor Erreichen der Pubertät schmeckt ohnehin alles gleich.“</p>
<p>Wer jetzt auf den Geschmack gekommen und neugierig geworden ist, dem lasse ich gerne ein Meerschwein-Rezept zukommen. Vorsicht: In einigen Tierhandlungen könne man auf Ressentiments stoßen. Besser man lässt den Verwendungszweck der zu erstehenden Lebensmittel im Dunkeln.</p>
<p>Ich wünsche einen spannenden Herbst und allseits Guten Appetit!</p>
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		<item>
		<title>Pimp my toilet &#8211; Qype und null null 00 auf Hygiene-Mission</title>
		<link>http://stroheim.wordpress.com/2009/10/14/pimp-my-toilet-qype-und-null-null-00-auf-hygiene-mission/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 10:18:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Netz gefischt]]></category>
		<category><![CDATA[Qype]]></category>
		<category><![CDATA[exclosiv]]></category>
		<category><![CDATA[Griff ins Klo]]></category>
		<category><![CDATA[Hygiene-Mission]]></category>
		<category><![CDATA[null null 00]]></category>
		<category><![CDATA[Pissbänkchen]]></category>
		<category><![CDATA[schwarzes Toilettenpapier]]></category>
		<category><![CDATA[Spülksten mit Aquarium]]></category>
		<category><![CDATA[Toilettenkostüm]]></category>
		<category><![CDATA[Toilettenzeichen]]></category>
		<category><![CDATA[Urinale in Blütenform]]></category>
		<category><![CDATA[user generated content]]></category>
		<category><![CDATA[verspiegelte Toilette]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwie ist es still geworden um die Hygiene-Mission für saubere Toiletten in Deutschland von null-null-00 und von Qype. Die saubersten Restauranttoiletten werden mit einem WC Frische-Siegel ausgezeichnet. „Aus den als besonders schmutzig bewerteten Toiletten werden Toiletten ausgewählt, denen 00 null null ein komplettes Makeover gönnt“, heißt es auf der website. Ganz im Zeichen des „User [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=238&subd=stroheim&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Irgendwie ist es still geworden um die <a href="http://www.qype.com/forums/1/topics/14516-Toiletten-Bewertung-das-Wichtigste-eines-Platzes-?page=8">Hygiene-Mission für saubere Toiletten in Deutschland von null-null-00 und von Qype</a>. Die saubersten Restauranttoiletten werden mit einem WC Frische-Siegel ausgezeichnet. „Aus den als besonders schmutzig bewerteten Toiletten werden Toiletten ausgewählt, denen 00 null null ein komplettes Makeover gönnt“, heißt es auf der <a href="http://www.wc-frische-siegel.de/">website</a>. Ganz im Zeichen des „User generated contents“ möchte ich meinen Teil dazu beitragen, dass diese ganze Geschichte nicht das Kanalisation runter geht und steuere meine Vorschläge bei, wie man siffige, unappetitliche Toiletten aufwerten könnte.</p>
<p>Natürlich kann ein Restaurant, dass von der Mission zur Klo-Erneuerung ins Visier genommen wurde jetzt nicht einfach schließen, während das Klo auf Vordermann gebracht wird. Aber die üblichen Dixi-Klos sind nun wirklich vollkommen unakzeptabel. Allenfalls könnte die jüngste Qype-Zielgruppe Spaß daran finden, wenn sich Qype-Mitarbeiter in Jack-Ass-Manier darin einsperren lassen, während die gefüllte Toilette auf den Kopf gestellt wird. Aber werden sich dafür Freiwillige finden? Nein, für den Übergang braucht man ein exklusives Provisorium. Zum Glück hat sich unter dem einfallsreichen Namen <a href="http://www.exclosiv.de/">“exklosiv“</a> ein entsprechender Anbieter formiert. </p>
<p><a href="http://www.schwarzes-klopapier.de/assets/s2dmain.html?http://www.schwarzes-klopapier.de/index1.html">Schwarzes Toilettenpapier</a> motzt jedes Klo auf. Für Biker-Kneipen empfiehlt sich eine <a href="http://www.cyclefaucets.com/">Waschbeckenarmatur in der Form eines Motorradtanks </a>. Gibt es im Moment sogar reduziert. Ich persönlich würde ja auch noch diese <a href="http://www.house-doctor.jp/kaiteki/">Bänkchen</a> aus Japan empfehlen, das es Männern erleichtert zu knien, wenn sie sich erleichtern. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es möglicherweise Rückspritzer gibt, die im Gesicht des Urinierenden landen. Müsst ihr noch ausprobieren. Praktischer und trotzdem ästhetisch überaus ansprechend sind sicher <a href="http://www.clarkmade.com/urinals.html">Urinale in Blütenform</a>.</p>
<p><img src="http://assets1.qypecdn.net/uploads/photos/0109/6932/b_nkchen_gallery.gif?30037" width="60%"></p>
<p>Wenn man sich traut einen etwaigen Konflikt mit Tierschutzfanatikern durch zu stehen, kann man auch mit einer <a href="http://www.fishnflush.com/iq_fnf/">Kombination aus Spülkasten und Aquarium</a> protzen. Leider habe ich keine Vorstellung von der Höhe des Budgets. Wenn nicht so aufs Geld geschaut werden muss, empfehle ich eine <a href="http://www.techeblog.com/index.php/tech-gadget/strange-toilet-is-transparent-on-the-inside-but-opaque-to-others">Toilette, die einseitig verspiegelt ist</a>, so dass man von Drinnen nach Draußen sehen kann, aber eben nicht umgekehrt. </p>
<p>Falls sich nur Imbisswagen mit begrenztem Raumangebot bereit finden, sich missionieren zu lassen, solltet Ihr unbedingt diese platzsparende Variante ins Auge fassen:</p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://stroheim.wordpress.com/2009/10/14/pimp-my-toilet-qype-und-null-null-00-auf-hygiene-mission/"><img src="http://img.youtube.com/vi/nMSv7e0iDvA/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p>Wichtig ist auf alle Fälle, das richtige Label an die Tür zu kleben. Eine große Auswahl gibt es <a href="http://toiletsigns.blogspot.com/">hier</a>.</p>
<p>Lieder nicht mehr lieferbar ist dieses <a href="http://www.anytimecostumes.com/ecommerce/control/product/~product_id=02187163"> Toilettenkostüm </a>. Vielleicht kann es aber Irgendwer nachbasteln. Dann könntet Ihr die Wirkung der Kampagne dadurch potenzieren, dass alle Qype-Mitarbeiter für die Laufzeit verbindlich verpflichtet werden während ihrer Arbeitszeit ein entsprechendes Kostüm zu tragen. Möglicherweise könnte man sogar eine Live-Webcam installieren, damit wir Euch jederzeit im Netz sehen können und so motiviert werden unseren Teil zum Gelingen der Klo-Kampagne beizutragen. </p>
<p>Was ich ja wohl hiermit getan habe. Ich verlange keine große Belohnung. Mit einer Tüte Gummibärchen wäre ich zufrieden. Aber Finger waschen vor dem Einpacken nicht vergessen!</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/238/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/238/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/238/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/238/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/238/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=238&subd=stroheim&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">stroheim</media:title>
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		<media:content url="http://img.youtube.com/vi/nMSv7e0iDvA/2.jpg" medium="image" />
	</item>
		<item>
		<title>Incontro Catering</title>
		<link>http://stroheim.wordpress.com/2009/10/14/qype-incontro-catering-in-berlin/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 08:22:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kaufen, Kaufen, Kaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Nicht Brot allein]]></category>
		<category><![CDATA[Qype]]></category>
		<category><![CDATA[Catering]]></category>
		<category><![CDATA[Fingerfood]]></category>
		<category><![CDATA[Mitarbeiterfrühstück]]></category>
		<category><![CDATA[Panini]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ein Unternehmen wächst, dann ändern sich zwangsläufig auch liebgewordene Rituale. Plötzlich waren wir zu Viele. Es funktionierte nicht mehr, dass die Mitarbeiter sich am Abend vor jedem Kollegengeburtstag in die Küche stellten um Köstlichkeiten zu zaubern, die sie am nächsten Morgen zu Ehren des Betroffnen bei einem gemeinsamen Frühstück auftischten. Die Erkenntnis setzte sich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=234&subd=stroheim&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Wenn ein Unternehmen wächst, dann ändern sich zwangsläufig auch liebgewordene Rituale. Plötzlich waren wir zu Viele. Es funktionierte nicht mehr, dass die Mitarbeiter sich am Abend vor jedem Kollegengeburtstag in die Küche stellten um Köstlichkeiten zu zaubern, die sie am nächsten Morgen zu Ehren des Betroffnen bei einem gemeinsamen Frühstück auftischten. Die Erkenntnis setzte sich durch: Manches gehört besser outgesourct. Ein Caterer musste her. Es folgten einige unglückliche Versuche (zu teuer, zu lieblos, zu wenig, zu servicewüstenorientiert), bevor ich mich an Incontro erinnerte, dem Hauscaterer einer befreundeten PR-Agentur. Vermutlich ist es nicht klug, diese Adresse weiter zu geben, denn auch jetzt schon bekomme ich manches Mal auf meine monatliche Anfrage eine Absage wegen Kapazitätsproblemen und muss auf einen anderen Anbieter ausweichen.</p>
<p><img src="http://assets3.qypecdn.net/uploads/photos/0109/6722/IMG_8105_gallery.JPG?30037" width="100%"></p>
<p>Unter den Kollegen gibt es zwei Fraktionen. Der einen ist Incontro zu sophisticated. Ihre Vorstellung eines gelungen Frühstücks geht über Hackepeter und Nutella nicht hinaus. Die andere Fraktion liebt Incontro. Vor anderthalb Jahren hatte Incontro eine Phase, in der &#8211; nach meinem Geschmack – alles ein wenig zu sehr von Balsamico-Creme und Basilikum-Pesto dominiert war. Haben sie aber überwunden. Ich bestelle zum Frühstück in der Regel Fingerfood. Pro Person zahle ich so 12.- Euro, ohne Getränke, aber mit Lieferung, Aufbau und Abholung des Geschirrs.</p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0109/6701/IMG_8114_gallery.JPG?30037" width="100%"></p>
<p>Dafür gibt es zum einen belegte Mini-Panini, z.B. mit…</p>
<p>- Spanischem Serranoschinken auf einer Honig-Dijonsenf-Creme, Honigmelone, gerösteten Mandeln und Kräutern<br />
- Französischem Ziegenkäse, saftigen Feigen und gehackten Pistazien<br />
- Gegrilltem Gemüse auf Petersilien-Erdnußpesto, Parmesan und gerösteten Sonnenblumenkernen<br />
- Hähnchen-Orangensalat mit geröstetem Sesam<br />
- Spanischer Chorizo auf einer pikanten Schafskäse-Paprikapaste, frischen Tomaten, Mozzarella und Kräutern</p>
<p><img src="http://assets1.qypecdn.net/uploads/photos/0109/6714/IMG_8112_gallery.JPG?30037" width="100%"></p>
<p>…und außerdem beispielsweise, je nach Jahreszeit:</p>
<p>- Mit Paranüssen gefüllte Datteln, mit Bacon umhüllt und im Ofen gebacken<br />
- Mit Himbeersirup karamellisierte frische Feigen auf Schweinefilet im Serranomantel<br />
- Hackfleischbällchen mit Mandeln, Chili, Limettenschale, Datteln und verschiedenen Gewürzen auf einer Paprikacreme<br />
- Spieße von marinierten, gebratenen Garnelen mit einem Dipp aus Avocado, Orange, Koriander und Wasabi<br />
- Herzhafte Zucchinitaler mit magerem Schinkenspeck, Creme fraiche, Muskat und frischem Thymian<br />
- Hähnchenunterschenkelkeulchen pikant-süß mariniert und im Ofen mit frischem Thymian und Honig gebacken<br />
- Crepetütchen mit Basilikumcreme, französischem Ziegenkäse und Orangen gefüllt<br />
- Gebackene Süßkartoffeln mit Schafskäse, Frühlingszwiebeln, Sonnenblumenkernen und frischem Basilikum im Strudelteig<br />
- Griechischer Sahneyoghurt mit Honig und Zitrone auf frischem Ost und gerösteten Mandeln<br />
usw.</p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0109/6686/IMG_8099_gallery.JPG?30037" width="100%"></p>
<p>Die Homepage von Incontro ist hoffnungslos veraltet. Die Inhaberin, Barbara Wendorff hat den dort erwähnten Laden schon lange aufgegeben und sich aufs Catering konzentriert. </p>
<p>Obwohl sie ziemlich viel zu tun hat, habe ich noch nie länger als eine halbe Stunde auf ihren Rückruf gewartet nachdem ich auf ihre Mailbox gesprochen hatte.</p>
<p>Incontro Catering<br />
Inhaberin Barbara Wendorff<br />
Heinersdorfer Str. 4-6<br />
13086 Berlin<br />
Tel: 030/ 44357618<br />
Mail: incontro@gmx.de<br />
<a href="http://www.berlincontro.de">www.berlincontro.de</a> (veraltet)</p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/1001942-Incontro-Catering-Berlin">Incontro Catering</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
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		<title>Kinder erschrecken mit Ritter Kahlbutz</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 20:53:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, wo die Kinder Deine Geschichten nicht mehr gruselig finden und überhaupt übertrieben aufmüpfig werden. Möglicherweise kann sie dann ein Besuch bei der mumifizierten Leiche des Ritters Kahlbutz vorübergehend zur Räson bringen. Dazu begibt man sich in das havelländische Dorf Kampehl, knapp 100 Kilometer von Berlin und gut fünf von Kyritz [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=228&subd=stroheim&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, wo die Kinder Deine Geschichten nicht mehr gruselig finden und überhaupt übertrieben aufmüpfig werden. Möglicherweise kann sie dann ein Besuch bei der mumifizierten Leiche des Ritters Kahlbutz vorübergehend zur Räson bringen. Dazu begibt man sich in das havelländische Dorf Kampehl, knapp 100 Kilometer von Berlin und gut fünf von Kyritz an der Knatter entfernt.</p>
<p><img src="http://assets2.qypecdn.net/uploads/photos/0106/8983/kampehl_kirche_gallery.jpg?29468" width="70%"></p>
<p>Man muss sich vor dem Eingang zur Gruft der kleinen rechteckigen, aus Feldsteinen errichteten Wehrkirche von Kampehl gedulden, bis die vorherigen Besucher ihren ca. zwanzigminütigen Besuch beendet haben. Dann darf man selber in die Gruft treten, die gerade mal Raum für ein Dutzend Personen bietet. Ein Dorfbewohner hält dann einen recht launigen Vortrag und beantwortet die wohl immergleichen Fragen der Besucher. </p>
<p>Ein rissiger Sargdeckel, eine mittelalterliche Turnierlanze, ein paar geschmiedete Helme und ein kleiner Verkaufstisch im Broschüren und Postkarten lenken kaum vom dunklen Holzsarg mit gläsernem Deckel ab. Auf weißem Stoff drapiert liegt hier die Mumie, die Hände gefaltet, den Schoß mit einem Tuch bedeckt, eigenartig, gelbledrig eingeschrumpelt aber eben für eine dreihundert Jahre alte Leiche in einem erstaunlich frischen Zustand.</p>
<p><img src="http://assets1.qypecdn.net/uploads/photos/0106/8985/Kahlbutz2_gallery.jpg?29468" width="70%"></p>
<p>Im 16. Jahrhundert wurde die Familie Kalebuz erstmals als Besitzer des Rittergutes von Kampehl erwähnt. Bis 1783 behielt sie den Besitz, dann starb ihr letzter männlicher Spross. Mit Gottliebe Sophie von Kalebuz, Stiftsfräulein in Heiligengrabe, verstarb auch der letzte weibliche Vertreter im Jahre 1795 – zumindest was die offiziellen Nachkommen angeht. Die Familie Kröcher auf Lohm erwarb das Rittergut. Bereits nach wenigen Jahren wurde der Besitz aber schon an den Königlichen Stallmeister Krell verkauft. Der fühlte sich der Gemeinde verpflichtet und ließ 1794 die Dorfkirche renovieren. Um das ursprüngliche Aussehen der Kirche wieder herzustellen, sollte die nachträglich errichtete Grabkapelle, die Begräbnisstätte derer von Kalebuz, abgetragen und ihre Särge erdbestattet werden. Beim öffnen der Särge stellte man erstaunt fest, dass eine der Leichen unverwest ist. Man erinnerte sich an die Geschichte des Christian Friedrich von Kalebuz.</p>
<p>Der lebte von 1651 bis 1702 und war damit ein Zeitgenosse des Kurfürsten Friedrich Wilhelm. An seiner Seite kämpfte Christian Friedrich in der Schlacht von Hakenberg gegen die Schweden und erlitt eine Verwundung, deren Narbe am linken Knie an der Mumie zu erkennen ist. Der Ritter hatte 11 eheliche Kinder. Es werden ihm aber über 30 weitere außereheliche nachgesagt. Angeblich soll der Ritter gern auf das „Recht der ersten Nacht“ bestanden haben. 1690 fand in Dreetz bei Neustadt/Dosse ein Prozess gegen Christian Friedrich von Kalebuz statt. Er sollte den Schäfter Pickert erschlagen haben. Das behauptete jedenfalls die Braut des Erschlagenen, Maria Leppin. Da es keine Zeugen und Beweise für die Tat gab, wurde der Angeklagte nach einem „Reinigungseid“ freigesprochen. </p>
<p>Es gab eine Reihe von Anzeichen, dass es sich bei der mumifizierten Leiche um Christian Friedrich handelte. Bald entstand die Sage, dass der Ritter den Schäfer erschlagen habe, weil seine Verlobte dem Gutsherren die „erste Nacht“ verweigert hätte. Das sein Reinigungseid den Zusatz enthielt, falls er doch der Mörder gewesen wäre, möge seine Leiche niemals verwesen, kam auf. Die Sage fand schließlich 1881 Eingang in die schriftlichen Aufzeichnungen des Küsters und Lehrers Leopold Schaumann aus Wusterhausen an der Dosse.</p>
<p>Im Laufe der Zeit mussten die (un)sterblichen Überreste des Ritters einiges über sich ergehen lassen. So sollen sie einmal uniformiert als Wache in ein Schilderhaus aufgestellt oder auch schon mal einem Brautpaar ins Hochzeitsbett gelegt worden sein. Die Dorfjugend drapierte die Mumie auf der Friedhofsmauer und auf dem Dach des Schulhauses. Einige Jahre soll sie sogar im Wartezimmer einer Arztpraxis in Neustadt aufgestellt gewesen sein. Aus einem entwendeten Stiefel sollen Leipziger Studenten ihren gemeinschaftlichen Trunk genommen haben, ehe er reumütig zurück geschickt wurde. Natürlich verkündet die mündliche Überlieferung, dass solcher Schabernack immer auf schreckliche, übernatürliche Weise bestraft wurde. </p>
<p><img src="http://assets1.qypecdn.net/uploads/photos/0106/8981/ritter_kahlbutz_400.file_gallery.jpg?29468" width="70%"></p>
<p>Von 1794 bis 1945 wurde die Mumie unter der Obhut der Kirche der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bereits anlässlich der nationalsozialistischen Olympiade 1936 besuchten Tausende die Kampehler Dorfkirche und es sollen von japanischen und amerikanischen Geschäftsleuten bedeutende Summen für den Erwerb geboten worden sein. Während der DDR-Zeit eignete sich die Stadt Neustadt die Mumie an, Proteste der Kirche ignorierend. 1989 versuchte eine Gruppe um den damaligen Neusdtädter Bürgermeister Bublitz sich die Mumie endgültig zu Eigen zu machen. Angeblich wollte man vermeiden, dass die Kirche den Ritter erdbestattet und damit eine einträgliche Sehenswürdigkeit beseitigt. Heimlich wurde das ehemalige Spritzenhaus für einen Informationsraum rekonstruiert. Ein Traktor und einige verpflichtete ABM-Kräfte standen bereit um die Mumie umzulagern. Einzelne Stadtverordnete und engagierte Bürger verhinderten die Umbettung und es kam letztendlich zu einem gerichtlichen Vergleich zwischen Stadt und Kirche, der besagte, die Mumie in der Kirche zu lassen, aber zu gewährleisten, dass sie für die Öffentlichkeit zugänglich bliebe.</p>
<p>Die Geschichte des Ritters von Kahlbutz wird in dem 1998 gedrehten Jugendfilm „Spuk aus der Gruft“ mit Matthias Schweighöfer und Kurt Böwe aufgegriffen.</p>
<p>Zahlreiche Ärzte – darunter Rudolf Virchow und Ferdinand Sauerbruch – haben versucht dem Rätsel der Mumifizierung wissenschaftlich auf den Grund zu gehen, eine eindeutige Erklärung konnten sie bis heute nicht liefern. Aber zum Kindererschrecken taugt die Mumie auf alle Fälle.</p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/277564-Ritter-Kahlbutz-Kalebuz-Neustadt">Ritter Kahlbutz / Kalebuz</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
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		<title>Grünfläche Salzwedeler Straße: Bürgerschaftliches Engagement ist möglich</title>
		<link>http://stroheim.wordpress.com/2009/09/23/qype-grunflache-salzwedeler-strase-in-berlin-2/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 20:50:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ganz am Ende der kleinen Moabiter Salzwedeler Straße, da wo sie auf die Quitzow trifft, befindet sich eine bescheidene Grünfläche. Im letzten Weltkrieg wurde hier die Bebauung weggebombt und weil die Fläche so winzig, spitz und abseitig war, wurde sie nicht neu bebaut, sondern die Rückeroberungstendenzen der Natur wurden weitgehend akzeptiert. Das bezirkliche Grünflächenamt nahm [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=222&subd=stroheim&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ganz am Ende der kleinen Moabiter Salzwedeler Straße, da wo sie auf die Quitzow trifft, befindet sich eine bescheidene Grünfläche. Im letzten Weltkrieg wurde hier die Bebauung weggebombt und weil die Fläche so winzig, spitz und abseitig war, wurde sie nicht neu bebaut, sondern die Rückeroberungstendenzen der Natur wurden weitgehend akzeptiert. Das bezirkliche Grünflächenamt nahm jahrzehntelang nur kleine, unverzichtbare Eingriffe vor, denn irgendwie musste es sich ja legitimieren. Es trafen sich hier nur einige Trinkkumpane und zwielichtige Gestalten, die es zu schätzen wussten, dass alle Anderen lieber einen Bogen um diese Areal schlugen. Vor ein paar Jahren gelang es einer Bürgerinitiative die Verkehrsberuhigung des Stephankiezes durchzusetzen. Sie bestand im Grunde nur aus zweieinhalb Aktiven, hatte aber enormen Rückhalt in der Bevölkerung &#8211; quer zu allen ethnischen Grenzen. Vom eingestellten Etat war noch etwas Geld übrig, das für die Neugestaltung dieser Grünfläche genutzt wurde. So wurde eine offene, einsehbare Durchwegung geschaffen, Tischtennisplatten und Schachtische wurden aufgestellt. </p>
<p><img src="http://assets1.qypecdn.net/uploads/photos/0105/9942/IMG_5917_gallery.JPG?29355" width="70%"></p>
<p>Und es funktioniert. Das Areal wird angenommen. Aber leider gibt es auch hier wieder Leute, deren Verbundenheit zu dieser Fläche übertrieben erscheint.</p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0105/9926/IMG_5911_gallery.JPG?29355" width="70%"></p>
<p>Manche mögen im Rahmen einer lebendigen Kommunikationskultur ihre Botschaften an die Schachspieler hinterlassen.</p>
<p><img src="http://assets3.qypecdn.net/uploads/photos/0105/9915/IMG_5912_gallery.JPG?29355" width="50%"></p>
<p>Andere – mögen Sie in Zehlendorf oder Weißensee ein Eigenheim mit Garten haben – brauchen die materielle Verbundenheit und verpflanzen aus lauter Solidarität mit dem alten Arbeiterkiez auch schon Mal ein Gewächs in den heimatlichen Garten. </p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0105/9906/IMG_5908_gallery.JPG?29355" width="70%"></p>
<p>Einige wollen es ganz gemütlich haben und spenden ihren Lieblingssessel um die Aufenthaltsqualität zu steigern.</p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0105/9891/IMG_5913_gallery.JPG?29355" width="70%"></p>
<p>Auch durch aktive Farbumgestaltung artikuliert sich Anwohnerengagement.</p>
<p><img src="http://assets3.qypecdn.net/uploads/photos/0105/9880/IMG_5909_gallery.JPG?29355" width="50%"></p>
<p>Hundehalter demonstrieren mit den Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge, wozu diese eigenartigen Beutel da sind.</p>
<p><img src="http://assets2.qypecdn.net/uploads/photos/0105/9861/IMG_5914_gallery.JPG?29355" width="50%"></p>
<p>Einige können in ihrem Lieblingspark keine rechten Winkel akzeptieren.</p>
<p>Jeder kann mitmachen. Bürgerschaftliches Engagement hat viele Ausdrucksformen.</p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/893715-Gruenflaeche-Salzwedeler-Strasse-Berlin">Grünfläche Salzwedeler Straße</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
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		<title>Was nicht in den Geschichtsbüchern steht: Die 3. Welt im 2. Weltkrieg</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 10:03:57 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Augenzeuge - Ohrenzeuge]]></category>
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		<description><![CDATA[Nur noch wenige Tage gibt es die Möglichkeit die Ausstellung „Die dritte Welt im zweiten Weltkrieg“ anzuschauen. Man kann sie mit zahlreichen Ton- und einigen Filmexponaten in den Uferhallen und in abgespeckter Form in der Werkstatt der Kulturen sehen.
Die Ausstellung, konzipiert von dem Verein Africavenir, dem Verein Recherche International und dem Kölner Journalisten Karl Rössel, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=216&subd=stroheim&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Nur noch wenige Tage gibt es die Möglichkeit die Ausstellung <a href="http://www.3www2.de/">„Die dritte Welt im zweiten Weltkrieg“</a> anzuschauen. Man kann sie mit zahlreichen Ton- und einigen Filmexponaten in den <a href="http://www.uferhallen.de/">Uferhallen</a> und in abgespeckter Form in der <a href="http://www.werkstatt-der-kulturen.de/kalender.html">Werkstatt der Kulturen</a> sehen.</p>
<p>Die Ausstellung, konzipiert von dem Verein <a href="http://www.africavenir.com/de/projekte-deutschland/dritte-welt-im-2-weltkrieg.html">Africavenir</a>, dem Verein Recherche International und dem Kölner Journalisten Karl Rössel, hatte im Vorfeld für einige Aufregung gesorgt. Offensichtlich hatte sich Philippa Ebéné eine vollkommen andere Ausstellung vorgestellt. Sie wollte „eine Hommage an die gefallenen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Person_of_color">POCs (People of Colour)</a>, die Deutschland vom Faschismus befreiten.“ Warum es in Vorfeld nicht möglich war, sich darüber zu verständigen, dass es sich hier offenbar um zwei gewaltig voneinander abweichende Konzepte handelte, ist kaum nachvollziehbar. Die Motivation Ebénés erschließt sich aus einem <a href="http://jungle-world.com/artikel/2009/37/39375.html">Artikel der Jungle World</a>. Hier findet sich auch ein <a href="http://jungle-world.com/artikel/2009/36/38805.html">Interview mit Karl Rössel</a>. Die gegenseitigen Unterstellungen und Vorwürfe der Zensur, des Eurozentrismus, Rassismus und Antisemitismus etc.- gerne auch von dritter Seite &#8211; waren so absurd wie schädlich. Haben der Ausstellung aber immerhin reichlich Aufmerksamkeit beschert.</p>
<p>Sicher ist die Ausstellung reichlich textlastig, aber sie ist ein Meilenstein. Erstmalig wird hier ein vergessenes Kapitel der Geschichte thematisiert, die Folgen des Zweiten Weltkrieges für Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika. Eine Fülle von Einzelaspekten der verschiednen Regionen, die das Interesse weckt, sich intensiver damit zu beschäftigen, wird präsentiert. Absolut sehenswert!</p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/events/447319-Die-Dritte-Welt-im-Zweiten-Weltkrieg-uferhallen-Gesundbrunnen-Berlin">Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
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		<title>Atombomben suchen und gleich zuschlagen</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 08:15:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Netz gefischt]]></category>
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		<description><![CDATA[Während einer Google-Recherche machte man mir das folgende, beänstigende Angebot.
 
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			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Während einer Google-Recherche machte man mir das folgende, beänstigende Angebot.</p>
<p> <img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/09/atombomben.jpg?w=331&#038;h=215" alt="Atombomben" title="Atombomben" width="331" height="215" class="aligncenter size-full wp-image-212" /></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/211/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/211/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/211/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/211/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/211/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/211/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/211/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/211/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/211/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/211/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=211&subd=stroheim&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>München an der schwarzen Elster</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 11:57:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Sand gebaut]]></category>
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		<description><![CDATA[„Was sind eigentlich Mönche?“ fragte die achtjährige Tochter bei einer Klosterbesichtigung. Nachdem sie eine Antwort bekommen hatte, wendete sie sich an die gleichaltrige Freundin: „Siehste, doch nicht die Einwohner von München!“

Das kleinere München liegt an der schwarzen Elster und hat 24 Einwohner. 1445 wurde es erstmals als Monchin urkundlich erwähnt, damals wurde bereits das Hammerwerk [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=204&subd=stroheim&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>„Was sind eigentlich Mönche?“ fragte die achtjährige Tochter bei einer Klosterbesichtigung. Nachdem sie eine Antwort bekommen hatte, wendete sie sich an die gleichaltrige Freundin: „Siehste, doch nicht die Einwohner von München!“</p>
<p><img src="http://assets1.qypecdn.net/uploads/photos/0104/3072/Ortsschild_gallery.jpg?28954" width="70%"></p>
<p>Das kleinere München liegt an der schwarzen Elster und hat 24 Einwohner. 1445 wurde es erstmals als Monchin urkundlich erwähnt, damals wurde bereits das Hammerwerk genannt, das auch noch heute als Siedlungskern fungiert. 1590 gab es in dem Ort fünf besessene Männer. Das waren keineswegs Fälle für einen Exorzisten, sondern Bauern, die einen oder mehreren Hufen Land besaßen und in der dörflichen Sozialhierarchie über den Köttern und Büdnern &#8211; Besitzern von Kleinsthöfen &#8211; und über den Landlosen standen. 1672 taucht der Ort dann erstmals als München auf. Nach dem verheerenden 30-Jährigen Krieg gab es nur noch fünf Einwohner, 1860 waren es immerhin 45. 1958 wurde München in die benachbarte Kleinstadt Uebigau eingemeindet. </p>
<p><img src="http://assets2.qypecdn.net/uploads/photos/0104/3063/IMG_5794_gallery.JPG?28954" width="70%"></p>
<p>Auf dem alten Mühlenhof gibt es eine Lokalität, die sich „Münchner Absteige“ nennt. Aber als wir am Himmelfahrtstag, auch Vater- bzw. Herrentag, hier anhielten, waren der Liebsten die zahlreichen fröhlichen Ausflügler nicht geheuer, so dass ich sie nicht zur Einkehr bewegen konnte. Der Ort, zwischen Torgau und Finsterwalde im Elbe-Elster-Kreis gelegen, mag Manchem etwas herunter gekommen erscheinen, auf mich wirkten gerade die Spuren des Vergänglichen in Verbindung mit der das Dorf umgebenen Landschaft eher reizvoll.</p>
<p><img src="http://assets2.qypecdn.net/uploads/photos/0104/3068/IMG_5797_gallery.JPG?28954" width="70%"></p>
<p>In Anlehnung an das namensgleiche Fest im freistaatlichen München wird seit 2001 hier Anfang Oktober ein <a href="http://www.eiscafe-winter.de/oktoberfest/index2.htm">Oktoberfest</a> gefeiert. Dann wird ein riesiges Zelt auf der Schafskoppel aufgebaut. Im letzten Jahr sollen sich rund 7000 Besucher eingefunden haben, ca. 10% davon in Dirndl oder Lederhose. 18000 Liter Bier gingen über den Tresen.</p>
<p><img src="http://assets2.qypecdn.net/uploads/photos/0104/3066/IMG_5795_gallery.JPG?28954" width="70%"></p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/876141-Muenchen-an-der-Elster-Muenchen">München an der Elster</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/204/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/204/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/204/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/204/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/204/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/204/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/204/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/204/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/204/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/204/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=204&subd=stroheim&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Tage wie dieser</title>
		<link>http://stroheim.wordpress.com/2009/09/10/tage-wie-dieser/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 09:22:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist der erste Herbstmorgen in Berlin. An solchen Tagen überkommt mich ein ganz absonderliches Gefühl. Es steht ganz unerwartet neben mir und sagt, vergiss die Arbeit, scher Dich nicht um die Familie, löse Dich von allen Verpflichtungen, kümmere Dich nicht um Termine. Plötzlich bin ich wieder ein kleiner Schuljunge und zwar einer, der keine [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=200&subd=stroheim&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Es ist der erste Herbstmorgen in Berlin. An solchen Tagen überkommt mich ein ganz absonderliches Gefühl. Es steht ganz unerwartet neben mir und sagt, vergiss die Arbeit, scher Dich nicht um die Familie, löse Dich von allen Verpflichtungen, kümmere Dich nicht um Termine. Plötzlich bin ich wieder ein kleiner Schuljunge und zwar einer, der keine Lust auf Schule hat. Den es in die Kneipen zieht, die auch einem wie ihm schon am frühen Vormittag Bier ausschenken. Der dem lieben Gott den Tag stielt und der protestantischen Ethik die Zunge heraus streckt. Der kickert und Billard spielt und wenn er davon genug hat, sich einen Apfel und eine Zeitung klaut und beides beinebaumelnd irgendwo am Hafen konsumiert. Der ausschert aus der Masse. Der sich rekrutieren lässt von der Armee der Eckensteher, Nichtsnutze und Tunichtgute. Nicht einmal duschen und Zähne putzen möchte ich bevor ich mich davon stehle. Früher wäre ich einfach in die nächste Stadt getrampt und hätte dem Schicksal ein Angebot gemacht. Heute schaue ich traurig auf das Gefühl, das neben mit steht und sage: „Ist doch Quatsch!“</p>
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		<title>Peter Eichhorns Berlinbetrachtungen</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 09:21:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Augenzeuge - Ohrenzeuge]]></category>
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		<category><![CDATA[Berlinbetrachtungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Stadtführungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es macht mich richtig wütend! Wütend auf mich selbst, dass ich bisher erst eine Stadtführung von Peter Eichhorn besucht habe. „Kleiner Mann was nun? Alt-Moabit am kleinen Tiergarten“ nennt er die Tour, nach dem Buch von Hans Fallada von 1932, das zeitlich in der Weltwirtschaftskrise und räumlich teilweise genau hier spielt (und übrigens vier Mal [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=193&subd=stroheim&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Es macht mich richtig wütend! Wütend auf mich selbst, dass ich bisher erst eine Stadtführung von Peter Eichhorn besucht habe. „Kleiner Mann was nun? Alt-Moabit am kleinen Tiergarten“ nennt er die Tour, nach dem Buch von Hans Fallada von 1932, das zeitlich in der Weltwirtschaftskrise und räumlich teilweise genau hier spielt (und übrigens vier Mal verfilmt wurde).</p>
<p>„Über Moabit werde ich wohl kaum Neues erfahren“, dachte ich im Vorfeld, denn nirgendwo auf der Welt habe ich länger gelebt als hier. Aber Neese, was der Herr Eichhorn an historischen Fakten und Anekdoten über das Gebiet zwischen Spreebogen und Arminius-Markthalle zum Besten gab, hat mich dann doch beeindruckt. Es ging von den frühen Berliner Unternehmern August Borsig und Carl Bolle bis in die Gegenwart zu Ernst Freiberger, um Tucholsky, Lenin und die Brüder Sass…</p>
<p>Bemerkenswerterweise war nicht nur ich ganz gefesselt, sondern genauso die mitgeschleifte Familie, samt Schwiegermutter, präpubertärer Tochter und der Twen-Nichte der Liebsten, sonst eher beim Shoppen auf dem Ku´damm anzutreffen. Als wir hinter der Arminius-Markthalle zum Ende kamen, hatten alle das Gefühl, man könne jetzt in jede beliebige Richtung beliebig lange weitergehen und der Herr Eichhorn würde einfach fortfahren uns an dem Fundus seiner Berlinkenntnisse teilhaben zu lassen.<br />
<img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/09/covergastro2.jpg?w=170&#038;h=275" alt="covergastro" title="covergastro" width="170" height="275" class="alignleft size-full wp-image-198" /><br />
„Metropole des Verbrechens – Berlin auf Gangsterjagd“ und „Auferstanden aus Ruinen – Die Stalinallee“ heißen die Führungen, die mich im Moment am meisten interessieren. Gerade plane ich übrigens zusammen mit Peter Eichhorn unsere Betriebsweihnachtsfeier. Denn seine kulinarische und gastronomische Kompetenz steht seiner historischen in Nichts nach. Das hat er gerade mit seinem Buch (zusammen mit Thomas Götz) „Berlin beißt sich durch“, zum Preis von 14,90 Euro erschienen im <a href="http://pda.grebennikov.de/books/">Grebennikov Verlag</a> (ISBN 9783 9417 84017), bewiesen. Ein Muss für Berlinbesucher, aber auch Einheimische treffen hier auf alt bekannte Klassiker genauso wie auf neue Ausgehtipps. Das Ganze ist erfrischend gegliedert und mit wundervollen Fotos illustriert.</p>
<p>Alle Stadtführungen unter: <a href="http://www.berlinbetrachtungen.de/">http://www.berlinbetrachtungen.de/</a></p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/133721-Peter-Eichhorn-Berlinbetrachtungen-Stadtfuehrungen--Berlin">Peter Eichhorn Berlinbetrachtungen (Stadtführungen)</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/193/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=193&subd=stroheim&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">covergastro</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Vergessene Befreier, vorauseilender Gehorsam und Kollaborateure, an die nicht erinnert werden soll</title>
		<link>http://stroheim.wordpress.com/2009/08/28/falsche-rucksicht-der-werkstatt-der-kulturen/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 20:15:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Augenzeuge - Ohrenzeuge]]></category>
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		<category><![CDATA[3. Welt im 2. Weltkrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Rössel]]></category>
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		<description><![CDATA[Pünktlich zum Jahrestag des Überfalls auf Polen, also dem Beginn des 2. Weltkrieges, kann man in Berlin die Ausstellung „Die 3. Welt im 2. Weltkrieg“ sehen. Ich persönlich bin zunächstmal allen, die Deutschland vom Hitlerfaschismus befreit haben, sehr dankbar. Ich mag mir gar nicht vorstellen, welches Leben ich hätte führen müssen, wenn die Nazis nicht [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=181&subd=stroheim&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Pünktlich zum Jahrestag des Überfalls auf Polen, also dem Beginn des 2. Weltkrieges, kann man in Berlin die Ausstellung „Die 3. Welt im 2. Weltkrieg“ sehen. Ich persönlich bin zunächstmal allen, die Deutschland vom Hitlerfaschismus befreit haben, sehr dankbar. Ich mag mir gar nicht vorstellen, welches Leben ich hätte führen müssen, wenn die Nazis nicht bedingungslos hätten kapitulieren müssen. </p>
<p>Bis ich einigen alten Weltkriegveteranen in Ghana begegnet bin, hatte ich mir nie vergegenwärtigt, dass viele der Befreier aus Afrika und Asien kamen. „Die 3. Welt stellte im 2. Weltkrieg mehr Soldaten als Europa und hatte mehr Kriegsopfer zu beklagen als Deutschland“, heißt es in der Ankündigung der Ausstellung. Sie wird von wissenschaftlichen Vorträgen begleitet. Der Historiker Raphael Scheck wird über „Hitlers afrikanische Opfer“ sprechen, Professor Kum’a Ndumbe aus Kamerun über die Kolonialpläne der Nazis und der Schriftsteller Peter Finkelgruen über das jüdische Ghetto von Shanghai.</p>
<p>Die Ausstellung sollte in der „Werkstatt der Kulturen“ in Neukölln gezeigt werden. Dort wird alljährlich der „Karneval der Kulturen“ organisiert und zahlreiche andere spannende Veranstaltungen, die den Horizont über den eigenen kulturellen Tellerrand erweitern. </p>
<p>Doch kurzfristig sagte die Werkstattleiterin Philippa Ebéné ab. Die vom Kölner Journalisten Karl Rössel konzipierte Ausstellung dokumentiert den antifaschistischen Widerstand, aber auch die Kollaboration mit den Nazis, die es in Asien, Afrika und Lateinamerika gegeben hat. Der Streit zwischen Ausstellungsmacher Rössel und Werkstattleiterin Ebéné entspann sich um die Gewichtung, die der Kollaboration in der Ausstellung beigemessen wird. Während Ebéné nach ihrer Darstellung eine Ausstellung haben wollte, die den Kampf Nichtweißer gegen den Nationalsozialismus würdigt, wollte Rössel auf die Darstellung der Kollaborateure nicht verzichten. Konkret ging es wohl um zwei von 96 Tafeln. Eine befasst sich unter der Überschrift „Palästinenserführer und Kriegsverbrecher“ mit der Rolle von Hadsch Amin al Husseini, dem obersten Repräsentanten Palästinas, Mufti von Jerusalem. Bereits 1937 hatte er dazu aufgerufen, muslimische Länder „judenfrei“ zu machen. Von 1941 bis 1945 lebte er in Berlin, pflegte freundschaftlichen Umgang mit Hitler und gründete eine muslimisch-bosnische SS-Division. Eine zweite Tafel benennt die „Sympathisanten der Faschisten im Nahen Osten“, etwa Ägyptens König Faruk. Es gibt übrigens auch eine dritte Tafel, die „Arabische Retter“ würdigt, die Juden vor dem Tod bewahrten.</p>
<p>Diverse Vermittlungsversuche haben nicht gefruchtet. Die Ausstellung wird jetzt im Wedding gezeigt. </p>
<p>Warum dürfen arabische NS-Kollaborateure und Kriegsverbrecher in der „Werkstatt der Kulturen“ nicht beim Namen genannt werden? Ebéné ist keine Antisemitin. Im letzten Jahr hat sie auf einen jüdischen Redner bei der jährlichen arabischen Kulturwoche bestanden. Daraufhin sagten die Veranstalter, Berliner arabische Vereine, die komplette Veranstaltung ab. Vielleicht war es diese Erfahrung, die sie jetzt motivierte? Letztendlich drängt sich der Eindruck auf, hier wurde in vorauseilendem Gehorsam Rücksicht auf die arabische Community genommen, mit der es sich die „Werkstatt der Kulturen“ nicht verderben wollte. Das erscheint feige und bevormundend. Wenn Teile des Klientels der Werkstatt Probleme mit der auszustellenden Darstellung gehabt hätten, wäre es ein wunderbarer Anknüpfungspunkt für einen interkulturellen Dialog gewesen. Im Übrigen gibt es auch Araber, die sich kritisch mit arabischer Geschichte auseinandersetzen. Die sind offenbar der „Werkstatt der Kulturen“ egal. Nazi-Kollaborateure hat es überall auf der Welt gegeben. Mittlerweile ist es auch kein historisches Tabu mehr, sich sogar mit jüdischen Kollaborateuren – welche Beweggründe sie auch immer gehabt haben mögen &#8211; zu beschäftigen. Die &#8222;Werkstatt der Kultutren&#8220; hat einer offenen Auseinandersetzung zwischen den Kulturen einen Bärendienst erwiesen.</p>
<p>Mehr über die Ausstellung unter: <a href="http://www.3www2.de">www.3www2.de</a> und <a href="http://www.africavenir.org">www.africavenir.org.</a></p>
<p>Die Ausstellung mit einem umfangreichen Begleitprogramm findet vom 1. – 20. September 2009 in den Uferhallen, Uferstr. 8 – 11, 13357 Berlin Wedding statt</p>
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		<title>Bad, bad wine&#8230;in der box at the beach</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 13:10:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach einem kurzen sommerlichen Abendspaziergang durch das Hansaviertel zogen uns auf der Suche nach einem Feierabendwein die bunten Lichter in diese Strandbar. Nach Einbruch der Dunkelheit in einem Liegestuhl an der Spree zu sitzen, sich vom kühlen Wind erfrischen zu lassen, den Lichtern von Schiffen und Flugzeugen nachzusehen, dabei Abwegiges mit der Liebsten zu plaudern…Für [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=173&subd=stroheim&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Nach einem kurzen sommerlichen Abendspaziergang durch das Hansaviertel zogen uns auf der Suche nach einem Feierabendwein die bunten Lichter in diese Strandbar. Nach Einbruch der Dunkelheit in einem Liegestuhl an der Spree zu sitzen, sich vom kühlen Wind erfrischen zu lassen, den Lichtern von Schiffen und Flugzeugen nachzusehen, dabei Abwegiges mit der Liebsten zu plaudern…Für einen bescheidenen Menschen wie mich ist das schon ein mächtiges Stück vom Glück dieser Welt. Wahrscheinlich wäre es zuviel des Guten, wäre jetzt auch noch ein Glas trinkbarer Wein erreichbar gewesen. War aber auch nicht. Auf der Tafel hinter dem Tresen stehen ohne nähere Angaben Rotwein und Weißwein zur Wahl. Da erwartet man sicher keine Offenbahrung. Selbst dass er in einem Plastikwasserbecher gereicht wurde, hätte ich akzeptiert. Aber für 4 Euro pro 0,2 l hatte ich doch auf irgendetwas Trinkbares gehofft. Im Nachhinein erscheint mir das übertrieben freundliche Grinsen mit dem mir der Barmann das Getränk überreichte geradezu als zynisch.</p>
<p>Für einen Montag voraussehbar war es ziemlich leer. Das Publikum war eher studentisch als touristisch, was ich zunächst als angenehm empfand, denn Student war ich ja selber Mal und Tourist bin ich natürlich selber nie. Aber Lautstärke und Inhaltsleere der Gespräche, die sich kaum ignorieren ließen, trieben uns dann bald in die Flucht. Die Bestellung eines zweiten Glases hatten wir eh nicht in Erwägung gezogen.</p>
<p>So toll es ist, dass eine ehemalige Stadtbrache dieser Nutzung zugeführt wurde, so unverständlich ist es, dass man es wagt seinen Gästen derartige Getränke zu kredenzen. Mal vorausgesetzt dass das Gros der Gäste im nahen Studentenwohnheim Sigmundhof zuhause ist, tun sich einige Fragen auf? Trinken Studenten heutzutage keinen Wein mehr? Wenn doch, haben sie keine Geschmacksknospen? Und hat man als Wirt nicht irgendwie auch die moralische Pflicht das geschmackliche Empfinden junger Menschen zum Positiven hin zu schulen? Sollten wir uns nicht alle für die alkoholische Sozialisation junger Menschen verantwortlich fühlen?</p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/645456-box-at-the-beach-Berlin">box at the beach</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://stroheim.wordpress.com/2009/08/26/qype-box-at-the-beach-in-berlin/"><img src="http://img.youtube.com/vi/84AODTM8YFQ/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
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		<title>Die Bar zur öffentlichen Bedürfnisanstalt</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Aug 2009 07:46:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hirsebier wird in vielen Teilen Afrikas getrunken. Auch bei den Dagara, die im Nordwesten Ghanas und im angrenzenden Burkina Faso leben.

Dort brauen ausschließlich Frauen das Getränk, häufig für den Hausgebrauch, aber es haben sich auch an einigen Orten Brauerinnen zusammengeschlossen um ihr Bier in Bars auszuschenken. Diese Bars heißen Discos und werden häufig nach markanten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=158&subd=stroheim&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Hirsebier wird in vielen Teilen Afrikas getrunken. Auch bei den Dagara, die im Nordwesten Ghanas und im angrenzenden Burkina Faso leben.<br />
<img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/08/save-journey4.jpg?w=655&#038;h=429" alt="Save Journey" title="Save Journey" width="655" height="429" class="aligncenter size-full wp-image-166" /><br />
Dort brauen ausschließlich Frauen das Getränk, häufig für den Hausgebrauch, aber es haben sich auch an einigen Orten Brauerinnen zusammengeschlossen um ihr Bier in Bars auszuschenken. Diese Bars heißen Discos und werden häufig nach markanten Orten in der Nähe benannt. In Hamile, einem ghanaischen Grenzort zu Burkina, gibt es zahlreiche dieser Diskos. Im islamischen Teil wird das Getränk. &#8211; es enthält ja immerhin ca. 3% Alkohol &#8211; nur in überdachten Räumen angeboten. Das Bier wird in Tonkrügen verschiedener Größe gereicht. Hirsebier ist im Vergleich zu Flaschengetränken preiswert. Meistens wurde ich zu einem Krug eingeladen. Die guten Sitten ließen es nicht zu, dass ich ablehnte und verlangten außerdem dass ich mich mit der Bestellung eines zweiten Kruges revanchierte. Nun bin ich durchaus trinkfest, aber manchmal wurde mir das dann doch zuviel. Nachdem ich diesen Umstand einmal gegenüber dem katholischen Dorfpfarrer erwähnte, wurde er prompt zum Thema seiner nächsten Sonntagspredigt, woraufhin ich nur noch von Nichtkirchgängern eingeladen wurde.</p>
<p>Das Brauen von Hirsebier ist ein aufwendiger Prozess, der sich über mehrere Tage hin zieht. Es muss innerhalb von wenigen Tagen getrunken werden, da es sonst verdirbt.</p>
<p><img src="http://assets0.qypecdn.net/uploads/photos/0100/2707/Bierbrauen_gallery.jpg?28430" alt="" width="100%" /></p>
<p>Nachdem ein georderter Krug den Gästen gebracht wird, kratzt die Brauerin mit einer Scherbe zunächst die Hefe ab, die sich im oberen Bereich abgesetzt hat. Sie wird für den nächsten Braugang wieder verwendet. Danach füllt sie zunächst eine Kalebassenschale für den Besteller und nimmt selbst den ersten Schluck davon. Ein Sicheres Zeichen dafür, dass das Bier nicht vergiftet ist. Erst dann werden die Schalen der anderen Gäste gefüllt. In meiner Lieblingsdisco kann man angenehm unter einer Veranda sitzen, die Brauerinnen sind immer zu einem Scherz aufgelegt. Etwas anderes als Hirsebier ist nicht im Angebot. Diese Bar befindet sich in der Nähe einer öffentlichen Toilette, die vor vielen Jahren im Rahmen eines Hygiene-Entwicklungsprojektes gebaut wurde. Entsprechend heißt sie auch „Banjirra Disco“, was man mit „Bar zur Bedürfnisanstalt“ oder &#8211; wie es mein damaliger ghanaischer Professor tat &#8211; derber mit „Scheißhaus-Disco“ übersetzen könnte. Da dass Dach der Toilette in der Sonne Hitze speichert, bevölkern in der Abenddämmerung immer zahlreiche wechselwarme Eidechsen diesen Ort. Da es ja an sich harmlose Tiere sind, ignoriert man sie einfach. Das wollte mir allerdings nicht mehr gelingen als einmal eine Eidechse vom Dach fiel  &#8211; gerade als ich an diesem Ort einem Bedürfnis nachkam. Sie landete im meinem Hemdkragen und rutschte meinen Rücken herunter. Das arme Tier war genauso erschrocken wie ich. Beide versuchten wir durch veitstanz-ähnliche Bewegungen voneinander loszukommen, was schließlich auch gelang.</p>
<p>Ich denke für solche Fälle ist in den Toiletten-Bewertungs-Kategorien des Bewertungsportals Qype der Punkt „nicht sicher“ vorgesehen.</p>
<p>Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/833059-Banjirra-Disco-Tamale">Banjirra Disco</a> &#8211; </p>
<p><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/08/ernte2.jpg?w=274&#038;h=448" alt="Ernte2" title="Ernte2" width="274" height="448" class="alignleft size-medium wp-image-164" /><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/08/unbenannt-2.jpg?w=270&#038;h=450" alt="Unbenannt-2" title="Unbenannt-2" width="270" height="450" class="alignright size-medium wp-image-165" /></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/stroheim.wordpress.com/158/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/stroheim.wordpress.com/158/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/stroheim.wordpress.com/158/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/stroheim.wordpress.com/158/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/stroheim.wordpress.com/158/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/stroheim.wordpress.com/158/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/stroheim.wordpress.com/158/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/stroheim.wordpress.com/158/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/stroheim.wordpress.com/158/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/stroheim.wordpress.com/158/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=158&subd=stroheim&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Ende eines Kaufhauses</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Aug 2009 21:17:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stroheim</dc:creator>
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Heute wurde er tatsächlich geschlossen. Er war für mich immer der Schmuddel-Hertie auch wenn er zeitweise Karstadt hieß. Das Gebäude aus den 60er Jahren, nach Entwürfen des Hamburger Architekten Hans Soll, hätte schon vor 25 Jahren – als ich zum ersten Mal hier eingekauft habe &#8211; eines radikalen Liftings bedurft. Die Verkäuferinnen begegneten einem mit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=stroheim.wordpress.com&blog=6897310&post=148&subd=stroheim&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/08/hertie2.jpg?w=655&#038;h=436" alt="Hertie2" title="Hertie2" width="655" height="436" class="aligncenter size-full wp-image-151" /><br />
Heute wurde er tatsächlich geschlossen. Er war für mich immer der Schmuddel-Hertie auch wenn er zeitweise Karstadt hieß. Das Gebäude aus den 60er Jahren, nach Entwürfen des Hamburger Architekten Hans Soll, hätte schon vor 25 Jahren – als ich zum ersten Mal hier eingekauft habe &#8211; eines radikalen Liftings bedurft. Die Verkäuferinnen begegneten einem mit einem eher robusten Charme, aber daran hatte ich mich schon lange gewöhnt. Es war ein Kaufhaus für den alltäglichen Kram. Für Ausgefallenes und Exklusiveres fuhr ich dann doch eher gleich in einen Nachbarbezirk. Es war aber auch eine Moabiter Institution. So unhipp und doch heiß und innig hassgeliebt, stand es für den ganzen Kiez. </p>
<p><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/08/hertie41.jpg?w=655&#038;h=436" alt="Hertie4" title="Hertie4" width="655" height="436" class="aligncenter size-full wp-image-152" /></p>
<p>Er wird mir fehlen, nicht nur weil es in den 99-Cent-Läden, die sich in der Turmstraße, der Einkaufsstraße Moabits, plastikperlenkettenartig aneinanderreihen, eigentlich gar nichts bekomme, was ich brauche, sondern auch weil ich fürchte, dass Herties Ende ein weiterer Schritt in Richtung Niedergang der Turmstraße und damit des ganzen Stadtteils ist. Ich kann mich noch an mehrere Feinkostgeschäfte hier erinnern. In der nahe gelegenen Arminius-Markthalle kaufte sogar die Frau unseres Bundespräsidenten ein, bevor man die Halle mit dem Einbau einer Norma- und einer Schlecker-Filiale verschandelte und immer mehr Lebensmittelstände durch Ramschtrödelstände ersetzt wurden. Auf dem Gelände des Krankenhauses Moabit, ebenfalls mit Turmstrassenadresse, pulsierte das Leben, bevor es Anfang des Jahrtausends geschlossen wurde. Temps perdu. Vielleicht kommen wieder bessere Zeiten. Immerhin haben die Moabiter Gerichte und der Untersuchungsknast keinen konjunkturellen Nachfrageeinbruch zu befürchten…Zum fünfzigjährigen Jubiläum hätte die Hertie-Filiale noch ein Jahr gebraucht. 260 Mitarbeiter (zu Zeiten der Eröffnung waren es noch 700) wurden jetzt entlassen. Sie saßen nach der Schließung heute noch auf dem Parkplatz hinter dem Gebäude zusammen und „feierten“ Abschied. Hoffentlich kommen möglichst Viele mit ihrer Situation klar. Macht et jut.</p>
<p><img src="http://stroheim.files.wordpress.com/2009/08/hertie3.jpg?w=655&#038;h=436" alt="Hertie3" title="Hertie3" width="655" height="436" class="aligncenter size-full wp-image-153" /></p>
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